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Faszination Puppenhaus

Seit rund 500 Jahren faszinieren Puppenhäuser Jung und Alt. Waren sie früher vor allem Schaustücke, die den Reichtum wohlhabender Bürger repräsentierten, sind sie seit dem 18. Jahrhundert ein beliebtes Spielzeug – anfangs besonders bei Mädchen.

„Im Spiel übten sie ihre späteren Aufgaben im Haushalt“, so die Kinderexpertin Dr. Miriam Bachmann. Heute ist das anders: Es geht beim Spielen mit den Puppenhäusern vor allem um den Spielspaß. Durch den Einzug von Konstruktionsspielzeug in die Ministuben gesellt sich zum Rollenspiel der Bauspaß hinzu.

Und auch Jungs begeistern sich für die kleinen Häuser. Zudem sind die Spielmöglichkeiten vielfältiger geworden: Herausnehmbare Tapeten und detailreiche Zimmer wie im LEGO DUPLO Familienhaus bieten Kindern ab zwei Jahren unendlichen Spielspaß, der mit jedem Tag wächst.

Die Geschichte des Puppenhauses reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück: Damals ließ, wer viel Geld besaß, sein Haus als Ausstellungsstück en miniature nachbilden und zeigte es vor allem in der Weihnachtszeit gern. Jedes Möbelstück und jedes Zimmer war aus Holz gebaut und detailliert dargestellt. Das faszinierte Erwachsene und Kinder gleichermaßen.

Aber erst ab dem 18. Jahrhundert durfte mit den Puppenhäusern auch gespielt werden. „Vor allem Mädchen sollten dadurch im häuslichen Bereich geschult werden“, weiß Dr. Bachmann. „Umso wichtiger ist die Wandlung zu heutigen Puppenhäusern zu bewerten. Durch Konstruktionsspielzeug bietet das Interieur viel mehr Variationsmöglichkeiten:

Kinder können Räume aktiv verändern oder einzelnen Bausteinen neue Bedeutungen zukommen lassen. Das verstärkt den kreativen Handlungsspielraum enorm. So können auch Jungs im Rollenspiel ihre sozialen Kompetenzen erweitern“, erklärt die Kinder- und Jugendpsychotherapeutin.

Kaum ein Spielzeug ist so geeignet für Rollenspiele wie die Puppenstube. Hier finden Kinder die meist übliche und bekannte Zimmeraufteilung in Wohn-, Ess- und Schlafbereich vor. Utensilien und Möbel entsprechen denen im eigenen Zuhause oder eröffnen neue, spannende Welten. Ab ca. drei Jahren vertiefen Kinder sich gern in das beliebte Vater-Mutter-Kind-Spiel und imitieren Situationen aus dem Alltag: Ist mein Kind hungrig?

Braucht es ein Bad? Wer bringt es ins Bett? „Diese So-tun-als-ob-Spiele sind für Kinder sehr wichtig“, erläutert Miriam Bachmann. „Hier üben sie agieren und reagieren. Und das Einfühlungsvermögen in Bezug auf andere Personen wird gefördert. So erweitern sich soziale Kompetenzen in den Bereichen Interaktion und Kommunikation – bei Mädchen wie bei Jungen.“

Aber auch Quatschmachen ist erlaubt: Dann kommen die Eltern bereits um 16 Uhr ins Bett und die Puppenkinder bestimmen den weiteren Tagesablauf.

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