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FLIGHT

Mit (ab 20. Juni 2013 auf DVD, Blu-ray und als Video-on-Demand) beweist Regisseur Robert Zemeckis einmal mehr sein Gespür für große Geschichten und spannende Inszenierungen. In dem packenden Drama geht es um den Flugkapitän Whip Whitaker (für diese Rolle Oscar®-nominiert: Denzel Washington), der sein defektes Passagierflugzeug mit einer beispiellosen Notlandung sicher auf den Boden bringt. Die beeindruckenden Bilder des Flugzeugabsturzes zu Beginn des Films stellen nicht nur den legendären Flugzeugcrash aus Zemeckis früherem Kinoerfolg „Cast Away – Verschollen“ in den Schatten, sondern sorgen selbst bei Zuschauern ohne Flugangst für weiche Knie.

Doch nicht nur über den Wolken lebt es sich gefährlich. Auch am Boden lauern unterschätzte Risiken, wie zum Beispiel faustgroße Urinbrocken, die aus den Flugzeugtoiletten herabfallen und in gefrorenem Zustand ungebremst auf die Erde aufschlagen könnten… Oder? Alles Quatsch? Wir haben sieben Mythen rund ums Fliegen genauer unter die Lupe genommen:

1. MYTHOS: Die Flugzeugtoilette wird während des Fluges geleert
Wer kennt sie nicht, die Legenden über gefrorene Urinklumpen, die scheinbar aus dem Nichts vom Himmel herabfallen? Dabei ist der weit verbreitete Mythos, dass alles, was in der Flugzeugtoilette landet, unten aus dem Flugzeug wieder herausfällt, glücklicherweise völliger Unsinn. Der Toiletteninhalt wird in einem Tank aufgefangen, der nach jedem Flug am Boden entleert wird. Lediglich das Wasser aus dem Handwaschbecken wird fein zerstäubt in die Atmosphäre abgegeben.

2. MYTHOS: Mobiltelefone können zu einem Absturz führen
Bisher ist noch kein Flugzeug vom Himmel gestürzt, weil ein Passagier während des Flugs sein Mobiltelefon benutzt hat. Die ausgesandten Funksignale können allerdings die Kommunikation am Boden stören. Darüber hinaus ist die Vorschrift, Handys vor dem Start auszuschalten, eher eine Vorsichtsmaßnahme. Bisher lässt sich aber nicht mit Sicherheit ausschließen, dass es nicht doch zu Interferenzen mit dem Flugsystem kommen könnte, wenn alle Passagiere ihre Handys, Smartphones und Co. eingeschaltet ließen.

Das Interesse, dies in einem praktischen Feldversuch herauszufinden, scheint unter Fluggästen aber recht gering. Und so wird man wohl weiterhin auf jedem Flug Menschen sehen, die kurz vor dem Start noch einmal hektisch im Gepäckfach kramen, um ihre Handys auf den Flugzeugmodus umzustellen.

3. MYTHOS: In der Luft wirkt Alkohol schneller
Tatsache ist: Verantwortlich für den Rausch ist der Alkoholgehalt im Blut. Egal, ob in der Luft oder am Boden – drei Bier sind drei Bier. Allerdings ist es durchaus möglich, dass man sich an Bord eines Flugzeugs betrunkener fühlt, denn das Gehirn wird aufgrund der Flughöhe und des Kabinendrucks mit weniger Sauerstoff versorgt. Daher sollte man im Flugzeug vielleicht doch lieber zum Tomatensaft statt zum Herrengedeck greifen. Vor allem natürlich, wenn man wie Flugkapitän Whip Whitaker im Cockpit Platz nimmt.

4. MYTHOS: Tomatensaft schmeckt nur im Flugzeug richtig gut
Am Boden meist als „Alte-Leute-Getränk“ verschmäht, wird der Nachtschattengewächs-Saft an Bord eines Flugzeugs von vielen Flugreisenden als kulinarische Offenbarung empfunden. Das liegt aber nicht daran, dass Fluggesellschaften das fruchtige Getränk mit speziellen Zusätzen veredeln, sondern einzig und allein am Kabinendruck. Der wirkt sich nämlich auch auf die Geruchs- und Geschmacksnerven aus. Fruchtige Gerüche und kühlende Geschmackseindrücke treten dadurch stärker in den Vordergrund, während Gewürze, Salz und Zucker schwächer wahrgenommen werden.

5. MYTHOS: Kabinentüren lassen sich hoch über den Wolken öffnen
Unzählige Hollywood-Filme haben die Horrorvorstellungen vieler Flugangstgeplagten geschürt: Ein Bösewicht überwältigt die Crew, reißt anschließend die Kabinentür auf, um sich mit dem Fallschirm abzuseilen, während die übrige Besatzung durch den plötzlichen Druckverlust in den Tod stürzt. Glücklicherweise ist dieses Horrorszenario abseits der Kinoleinwand nicht möglich. Kabinentüren sind so konstruiert, dass sie sich zunächst nur nach innen und dann erst nach außen öffnen lassen. Aufgrund des unterschiedlichen Luftdrucks außerhalb und innerhalb des Flugzeuges während des Flugs ist das aber schlichtweg unmöglich.

6. MYTHOS: Die 13. Sitzreihe fehlt in Flugzeugen
Weil die Zahl 13 in vielen Kulturen als Unglückszahl gilt, verzichten viele Fluggesellschaften bei der Nummerierung der Sitzreihen tatsächlich auf die Reihe 13. Alaska Airlines ist eine der wenigen Fluggesellschaften, die ihren Flugbetrieb mit der Sitzreihe 13 durchführt. Aber wen wundert‘s: Alaska ist eben nichts für überängstliche Weicheier.

7. MYTHOS: Keine Überlebenschance bei einem Absturz
Kaum vorstellbar, doch die Überlebenschancen bei einem Flugzeugabsturz sind statistisch gesehen gar nicht so übel, wie man vielleicht glauben könnte. Laut einer Untersuchung des US-Bundesamtes für Transportsicherheit, das Unfälle innerhalb eines Zeitraumes von 20 Jahren unter die Lupe genommen und ausgewertet hat, überleben bei Flugzeugunglücken mehr als 95 Prozent der Passagiere. Insgesamt also keine schlechte Quote.

In gelingt es Whip Whitaker (Denzel Washington) mit einem waghalsigen Flugmanöver 96 der 102 an Bord anwesenden Passagiere und Crewmitglieder zu retten. Eine Leistung für die er zunächst als Held gefeiert wird. Bis eine Untersuchung des Absturzes ein anderes Licht auf den bejubelten Piloten wirft… – ab 20. Juni 2013 auf DVD, Blu-ray und als Video on Demand.

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