Licht an! Mein großes Entdeckerbuch

Aus der Reihe Meyers kleine Kinderbibliothek werden neben dem Format ca. 15×18 cm (bestehend aus 24 Seiten) auch “große Bücher” im Format ca. 21×23 cm (bestehend aus 49 Seiten) angeboten. Die Bücher bestehen aus stabilen Pappseiten (Hochglanz) und aus 6 bedruckten Folienseiten. Kinder ab 4 Jahren können damit auf Entdeckungstour gehen. Das Buch ist in 4 Themenbereiche (Am Nachthimmel, Tiere im Dunkeln, Nachts im Zoo, Nachts in der Stadt) strukturiert.

Alle Seiten haben einen schwarzen Hintergrund. Auf den einzelnen Seiten findet man großzügige bildliche Darstellungen und wenige Erläuterungen dazu. Dagegen animieren die bedruckten Folienseiten zur Entdeckungstour. Die “Taschenlampe” aus Papier schiebt man zwischen die Folie und die schwarzen Pappseiten und bewegt sie auf der ganzen Buchseite entlang. Dadurch werden die Abbildungen wie Sternbilder, Gebäude, Tiere, Pflanzen und ein Markt auf der Folie sichtbar gemacht. Die gegenüberliegende Seite zeigt das Thema auf der Folienseite mit einem kurzen Einführungstext und einer Frage, was auf der Folie gesucht werden soll.

Unsere Kinder von 4 und 5,5 Jahren kannten bereits ein Buch aus der Reihe “!”  Allerdings das kleinere Format. Die Neugierde war sofort geweckt. Die Kleine holte mangels einer zweiten “Taschenlampe” sofort das kleine Buch und entnahm daraus die kleinere “Taschenlampe”. Nun waren beide “gerüstet” und es konnte losgehen. Die großen Abbildungen wie z. B. vom Mond, von Blitzen oder vom Polarlicht über jeweils eine Seite sind schöne Aufnahmen, die beeindrucken, aber auch viele Fragen nach sich ziehen: “Weshalb hat der Mond so viele Luftblasen und warum ist er braun und nicht gelb?”  “Warum gibt es die Polarlichter nur am Nord- und Südpol und warum ist das Polarlicht so bunt?”

Auch auf der Seite zu den Planeten gibt es mehr Fragen als Antworten. “Warum hat jeder Planet eine andere Farbe und warum haben einige Planeten einen Ring um sich herum?” Hier wird man als Elternteil ganz schön gefordert, weil das Buch keine textliche Unterstützung bietet. Eine Abbildung zu den Mondphasen und vom Planetensystem würde einige Fragen auch bildlich besser erklären.

Zum Glück gibt es für die Eltern im Abschnitt “Tiere im Dunkeln” erst einmal eine kleine Entspannungspause. Hier werden Eule, Katze, Nachtfalter, Fledermaus, Maus, Igel und noch mehr Tiere der Nacht abgebildet und benannt, sowie kleine Erläuterungen beigefügt. Zwischen der Seite Tiere der Tiefsee und Tiere im Zoo gibt es eine Doppelseite von einer Wiese mit Bäumen, Schafen usw. Diese Seite kündigt den Tag an. Im nachfolgenden wird es jedoch wieder Nacht, denn alle Besucher des Zoos verlassen ihn und er wird geschlossen.  Anschließend kommen die Seiten “Bei den Reptilien”, dann die dämmerungsaktiven Raubtiere, danach befindet man sich im Wildgehege, bei den Vögeln, bei den Affen usw.

M. E. müssten die Seiten anders sortiert werden, so dass zuerst die nachtaktiven Tiere gezeigt werden und mit Hilfe der Doppelseite der Übergang zu den tagaktiven Tieren erbracht wird. Außerdem sollten auf der Seite -der Zoo schließt – nur die nachtaktiven Tiere stehend bzw. laufend in den Gehegen abgebildet und auf der Seite der Zoo öffnet, sollten die nachtaktiven Tiere schlafend dargestellt werden. Die tagaktiven Tiere sollten entsprechend umgekehrt aufgezeigt werden.

Im letzten Abschnitt wird die Nacht in der Stadt näher beleuchtet. Insbesondere im Stadtzentrum sieht man den Nachtwächter das Museum, die Einkaufshäuser und die Büros bewachen. Auf den weiteren Seiten befindet man sich nachts auf den Straßen, im Krankenhaus, bei der Post, im Flughafen sowie im Großmarkt, auf der Baustelle und zum Schluss im Steinbruch. Der letzte Abschnitt lässt wenig Fragen offen, da sich diese Seiten den Kindern durch die Abbildungen und die kleinen Textzeilen schnell erschließen.

Meyers kleine Kinderbibliothek

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