Das Wochenende

Die Vergangenheit kann einen schnell wieder einholen, ohne dass man selber darauf Einfluss hat. So ergeht es Ingas (), als diese von ihrer Freundin eingeladen wurde. Vor Ort ist auch Jens (), der früher einmal der RAF zugehörig war.

Als Vorlage zum Film diente der gleichnamige Roman von Bernhard Schlink, welcher 2008 auf dem Markt erschien. Dabei wird ein Thema aufgegriffen, welches Deutschland damals in Atem gehalten hat. Die RAF – Rote Armee Fraktion, die mit ihrem Terror und den Morden für Unruhe gesorgt hat. Jens, der nun nach 18 Jahren Haft entlassen wurde, sieht seine Taten nicht ein. Nein, er will jetzt nur wissen, wer ihn damals verraten hat. Zur Party hatte Tina (), Jens’ Schwester eingeladen, ohne dass die anderen erahnen, was sie dort erwartet.

Nun treffen sich alle die, die damals zusammen waren. Da ist Henner (), er war der beste Kumpel von Jens. Er hat mit seiner Vergangenheit Geld gemacht, indem er ein Buch geschrieben hat. Und Inga war seine Freundin, die nun als Literaturagentin arbeitet und mit Ulrich (), einem Konditor der gehobenen Klasse verheiratet ist.

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So knallen zwei verschiedene Welten aufeinander. Und es werden Vorwürfe laut, warum die anderen ihre Ideale verraten haben. Leider hat sich das Problem des Buches auch auf den Film übertragen, welcher sehr lange und zum Teil aus langweiligen Dialogen bestand.

Vor allem fehlte den Dialogen eine entsprechende Spritzigkeit. Außerdem fehlen im Film zwei Figuren.

Was positiv am Film ist, ist die Form, die man gewählt hatte, denn hier besticht das Kammerspiel und vor allem die düsteren Bilder wurden zum Thema gut gewählt.

Aber man hat auch hier nicht geschafft, das Thema einmal tiefgreifender zu beleuchten, nein er bleibt wie viele andere Filme, die sich mit diesem Stück deutscher Geschichte beschäftigen, nur an der Oberfläche.

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