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Krieg der Welten

Das haben die Menschen wirklich geglaubt: Marsmenschen sind in New Jersey gelandet! Mit dieser Nachricht unterbrach der junge Orson Welles im Oktober 1938 im Radio seine Literatursendung und löste damit eine Massenpanik aus.

Ein ganz gewöhnlicher, ruhiger Sonntagabend. Unterschwellig herrschte jedoch ein Klima der Angst im Land, ausgelöst durch die Wirtschaftskrise und den drohenden Krieg in Europa. Das Radio war damals das Massenmedium schlechthin, und wie üblich hatten sich Millionen amerikanischer Familien im Wohnzimmer versammelt, um Nachrichten und Unterhaltungssendungen zu hören.

Der junge Orson Welles, der sich bereits als Theaterregisseur einen Namen gemacht hatte, leitete in jenem Jahr für den nationalen Radiosender CBS eine wöchentliche Hörspielreihe auf der Basis von Literaturklassikern. Die Ausgabe am 30. Oktober basierte auf H. G. Wells‘ Science-Fiction-Roman „Der “ und hatte die Form fiktiver Nachrichtenbulletins. Um 20.15 Uhr schickte Orson Welles eine Sondermeldung über den Äther: In New Jersey sind Marsmenschen gelandet!

Am folgenden Tag berichteten die Zeitungen im ganzen Land von Panikausbrüchen in der Bevölkerung. In New Jersey meldeten sich Reservisten der Armee in den Kasernen zum Kampfeinsatz. „Orson Welles schockt Amerika: Der “ untersucht die Hintergründe dieses Missverständnisses, das zu einer der größten Massenhysterien in der amerikanischen Geschichte führte. Im Mittelpunkt des Geschehens steht der erst 23-jährige Orson Welles, der die Sendung genial inszenierte und in einer Pressekonferenz souverän dazu Stellung nahm.

Die Doku “War of the Worlds” erklärt, wie das Stück gezielt die Hörgewohnheiten und Ängste des Publikums nutze. Der Film dokumentiert diesen Klassiker der Rundfunkgeschichte mit umfangreichem Archivmaterial. Es ist ein Lehrstück über die Macht der Medien.

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