Wer war’s?

Nach dem Erfolg des gleichnamigen Spiels 2008 erscheint nun das passende Kinderbuch hierzu. Das Problem dabei ist, wenn man etwas reproduziert, was erfolgreich war, kann das „Gesamtprodukt“ beschädigt werden.

In dem Fall hat sich der Mut oder das Kalkül der Macher gelohnt. In der Geschichte trifft man alte Bekannte wieder, mit denen man im Schloss den Ring gesucht hatte. Im Spiel hat man gegen die Zeit gespielt, in der Geschichte entscheidet der Leser, wie sie weiter geht.

Wieder will der böse Zauberer Boromir das Schloss erobern. Doch es wird durch einen magischen Ring geschützt. Aber ein Dieb hat den Ring gestohlen. Nun muss der Leser mit Hilfe der beiden Königskinder den Dieb entlarven, bevor die Turmuhr sechs Mal schlägt. Also ist Eile geboten.

Jedes Mal wird dem Leser die Wahl gelassen, auf welcher Seite er die Geschichte fortsetzen will. Geht er erst in die Kapelle oder durchsucht er die Küche nach Hinweisen. In den Räumen trifft er dann auch die Tiere, die entscheidende Hinweise auf den Dieb geben können.

Dies tun sie aber nicht ohne eine Gegenleistung sprich Futter. Hat man Futter dabei, gibt es einen Hinweis zum Dieb, z. B. dass der Dieb eine Kopfbedeckung trägt. Damit können andere Personen ausgeschlossen werden. Vielleicht findet man ja auch einen Schlüssel für eine Truhe. Dann steht die Entscheidung, ob man in den entsprechenden Raum geht oder einen anderen Weg einschlägt.

Wenn man Glück hat, hilft die Fee weiter. Es kann aber auch passieren, dass durch eine falsche Entscheidung die Turmuhr gleich zwei Stunden weiterspringt. Dann heißt es gut zu kombinieren. Vielleicht ist man der Lösung schon ganz nahe.

Die Art, ein Buch durch eigene Entscheidungen zu lesen, macht die ganze Geschichte sehr spannend. Toll ist auch, dass sich auf den ersten Seiten sowohl eine Karte vom Schloss mit den einzelnen Zimmern und den dazu gehörenden Tieren befindet als auch, dass alle möglichen Verdächtigen abgebildet sind. So kann man immer wieder mal schauen, wer als Dieb noch in Frage kommt.

Ich hatte beim Lesen außerdem nie das Gefühl, eine Seite doppelt gelesen zu haben. Ob ich dabei aber alle Seiten des Buches tatsächlich gelesen habe, kann ich nicht nachvollziehen. Trotzdem war ich dem Täter auf der Spur und konnte ihn entlarven.

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