Alles Gute, Micky!

Die wohl berühmteste Maus der Welt wird 85 Jahre alt.
Ein Weltstar wird 85: Im November feiert Maus sein bemerkenswertes Jubiläum. Daran hat wohl niemand gedacht, als am 18. November 1928 die heute wohl berühmteste Maus der Welt im Film “Steamboat Willie” über die Leinwand flimmerte.

Doch es war der Beginn eines unvergleichlichen Siegeszugs um die ganze Welt. Mit seinen markanten Ohren legte den Grundstein für ein riesiges Entertainment-Imperium. Sein Schöpfer Walt Disney wurde zum erfolgreichsten Märchenerzähler aller Zeiten. Und Maus steht noch heute für den American Dream.

Trotz seiner 85 Jahre ist jung geblieben. Seine Reise über die Leinwände und Fernsehschirme, durch die Zeitungen und Comics dieser Welt lassen ihm einfach gar keine Zeit zum Älterwerden. Ob mit Minni beim Shoppen, mit Goofy beim Angeln, mit Kommissar Hunter auf der Jagd nach dem Schwarzen Phantom, mit Gamma in der Zukunft Maus hat viel zu tun und erlebt ein Abenteuer nach dem anderen. Auch dadurch wurde Entenhausen die Welthauptstadt des Vergnügens. Und Comics salonfähig -Popliteratur.

Von der Medienkrise bekommt wenig zu spüren -seine Hefte verkaufen sich weltweit hervorragend. Denn nicht nur die jungen Leser, sondern auch viele Erwachsene gehören zu den Stammlesern, weil sie von und seinen Geschichten nicht genug bekommen können.

In Deutschland erscheint das Maus-Magazin mittlerweile seit mehr als 55 Jahren, wöchentlich -immer montags. Das Konzept für den Erfolg war einfach, wurde oft kopiert, aber nie erreicht: runder Kopf, runde Ohren, runder Bauch, ein paar Striche für Arme und Beine. Fertig war die Maus.
Wiedererkennbar, witzig, willkommen!

ist zwar eine zeitlose Comic-Ikone. Dennoch kümmert er sich (natürlich mit Hilfe seiner “zeichnenden Maskenbildner”) um sein Äußeres. Im Laufe der Jahre war er in Comics und Cartoons schon in vielen Outfits zu bewundern. Zu Beginn seiner Karriere als Matrose in “Steamboat Willie” schlank und schick mit Schiffermütze, in den neueren Strips wieder mit neckischem roten Beinkleid.

In den italienischen Comics ganz gediegen in kurzärmligem Hemd und langer Hose. Wer jung bleiben will, muss eben mit der Zeit und also mit der Mode gehen.

Maus-Magazin”-Chefredakteur Peter Höpfner: “s Geburtstag zeigt, dass sich klassische Charaktere und gute Geschichten durchsetzen. s Fans entspringen den verschiedensten Generationen. Und das beweist:

Das große Maus-ABC – Von A wie Ausgabe bis Z wie Zylinder
Ausgabe, die allererste – der MAUS erschien am 29.8.1951. Sie kostete 75 Pfennig und war die erste vollständig in Farbe gedruckte deutsche Zeitschrift.

Barks, Carl – ist der Schöpfer von Donald Duck und zahlreichen anderen Disney-Figuren. Er hat auch die Stadt Duckburg erfunden. Den deutschen Name Entenhausen hat sich Übersetzerin Erika Fuchs ausgedacht.

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Comic, der – Von Anfang an waren Comics der Hauptbestandteil der MAUS. Allerdings gab es früher mehr Geschichten mit der Figur Maus im Heft als heute.

Disney, Walt – ist der Erfinder von Maus. Seinen Vornamen bekam der Mäuserich jedoch von Disneys Frau Lillian.

Entenhausen – ist die Heimat von Donald Duck und Maus. In den USA hat seine eigene Stadt: Mousetown.

Fauntleroy – ist Donald Ducks zweiter Vorname.

