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Nur noch einmal schlafen

Winter und Weihnachtslieder von Leonard Hahn

“Schreib doch mal neue Weihnachtslieder!”, wurde Leonard Hahn immer wieder in den diversen Einrichtungen, in denen er musikalisch rhythmische Früherziehung unterrichtet, von Eltern und Erziehern bestürmt. Zwar stehen die traditionellen Lieder hoch im Kurs, trotzdem wollte man mit den Kindern endlich auch mal andere, modernere Songs singen.

Der 37 jährige ließ sich nicht lange bitten, er öffnete sich diesem Wunsch, zog sich ins stille Kämmerlein zurück und brachte eines Tages die “Winterzeit” mit in den Kindergarten. Mit sensationellem Erfolg. Wo er auch hinkam schlug ihm seine Komposition aus unzähligen Kinderkehlen entgegen. In Windeseile avancierte das stimmungsvolle Lied, in dem Leonard Hahn seine Liebe zum Winter Ausdruck verleiht, zum Ohrwurm.

“Ich bin in einem kleinen Dorf in der Nähe von Schwäbisch Hall aufgewachsen. Wir hatten immer weiße, schöne Winter in denen wir Schlitten und Ski gefahren sind. Ich mag diese Aktivitäten in der krachenden Kälte sehr, genauso wie die winterliche Stille, die für mich etwas Verwunschenes hat.”

Den Kindern, Eltern und Erziehern war die “Winterzeit” bald nicht mehr genug und sie verlangen nach mehr. Sie rannten dem studierten Musiklehrer offene Türen ein. Der ging erneut in Klausur und legte mit “Utschi, utschi trallala” nach. Wieder ein Lied mit Ohrwurmcharakter, an dem die Kleinen ebenfalls einen Narren fraßen. Ihnen gefiel das fröhliche, peppige und schwungvolle Lied vom Weihnachtsmann, der sich auf den Weg zu den Kindern macht.

LeonardHahnSo entstand ein Lied nach dem anderen, bis ein ganzes Winteralbum zusammen war. “Das war wie eine Wechselwirkung. Ich brachte ein neues Lied mit und die Begeisterung der Kinder, diese Energie hat bei mir ein Feuer entfacht, das war wie ein ansteckendes Fieber, immer mehr und immer mehr zu schreiben.”

Die Kompositionen und Texte kamen geradezu angeflogen. ” Wenn ich im Urlaub bin, schreibe ich manchmal 3 Songs am Tag. Ich habe schon früher gerne Reime geschrieben, Hip Hop gehört, selbst gerappt und da merkte ich, es fällt mir leicht Texte zu schreiben und zu reimen.” Anklänge aus der Rap-Zeit hört man mit einem humorigen Augenzwinkern in dem durchaus melodischen “Schneemann”. Der wird von einem Schneeball getroffen, aber “für den Schneemann ist das okay, Mann.”

Die Winter und Weihnachtslieder hat Leonard Hahn letztes Jahr geschrieben und sie dann, begleitet von seiner Gitarre, bei “seinen Kindern” getestet. “Es ist schon etwas Besonderes, mit welcher Leidenschaft Kinder den Moment leben. Wenn ihnen etwas gefällt, sind sie mit 100 % dabei”. Bei dem flotten Lied “Schlittenfahren” kamen sie, auch ohne Schnee und Schlitten, mächtig in Fahrt und hatten einen Riesenspaß. Die Kinder setzten sich wie beim Bobfahren eng aneinander und legten sich waghalsig in die Kurven. In Schwung brachte sie auch der poppigste Song vom neuen Album “Die Weihnachtszeit ist wunderschön”, der die Spannung und Erwartung auf das Fest dynamisch umsetzt.

Wieder waren es die Eltern und Erzieher die ihm vorschlugen, eine CD aus seiner Liedersammlung zu machen, da sie sich den Tonträger für zu Hause wünschten, wenn Leonard Hahn nicht mit ihren Kindern musiziert oder spielt.
”, heißt einer der gefühlvolleren Titel, ein tiefgründiges Lied voller Charme und Wärme, der dem Album nun seinen Namen gibt. “Für mich drückt das genau die aufgeregte Vorfreude der Kinder aus”, erklärt Leonard Hahn. “Wenn Kinder einem großen Ereignis, wie Weihnachten, Geburtstag, der Einschulung, oder auch dem ersten Schnee entgegenfiebern, dann zählen sie immer die Nächte runter, bis es dann endlich heißt: .”

