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I’M STILL HERE

„Ich möchte die Rolle von Joaquín Phoenix nicht mehr spielen. Jetzt mache ich – ob euch das gefällt oder nicht – zum ersten Mal etwas, was wirklich mich selbst darstellt.” Joaquín Phoenix

Es beginnt alles im Herbst 2008: Der Schauspieler und Golden-Globe®-Preisträger Joaquín Phoenix („Walk the Line“) kündigt seinen Rückzug aus dem Filmgeschäft an, um sich als Hip-Hop-Musiker neu zu erfinden. „I’m Still Here“ ist das eindrucksvolle Regiedebüt des Schauspielers Casey Affleck, der das darauf folgende, turbulente Jahr mit der Kamera begleitet und Dinge zeigt, die man so noch nicht gesehen hat: grandios scheiternde Liveauftritte, entsetzte Agenten, irritierte Kollegen, Ben Stiller, der Phoenix zu einer Rolle in „Greenberg“ überreden will, ein grotesker Versuch, P. Diddy als Produzenten zu gewinnen, Phoenix beim Koksen und mit Prostituierten, während seine Haare immer länger werden und sein Körper immer ungepflegter. Ein verdammt komisches Panorama der Entgleisungen, Fehltritte, größerer und kleinerer Schnitzer. Casey Affleck dokumentierte den imaginären Abstieg des Hollywoodstars als bösen Kommentar zu den Fiktionen des Alltags im guten alten Hollywood.

„I’m Still Here” hatte 2010 bei den Filmfestspielen in Venedig außer Konkurrenz Premiere. Regisseur Casey Affleck stellte sein Werk persönlich vor. Der Film lief nur zweimal, beide Vorstellungen waren völlig überlaufen – und es war klar: „I’m Still Here” war ein alles in allem sagenhaft ungewöhnlicher Film und eindeutig eines der Ereignisse dieser Mostra. Unsichere Beobachter sprachen in Venedig von einem „Medienkrieg”, fragten: „Ist ‚I’m Still Here‘ ein übler PR-Gag, eine provokante Lüge, dem das Festival auch noch den roten Teppich ausgerollt hat?“. Internetforen diskutierten. Die Wahrheit werde ans Licht kommen, hörte man.

Nur eine gute Woche später war alles klar: Casey Affleck gab in der „New York Times” zu, das Ganze sei tatsächlich nur gestellt gewesen. Zwei Jahre seiner Karriere hat Joaquín Phoenix für dieses Projekt, in dem von Anfang an alles inszeniert wurde, gewidmet. Zwei Jahre spielte er eine seiner größten Rollen.

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