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FÜR IMMER ADELINE

FÜR IMMER ADALINE lässt jedes Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts in authentischer Ausstattung wieder auferstehen. Dazu zählt auch die Mode der Vergangenheit und Gegenwart. Für Blake Livelys stets zeitgemäße Garderobe, vom edlen Abendkleid bis zum Alltags-Look, zeichnen Oscar®-Preisträger Angus Strathie und sein Team verantwortlich.

Allein für die Hauptdarstellerin entwarf Strathie über 50 Outfits – daneben musste natürlich auch jeder Statist im Hintergrund korrekt gekleidet sein. Für den Kostümbildner ist der Film das reinste Epos. „Die Handlung erstreckt sich über fast hundert Jahre“, so Angus Strathie. „Meine Aufgabe war, für jede Zeit den passenden Look zu kreieren. In Adalines Kostümen sollten sich zudem die Erfahrungen und Gefühle spiegeln, die sie in der jeweiligen Zeit durchlebt.“

So entwickelte Strathie in enger Zusammenarbeit mit Lively und Regisseur Lee Toland Krieger ein Konzept, das sich zwar auf die Gegenwart konzentriert, aber immer Bezüge zu Adalines Vergangenheit herstellt. Als Adaline trägt Lively zeitlose Stücke, die ihre Erfahrungen aus über einem Jahrhundert spiegeln. „Alles sollte im Retro-Stil sein. Damit wollten wir zeigen, dass Adaline eine alte Seele ist“, erklärt Strathie. „Sie ist jung, charmant und wirkt modern, aber eben auch wie eine Frau, die schon seit hundert Jahren auf der Welt ist. Sie kauft sich natürlich nach wie vor Kleidung, wählt aber solche, die sie an früher erinnert. Eine Frau ihrer Generation – Adaline wurde 1906 geboren – würde elegant und stilsicher aussehen wollen, nicht grell und auffällig.“

Ob Schmuck, Handtaschen oder Mäntel: Strathie ging davon aus, dass Adaline einen Schrank voller Sachen besitzt, die sie im Lauf ihres langen Lebens getragen hat. „Der Mix aus Alt und Neu verleiht ihr einen ganz eigenen Stil. Bei einem Date mit Ellis trägt sie eine aufwendige Jacke aus den Zwanzigerjahren, dazu einen Pulli aus den Sechzigern und einen modernen Rock. Ihre Schuhe stammen aus den Fünfziger- oder Dreißigerjahren, die Handtasche aus den Vierzigern. Dieser Mix macht ihren persönlichen Look aus. Sie greift sozusagen auf ihre lange Zeit auf Erden zurück, und das gibt ihr eine gewisse Sicherheit.“

Ein Kleidungsstück trägt Adaline im Film gleich zwei Mal: das lange schwarze Kleid, das an die Roben der Vierziger erinnert. „Wir brauchten ein Kleid, das für beide Jahrzehnte passt“, erläutert Strathie. „Zum ersten Mal sehen wir es in den Vierzigern an Adaline, als sie mit den Matrosen flirtet und feiert, dann am Silvesterabend 2014 – und es wirkt kein bisschen aus der Mode gekommen. Wir sahen uns klassische Kleider von damals an, wählten die Elemente aus, die am besten zu Blake passten und kreierten daraus dieses nostalgische Retro-Kleid.“

„Adaline kleidet sich ein bisschen wie eine alte Lady, das mag ich an ihr“, so Blake Lively. „Auf ihre ganz persönliche Art ist sie konservativer als die meisten jungen Frauen in San Francisco.“ Die klassischen Rollkragenpullover waren übrigens Livelys eigene Idee, berichtet Angus Strathie. „Und es war eine tolle Idee. Sie lassen sie in positivem Sinne älter wirken, konservativer und angezogener.“ In Adalines Garderobe spiegelt sich außerdem der Lauf der Zeit wider. „Die Rocklängen und Schnitte erzählen ihre eigene Geschichte“, erklärt Lively. „Sie beginnt in der edwardianischen Ära. Die gesellschaftliche Rolle der Frau hat sich von 1906 bis heute stark verändert, und das zeigt sich auch in der Kleidung, bei Frisuren und Make-up.“

Blake Lively ist das Gesicht von Gucci. Das Modehaus stellte Stücke aus der neuen Kollektion zur Verfügung, die Modellen der Vierziger-, Fünfziger- und Sechzigerjahre nachempfunden sind, ein maßgefertigtes Abendkleid, das Lively in einer Schlüsselszene trägt, und entwarf gemeinsam mit Kostümbildner Angus Strathie besagtes Kleid, das Adaline zum Silvesterball trägt. „Gucci hat unseren Film fabelhaft unterstützt“, sagt Blake Lively. „Mein Lieblingsstück ist das goldene Abendkleid, das ich in der Schlussszene trage. Es zeigt definitiv eine andere Adaline als jene, die wir zu Beginn kennen lernen, mit ihren dicken Rollkragenpullis und den Oma-Schuhen. Die Kostüme haben mir sehr dabei geholfen, Adalines Geschichte zu erzählen.“