Für die perfekte Mischung auf seinem Album wollte Leonard Hahn aber auch nicht auf traditionelle Lieder und Gedichte verzichten und so bekamen die alten, schönen Reime in “Der Bratapfel” eine hinreißende Melodie von Christoph Klinger verpasst, so dass sich das Lied aufs harmonischste in den modernen Reigen der Eigenkompositionen einfügt. Ebenso passend machen sich auch die Klassiker “Kling, Glöckchen, klingelingeling”, ” Schneeflöckchen, Weißröckchen” und “Morgen Kinder wird’s was geben” auf diesem Album, denen Leonard Hahn seinen ganz eigenen, musikalischen, sanften aber festlichen Stempel aufdrückt. Wie es sich für Vollblutmusiker gehört, sind alle Instrumente live und liebevoll von Hand eingespielt und hochwertig von Leonard Hahn und Christoph Klinger produziert.

Leonard Hahn wurde zwar im Winter geboren, aber in einem heißen Land, nämlich in Tunesien. Bis sein genau ein Jahr älterer Bruder in die Schule kam, reiste die Familie viel und lebte u. a. ein Jahr auf Kreta. Vielleicht ist er deshalb so fasziniert vom Winter, da er ihn nicht von Geburt an, als etwas selbstverständliches kennen gelernt hat.

Der kleine Leo wuchs in einer musikalischen Familie heran. Der Vater spielte Gitarre, der Großvater Klavier. Es wurde viel gesungen und musiziert. Musik wurde nicht nur sein Beruf, sondern ist auch seine Berufung. Das künstlerische liegt ihm im Blut. Sein Großvater Mütterlicherseits ist Georg Karl Pfahler, ein preisgekrönter Künstler und Kunstprofessor. Großmutter und Mutter waren und sind ebenfalls Künstlerinnen und eben in diesem Umfeld konnte sich Leonard Hahn ganz selbstverständlich frei entfalten.

Als er mit 12 Jahren bei Freunden seiner Eltern erstmals ein komplettes Schlagzeug zu Gesicht bekam, erlebte er einen magischen Moment. Er wusste in dem Augenblick mit Sicherheit, dass er dieses wundervolle Rhythmusinstrument bedienen und beherrschen wollen würde. Kurz danach begann er mit dem Schlagzeugunterricht und mit 19 das Studium zur klassischen Percussion. Heute ist er freier Musiklehrer für musikalisch rhythmische Früherziehung und spielt als Schlagzeuger in diversen Projekten.

Für ihn sind diese Tage mindestens so aufregend, wie für die Kinder, das Warten auf Weihnachten. Zwar bringt er mit “”, nicht seine erste CD heraus, doch aber erstmals in Eigenregie, auf seinem Label LALALEO. Sein Buch „Mimis Reise um die Welt“ mit Liedern und Spielideen und die CD “Mimis Reise – Geschichtenlieder” erschienen 2013 im Herder Verlag. LALALEO heißt nicht nur sein Label, so heißt auch ein Lied, dass er für “seine Kids” komponierte und was daraufhin zum Spitznamen für Leonard Hahn selbst wurde. Denn für die Kinder, die er unterrichtet, ist er der Leo mit der Gitarre, der spielt und singt, also mit ihnen Musik, eben Lala macht.

Mit seinem neuen Album “” will er nun alle Kinder im deutschsprachigen Raum und ihre Eltern erobern und warum sollte ihm das nicht gelingen? Denn herausgekommen sind zehn stimmungsvolle Lieder mit kindlich charmanten, zum Teil lyrischen Texten. Die Melodien fröhlich verspielt, über peppig und poppig, bis verträumt und festlich. Doch alle Lieder eint ein gewisser Zauber, den man vom ersten Schnee kennt, etwas sanftes, zartes, leises. Eine moderne Winter- und Weihnachts-CD, für die ganze Familie, die das Zeug zum Klassiker hat.

VÖ: 06:11.15

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