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Alice im Wunderland 3D

Tim Burtons Verfilmung hält sich nicht an das Original von Lewis Carroll. Das Manuskript hierzu hatte Carroll bereits 1863 veröffentlicht. Aber das eigentliche Buch wurde erst einige Jahre später veröffentlicht.

In verschiedenen Aufzeichnungen kann man nachlesen, dass eine Frau – Alice Liddell – ihn zu der Geschichte inspiriert hat. Mit der Geschichte von Alice hatte Carroll Kritik am damaligen Schulsystem geübt, da die Kinder nur verschiedene Lektionen auswendig lernen mussten, ohne dass diese Hintergründe erfahren haben.

Schon als Kind hat Alice von einer bunten eigenartigen Welt geträumt, aber ihr Vater hat ihr gesagt, dass dies kein Problem ist und sie sich nicht beunruhigen muss. Jahre später, als ihr Vater verstorben war, soll nun die 19-jährige Alice Kingsley () auf einer Gartenfeier einen Heiratsantrag von Hamish erhalten. Er ist zwar der Sohn eines Lords, aber eher ein langweiliger Typ, der, wie seine Mutter verrät, auch noch Verdauungsprobleme hat.

Vor lauter Angst rennt sie weg und lässt Hamish einfach so stehen, ohne ihm eine Antwort zu geben. Schon kurz vorher hatte sie ein weißes Kaninchen beobachtet, welches sogar mit einer Weste bekleidet war. Das Kaninchen verschwindet in einem Loch unter einem Baum und Alice geht ihm hinterher. Nach einem langen Fall gelangt sie in einen Raum mit vielen Türen, nur sind die bis auf eine kleine Tür verschlossen. Durch einen Trunk schrumpft Alice, so dass sie durch die Tür passt und gelangt so in die traumhafte Welt.

Der Zuschauer begleitet Alice ins bizarre Unterland, in eine Welt voller Magie und Illusionen. Seite an Seite mit ihren Freunden, dem verrückten Hutmacher, der Grinsekatze, dem Märzhasen, der Wasserpfeife rauchenden Raupe Absalom und dem weißen Kaninchen, versucht Alice, die Herzkönigin und den Jabberwocky zu besiegen.

Dem Regisseur Tim Burton, der mit dem Film “Edward mit den Scherenhänden” oder „Charlie und die Schokoladenfabrik“ bereits großartige bizarre Filme produziert hat, ist hier bezauberndes Märchen für Erwachsene, die Kind geblieben sind, gelungen. Dabei hatte Burton dank eines Stipendiums der -Studios erst Trickfilmkunst studiert und arbeitete so erst als Zeichner, u. a. an Cap und Capper. Durch den Kurzfilm Vincent, den er im Auftrag der -Studios gedreht hatte, gelang ihm der Wechsel als Regisseur. Aber gerade die Erfahrungen, die Burton im Zeichentrick- und Animationsfilm gesammelt hatte, sind das Aushängeschild für seine bizarren schrägen schönen Filme.

Burton hat mit , der den Hutmacher spielt, eine ideale Besetzung gefunden, denn kaum einem anderen gelingt die Darstellung von solchen schrulligen Typen wie Depp. Und , die die Alice spielt, zeigt mit ihren 20 Jahren, dass sie viel Talent besitzt.

Sie geht voller Neugierde durch diese bunte verrückte aber auch unterdrückte Welt. Dabei sucht sie auch nach sich selber, so dass man hier auch viele Parallelen zum Erwachsenwerden feststellen kann. Aber auch die anderen menschlichen Darsteller, wie als Rote Königin sowie als Weiße Königin, zeigen dass ihnen das Spielen viel Spaß bereitet.

Alice im Wunderland ist eine gelungene Verfilmung, die aber nicht für die jüngeren Zuschauer geeignet ist, denn nicht umsonst wurde dieser Film erst ab 12 Jahren eingestuft.

Neue Box
Walt Studios Home Entertainment bietet hier die Blu-ray 3D-Discs an, die die 3D-Version sowie eine normale Version enthält. Die Bedingung hierbei ist, dass man die entsprechende 3D-Technologie, sprich Fernseher, besitzt. Hier beweist , dass sie bei der Umwandlung bzw. Anwendung dieser Technologie Spitzenreiter sind. Das Problem besteht darin, dass zurzeit nur wenige Haushalte diese Technologie besitzen. Dies wird sich aber in den nächsten Jahren ändern, vor allem wenn das entsprechende Angebot stimmt. So plant weitere Klassiker mit dieser Technologie zu versehen, u.a. auch König der Löwen.

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