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Realm of Kings

Außerirdische Superhelden, die den Bösewichten ordentlich einheizen: Das ist der Stoff, aus denen Comic-Träume gemacht sind. „“ ist die Fortsetzung von „War of Kings“ und knüpft direkt an die Tradition actionhaltiger Storys mit dem Fokus auf den dazu passenden Heroen an. Ob der Comic damit gleichermaßen erfolgreich ist, bleibt freilich abzuwarten…

Das Wichtigste gleich zu Beginn: Der Comic ist durchaus empfehlenswert, obgleich es sich nicht um den ganz großen Wurf handelt. Dem geneigten Leser wird kein Meisterwerk vor dem Herrn geboten, dafür aber eine sehr spannende und unterhaltsame Lektüre. Kernproblem ist hier nicht die sehr spannende Story, sondern vielmehr die Tatsache, dass man ohne Vorkenntnisse kaum inhaltlich erhebliche Verständnisprobleme bekommt.

Die Story setzt genau an der Stelle an, wo „War of Kings“ aufgehört hat: Vulcan und Black Bolt verschwanden, hinterließen aber einen riesigen Riss im Raum-Zeit-Gefüge. Die Größe dieser Katastrophe kann kaum mit den richtigen Worten umschrieben werden, denn darin hätte eine ganze Galaxie Platz. Das Sprichwort „Operation gelungen, Patient tot“, könnte für diesen Zustand kaum treffender sein, denn nun gilt es, größeren Gefahren zu trotzen…

Unzählige Charaktere und Ereignisse (in verschiedenen Geschichten) stürmen regelrecht auf den Leser ein, kein Wunder dass man als Neuling recht schnell die Übersicht verliert. Für Einsteiger ist dieses Weltraumepos jedenfalls nicht, wer sich von dem Comic angesprochen fühlt sollte sich zuerst durch den Vorgänger kämpfen, ansonsten bleibt das Verständnis auf der Strecke.

Für Fans von „War of Kings“ ist das Ganze jedoch ein echter Leckerbissen: Die Story geht spannend weiter und bringt dem Leser – ganz ohne Längen und Hänger – eine spannende Lesezeit. Was uns jedoch ein wenig störte, waren die nicht ganz so gut gelungenen Zeichnungen, auch die Farbgebung hätte besser sein können. Uns erinnerte diese stellenweise an die visuelle Aufmachung aus den längst vergangenen Tagen der Straßencomicverkäufer, die mit eher detailarmen und mäßig kolorierten Produkten aufwarteten. Hier hätte man – an der einen oder anderen Stelle – einen deutlich höheren künstlerischen Anspruch an den Tag legen können, obgleich es hier auch Lichtblicke gibt (hervorzuheben sind eher die Andrea di Vito und Bruno Hang) und insgesamt eine ordentliche Leistung abgeliefert wurde.

Das Heft schlägt mit seinen knapp 150 Seiten ordentlich zu Buche: Der geneigte Leser muss ca. 17€ für das Kleinod berappen. Der Preis ist zwar nicht zu hoch bemessen, dennoch bestärkt dies unsere Position, dass sich der interessierte Leser zuallererst den Vorgänger zu Gemüte führen sollte, bevor er sich zum Kauf dieses Comics entschließt.

Geeignet ist das Comic ab einem Alter von ca. 14 Jahren und erschien bei Marvel ().

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