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Berlin

Unverbrauchter Blick und unverstelltes Staunen
Ort der Gegensätze. Nirgendwo liegen graue Tristesse und bunte Lebensfreude, Monotonie und Kreativität, Vergangenheit und Zukunft so nah beieinander, wie in Deutschlands Hauptstadt. In seinem Fotoband „“ erkundet der Fotograf Hermann Willers all jene Erinnerungsorte der Stadt, die sie zu einer so einzigartigen Metropole machen. Kurzweilige zeitgeschichtliche Texte von Werner Friedrich und Stadt-Erinnerungen großer er Persönlichkeiten wie Richard von Weizsäcker oder Michael S. Cullen begleiten die im Coppenrath Verlag, Münster, erschienenen Fotografien.

er Friedhöfe. Der Hauptbahnhof. Die Hinrichtungsstätte Plötzensee. Hermann Willers beweist erneut ein Auge für Details. Schwarz-Weiß Aufnahmen legen das Einmalige und die Absurdität er Orte frei, ohne sich dabei in Klischees zu verlieren. „In seinen atmosphärischen Aufnahmen trifft er den magischen Moment, in dem sich das Wesen der Stadt offenbart“, schreibt  Ulrich Eckhardt in seinem Vorwort. „Seine Neugierde schafft Abbilder, auch Trugbilder und Rätselbilder, die zur Entschlüsselung einladen.” Indem Hermann Willers dabei Details in den Vordergrund rückt, gelingt ihm das Kunststück, selbst kulturgeschichtlich bekannte Orte immer wieder in überraschend neuem Licht erscheinen zu lassen. Doch „“ ist mehr als ein Bildband.

“ ist ein Geschichtsbuch. Werner Friedrich beschreibt in seinen Texten nicht nur, sondern liefert facettenreiche Informationen. Der Funkturm wurde zwischen 1924 und 1926 erbaut – für nur 1.580 Rundfunkteilnehmer. Die Avus war einmal die schnellste Rennstrecke der Welt – die von Jedermann für 10 Reichsmark befahren werden konnte. Der Potsdamer Platz, in der Weimarer Republik der betriebsamste Verkehrsknotenpunkt Europas, wurde bedrückendes Symbol der Teilung – und ist heute ein Ort spektakulärer Events.

“ ist aber auch ein Lesebuch. Denn Prominente wie Volker Hassemer oder Gregor Hohberg offenbaren Gefühle, Gedanken und Geschichten. Michael S. Cullen erzählt vom Mahnmal an der Großen Hamburger Straße. Wolfgang Thierse erwähnt, dass auch er seinen Beitrag zum Mythos Kollwitzplatz geleistet hat: „So haben wir auf dem Kollwitzplatz eine Spielplatzanlage gebaut und Kinderfeste organisiert, alles misstrauisch beäugt von Polizei und Stasi.“ Richard von Weizsäcker spricht in seiner Rede zur Verleihung der Ehrenbürgerwürde das aus, was wohl jeder -Besucher denken mag, wenn er sagt, „dass die Stadtgeschichte von Weltoffenheit, von Toleranz und Liberalität geprägt ist.“

“ – das sind Fotos, Geschichte und Geschichten, die auf 300 Seiten zum Entdecken, Wieder- und Neuentdecken einladen.

  • Hermann Willers
  • Texte von Werner Friedrich
  • 320 Seiten / 27,7cm x 24 cm / Duplex-Druck
  • ISBN 978-3-649-60327-6
  • € 29,50

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