Cell 211

Schon zu Beginn des Films läuft dem Zuschauer ein kalter Schauer über den Rücken, wenn er beobachten muss, wie sich ein Mann in Zelle 211 die Pulsadern aufschneidet.

Dann erfolgt ein harter Schnitt, so dass man am Anfang diese Szene mit der anderen erst später in Verbindung bringt. Juan Oliver will seinen neuen Job in einem Gefängnis in Spanien antreten.

Um seine Arbeitsstelle besser kennenzulernen, ist er schon einen Tag eher im Gefängnis und ist gerade auf einem Rundgang mit seinen Kollegen.

Er befindet sich gerade im Hochsicherheitstrakt des Gefängnisses und er erfährt dabei einige Hintergründe zu bestimmten Häftlingen. Aber als sie im Hochsicherheitstrakt sind, beginnt das Chaos. Putz fällt von der Decke und verletzt Juan so, dass er ohnmächtig wird. Zum gleichen Zeitpunkt beginnt ein Gefängnisaufstand. Die Wärter, die Juan herumgeführt haben, legen Juan in die Zelle 211, um einen Arzt zu holen. Keiner konnte ahnen, dass jetzt ein Chaos ausbricht.

Die beiden Anführer des Aufstandes sind der raubeinige Kastilier „Malamadre“ und der Kolumbianer „Apache“. Um zu überleben, gibt sich Juan als Mörder aus und die Verletzung an der Stirn stammt von einer Misshandlung der Wärter. In dieser Welt herrscht nun Chaos und die Häftlinge lassen ihre Wut an dem Inventar und einem Aufseher aus. Da Malamadre nicht schreiben kann, kommt ihm Juan gerade recht, vor allem in der Hinsicht, dass er gleich zu Beginn mit guten Ideen den Anführer unterstützt.

Dass sich gerade zum Zeitpunkt des Aufstandes auch Häftlinge der ETA im Gefängnis befinden, wird erst später deutlich. Diese werden von Malamadre als Geißeln genommen, so dass ihre Forderungen auch Gehör finden. Nur zum gleichen Zeitpunkt bereitet die Polizei die Erstürmung des Gefängnisses vor. Die Revolte wird nun ein politisches Problem, denn wenn wie angekündigt die ETA Häftlinge ermordet werden sollen, kann sich daraus für Spanien ein Flächenbrand ergeben, der nachher nicht mehr unter Kontrolle zu halten ist.

Der Film basiert auf der Grundlage des Romans von Francisco Pérez Gandul. Dieser Film stellt eine Welt vor, die von rauer Natur, Verrat und Freundschaft gezeichnet ist. Der Film bietet zahlreiche Wendungen, an die der Zuschauer gar nicht denkt, denn einen glatten Verlauf bietet die Geschichte überhaupt nicht. Und Juan verliert im Laufe der Geschichte seine hochschwangere Frau, die vor dem Gefängnis durch Aufseher niedergeschlagen wurde. Dieser Film wurde in einem stillgelegten Gefängnis gedreht und zahlreiche Statisten waren wirkliche Häftlinge und standen dem Regisseur mit Rat und Tat zur Seite. Celda 211 ist spannend aber trotzdem unpolitisch bezüglich der ETA. Der Film erhielt 2010 acht Goyas, die höchste spanische Filmauszeichnung.

  • FSK: ab 16
  • Laufzeit: 108 min
  • Tonformate: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
  • Spanisch (Dolby Digital 5.1)
  • Action / Thriller
  • Spanien / Frankreich 2009
  • Vertrieb: Senator Home

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