Die Maskenbildner trugen genauso zu Blake Livelys Verwandlung in Adaline bei. „Haare und Make-up sagen viel über eine Figur aus“, betont Lively. „Unser Team, Monica Huppert und Anne Carroll, hat elegante Looks kreiert. Sie stellten Bilder aus zig Büchern zusammen und orientierten sich an den Farben und Techniken der jeweiligen Zeit. Früher gab es nur vier Make-up-Töne und sieben Lippenstift-Farben. Also suchten sie gezielt nach diesen Produkten, als Basis für alles weitere. Diese Authentizität trägt viel dazu bei, Adalines lange Lebensgeschichte zu vermitteln.“ „Für jedes Jahrzehnt wollten wir einen typischen Look anbieten, den eine ganz normale Frau damals getragen hätte“, erklärt Anne Carroll.

„Denn Adaline versucht, ein möglichst normales Leben zu führen, mit der Zeit zu gehen und nicht aufzufallen.“ Vom damals angesagten Bob, den Adaline bei ihrer Hochzeit in den Zwanzigerjahren trägt, bis zum lässig geflochtenen Zopf im Jetzt: Adaline trägt immer eine zeitgemäße Frisur, die keine unnötige Aufmerksamkeit erregt. „Es hat großen Spaß gemacht, mit Blake alle Frisuren der jeweiligen Ära durchzuprobieren, bis wir die richtige gefunden hatten“, erzählt Carroll weiter. „Meine Favoriten sind Adalines Silvester-Frisuren – damals wie heute. Beide Male trägt sie die Haare offen und gewellt, aber trotzdem völlig verschieden. In den Vierzigern ist ihr Haar akkurat und streng gestylt, in der Gegenwart fällt es locker über eine Schulter.“

Um den richtigen Look für eine Figur zu finden, müssen Hair & Make-up und Kostüm Hand in Hand arbeiten, betont Monica Huppert. In diesem Fall kam noch der Star dazu: „Blake experimentiert gern“, lobt Huppert. „Sie hat mich bei meiner Arbeit ermutigt und unterstützt. Blake tut alles, um der Rolle gerecht zu werden.“ Lively und Huppert waren sich einig, dass Adaline ein wenig altmodisch aussehen sollte. „Es ging ja nicht nur darum, sie in die richtigen Kostüme zu stecken“, sagt Huppert. „Sie musste authentisch wirken und zu jeder Zeit die Grazie und Eleganz einer Dame ausstrahlen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts aufgewachsen ist. Die Veränderungen, die wir über die Jahre vornehmen, sind sehr subtil.“

„Unser Vorbild waren Ikonen der jeweiligen Zeit“, führt Huppert aus. „Aber Filmstars hatten auch früher schon einen Tross von Stylisten. Adaline ist jedoch keine glamouröse Hollywood-Diva. Also mussten wir einen natürlicheren, bodenständigen Stil für sie finden.“ Glücklicherweise sammelt Make-up-Expertin Monica Huppert klassische Kosmetika und konnte sich aus ihrem üppigen Fundus bedienen. „Wenn es darum ging, klassische Farben und moderne Produkte zu kombinieren, war das besonders praktisch“, so Huppert. „Früher waren die Farben viel intensiver, so etwas findet man heute kaum noch. Damit Adaline ihren persönlichen Stil beibehalten kann, benutzte ich immer dieselbe Farbpalette und variierte je nach Jahr Ton und Intensität. 1945 etwa benutzte ich etwas roten Lippenstift als Rouge.“

Am besten gefällt der Maskenbildnerin Adalines Look im Jahr 1929. „In den Zwanzigerjahren sahen die Frauen generell zum Anbeißen aus“, so Huppert. „Betonte Augenbrauen, knallrote Lippen – und schon sah Blake völlig anders aus. Diese Szene ist so gefilmt, dass sie an alte Schwarz-Weiß-Bilder oder leicht vergilbte Fotos erinnert. Also konnte ich richtig dick auftragen, so wie es damals bei Ikonen wie Clara Bow oder Louise Brooks gemacht wurde.

Statt Make-up wurde vor allem Puder benutzt und es gab keine große Farbauswahl. Deshalb hat Blake in diesen Szenen einen ganz anderen Hautton. Normalerweise versucht man ja immer, den natürlichen Ton zu treffen. Da hat es Spaß gemacht, mal absichtlich danebenzugreifen.“

Kinostarttermin: 9. Juli 2015
www.fuer-immer-adaline.de

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