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American Hustle

Es ist der typisch amerikanische Traum, Karriere, Geld und Macht. Vom Tellerwäscher zum Millionär.

Und wenn das nicht mit normalen Möglichkeiten geht, muss man eben ein wenig nachhelfen. Irving Rosenfeld (Christian Bale) hat gesehen, wie es seinem Vater gegangen ist, dessen Glaserei nie so richtig lief. Also hat er als Kind ein wenig nachgeholfen, schließlich liegen Steine doch auf der Straße herum und so kann man doch diese benutzen, um das Geschäft anzukurbeln.

Was also schon in der Kindheit funktionierte, soll erst recht später auch gehen. Nach außen hin hat er einen Waschsalon, aber das eigentliche Geschäft sind die kleinen Gaunereien. Gefälschte Kunstwerke werden anderen Leuten angedreht oder man verspricht Leuten, die in Geldnot sind, Kredite.

Dafür müssten sie eine Gebühr von 5000 Dollar zahlen. Erfolgsgarantien werden aber nicht gegeben. So trifft er auf Sydney Prosser (Amy Adams), die dann seine Geliebte und Geschäftspartnerin wird. Sie gibt sich als adlige Engländerin Lady Edith Greensly aus, die erstklassige Kontakte zur englischen Bankenwelt hat.

Durch ihre Hilfe wird er noch erfolgreicher. Nur ein Problem gibt es dabei, Irving ist verheiratet. Und das andere Problem, bei ihren Gaunereien werden sie vom FBI-Agenten Richie DiMaso (Bradley Cooper) erwischt. Die Geliebte wird kurzerhand festgenommen, weil diese einen Scheck angenommen hat. Nach ein paar Tagen Gefängnis haben sich beide bereit erklärt, für das FBI zu arbeiten. Das FBI will korrupte Politiker überführen.

So wird Bürgermeister Carmine Politio (Jeremy Renner) aus Camden, New Jersey als Ziel ausgewählt. Aber das Ganze läuft irgendwie aus dem Ruder, vor allem weil die Mafia mit im Boot sitzt und Irvings neurotische Ehefrau Rosalyn (Jennifer Lawrence) mehr als nur mit den falschen Leuten redet.

Die Geschichte hat einen tatsächlichen Hintergrund, denn das FBI hatte Ende der 70er Jahre einen Bürgermeister und mehrere Abgeordnete, die eine größere Summe von einem angeblichen arabischen Scheich bekommen haben.

Er benötigte dafür Schutz und Hilfe beim Geld Schmuggeln. Dass dahinter sich das FBI verbirgt, haben die Politiker nicht geahnt. Der Regisseur David O. Russell hatte diese Idee aufgegriffen und wesentlich verfeinert. Ironie und eine Spur Sarkasmus – das sind die Merkmale dieses beeindruckenden Films, der es schafft, immer die richtige Balance zu halten und auch ab und zu mal so richtig zu übertreiben, dass es einfach nur Spaß macht. Vor allem wenn Jennifer Lawrence zu „Live And Let Die“ loslegt.

Aber auch die Wahl der Schauspieler ist passend. Ihnen merkt man die sichtliche Freude am Spielen dieser zum Teil skurrilen Figuren regelrecht an. Besonders unserem kleinen Ganoven, der zwar mit dem Rücken an der Wand irgendwie aus der Sache heraus will und sich dazu allerhand einfallen lässt.

hat zwar hier und da ein paar kleine erzählerische Schwächen, die aber durch die Schauspieler und die gelungene Satire leicht überspielt werden. Ein Film, der einfach nur zum Niederknien ist.

  • Regisseur: David O. Russell
  • Länge: 138 Minuten
  • Auszeichnungen: Golden Globe Award/Bester Film – Komödie oder Musical, mehr
  • Mit Christian Bale, Bradley Cooper, Amy Adams mehr
  • Genre Tragikomödie , Thriller
  • Verleiher Tobis Film

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