Geheimnis, das größte – der Familie Duck, ist wohl die Frage: Wer ist der Vater von Tick, Trick und Track?

Hot Dog – waren die ersten Worte die Maus im Film gesprochen hat.
Inflektiv, der – ist das Fachwort für Wortschöpfungen wie „seufz“, „brems“ oder „grübel“, die im Comic besonders häufig zu finden sind.

Jugendzeitschrift, die größte – Die MAUS wurde ab 1964 zur „größten Jugendzeitschrift der Welt“.

Klub, der MAUS- – wurde in den 1950er-Jahren als Teil der MAUS gegründet. Die Mitglieder sollten in ihrem Wohnort einen eigenen Klub gründen und – unter anderem – gute Taten vollbringen.

Lautmalerei, die – spielt im Comic eine große Rolle. So werden zum Beispiel Geräusche mit Wörtern dargestellt. „PENG!“ bedeutet, dass es laut knallt, „CHR!“ zeigt, dass jemand schnarcht und Donalds 313 macht „RASSEL!“ oder „SCHEPPER!“.

Maus, – ist der Namensgeber des MAUS-Magazins. Ursprünglich sollte einmal Mortimer heißen. Ob es dann das Mortimer-Magazin gegeben hätte?

Nullnummer, die – war ein vierseitiges Werbeblatt für die erste Ausgabe der MAUS. Sie wurde im August 1951 an Zeitschriftenhändler verteilt und hat heute einen Sammlerwert von etwa 12 000 Euro.

Oswald – hieß der Vorgänger von Maus.

Pluto – ist s vierbeiniger Freund. Er wurde nach dem Zwergplaneten Pluto benannt, der im selben Jahr entdeckt wurde, in dem Walt Disney die Figur erfand.

Quack, Primus von – hat nach eigener Aussage 166 Doktorhüte und 92 Staatsexamen. Er besitzt sogar eine Urkunde, auf der ihm bescheinigt wird, dass er der Wissenschaftler mit den meisten Urkunden ist.

Rührig, Rita –wurde von Erika Fuchs erst wörtlich aus dem Englischen als Fräulein Quackeschnell übersetzt. Im Original heißt Dagoberts Sekretärin: Emily Quackfaster.

Sprechblase, die – gibt es in unterschiedlichen Größen, Farben und Formen. Sie zeigt, was eine Figur im Comic sagt oder denkt.

Telefon, das – mit eingebautem Bügeleisen ist eine von Daniel Düsentriebs zahlreichen Erfindungen. Düsentriebs berühmtes Motto „Dem Ingeniör ist nichts zu schwör“ wurde ihm von Erika Fuchs in den Mund gelegt.

Urzeitkrebse, die – sind ein Extra der MAUS, das in der Vergangenheit besonders beliebt war bei den Lesern.

Vicar – war ein chilenischer Comiczeichner (1934-2012) und ist mit mehr als 10 000 Seiten der fleißigste Zeichner der Welt Entenhausens. Übrigens, Vicars Geburtsjahr 1934 gilt auch als Geburtsjahr von Donald Duck.

Wäldchen, das Entenhausener – liegt ganz in der Nähe von Entenhausen und taucht vor allem in den frühen Ausgaben der MAUS auf. Zu den Bewohnern zählen unter anderem Ede Wolf und Kleiner Wolf.

X – steht auf dem Nummernschild des 313, wenn Phantomias den roten Flitzer benutzt.

Yellow – ist der Hauptfarbanteil des typischen Entenschnabel-Gelbs: 100% Yellow (Gelb), 30% Magenta (Rot).

Zylinder, der – ist eine beliebte Kopfbedeckung in Entenhausen. Dagobert Duck trägt ihn, auch Bürgermeister Bleibtreu… Nur Klaas Klever scheint etwas dagegen zu haben. Er trägt lieber eine Melone.

Quelle „ Maus-Magazin“ und Egmont Ehapa Verlag

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