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Der ultimative WIZARD Zeichenkurs

So zeichnet man Comics – Grundlagen und Anatomie
Comics und Mangas liegen nach wie vor im Trend. In den Kinosälen läuft fast jeden Monat eine neue Umsetzung eines Kultcomics an. Um mal einige zu nennen: Batman, Spiderman, X-Man, Captain America, Green Lantern, … – kurzum, über mangelnde Aufmerksamkeit kann sich das Genre kaum beklagen.

Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass sich so mancher Leser mit einem Stift bewaffnet hinter einen Papierblock klemmt und selber anfängt zu zeichnen. Wie man sich auch als jemand ohne künstlerische Ambitionen vorstellen kann, sind derartige Versuche oftmals nicht besonders schön geschweige denn, dass sie als gelungen bezeichnet werden können. Das hier vorgestellte Heft will dahingehend Abhilfe schaffen…

Als ich das erste Mal dieses Heft in den Händen hielt, war ich nicht besonders begeistert. Zum einen gibt es eine Vielzahl an „Comic-Zeichnen für Dummies“-Ausgaben, zum anderen waren diese meist ziemlich primitiv oder viel zu anspruchsvoll. Kurzum: Wirklich überzeugen konnte mich bisher keine der zahlreichen von mir begutachteten Produkte, am Ende blieb maximal das Fazit „ein Versuch war es wert“.

Bei diesem Exemplar war ich jedoch angenehm überrascht. Bereits der Einstieg und die Gliederung waren sehr gut gewählt. Während zu Beginn die wesentlichen Grundlagen (Arbeitsgrundutensilien und Basiswissen) abgehandelt werden, steigert sich der Schwierigkeitsgrad und kommt schlussendlich beim Zeichnen von Figuren mit Sexappeal u. ä. an. Die einzelnen Kapitel selbst sind hervorragend ausgearbeitet, die Arbeitsabläufe kurz und knapp in einfachen Worten beschrieben – vor allem die Übersichtlichkeit sowie die sehr anschaulichen Illustrationen konnten punkten.

Interessant war in der Hinsicht auch die Auswahl der einzelnen Autoren, bei denen es sich um sehr bekannte Künstler – also Meister ihres Faches – handelte. Die Arbeitsanweisungen, Tipps und Tricks wirkten dadurch nicht nur authentischer, sondern den Aussagen verlieh dies auch noch eine gewisse Autorität. Kurzum: Über die Qualität dieses Kunstexkurses ließ sich nicht streiten, zwar hätte man an der einen oder anderen Stelle mehr ins Detail gehen oder ein paar Übungen einbauen können, aber im Großen und Ganzen – vor allem im Hinblick darauf, dass es sich eher um ein Überblickswerk handelt – wurde hier eine sehr gute Leistung abgeliefert.

Zwar ist das Buch wenig geeignet dazu, neue Stars am Comic-Himmel hervorzubringen, das ist aber auch nicht das Ziel des Ganzen. Interessierte Laien werden hier Stück für Stück an das Comiczeichnen herangeführt. Ohne Hektik oder übertriebe hochtrabende Erklärungen wird dem Leser ein qualitativ hochwertiger Einstieg geboten. Auch der Preis ist dahingehend mehr als gerechtfertigt, mit knapp 13€ bewegt sich dieser im durchaus gängigen Rahmen.

Erschienen ist „Der ultimative WIZARD Zeichenkurs: So zeichnet man Comics – Grundlagen und Anatomie“ bei Panini Comics. Das Kleinod hat einen Umfang von 120 Seiten und ist Comicfreunden ab einem Alter von ca. 14-15 Jahren zu empfehlen.

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