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Der dunkle Fleck

Die Idee zur reihe hatte Horst Jaedicke, der zu diesem Zeitpunkt Fernsehdirektor des SDR war. Die erste Folge mit dem Titel „Taxi nach Leipzig“ wurde am 29.11.1970 in der ARD ausgestrahlt.

Von da an war der Erfolg dieser reihe nicht mehr aufzuhalten. Was viele nicht mehr wissen, dass der als Nachfolger für die bisher erfolgreiche Serie Stahlnetz produziert wurde. Von Anfang an wurde auf einen Wechsel der Kommissare Wert gelegt, so dass sich die Zuschauer mit dem jeweiligen Handlungsort identifizieren konnten.

Eine der schillernsten Kommissare war dabei Schimanski, der eigentlich nicht in das Schema eines Polizeiermittlers passte. Hier gab es auch die Besonderheit, dass zwei  Kinofilme, Zahn um Zahn und Zabou, produziert worden sind.

In derzeit über 750 Episoden haben in den vergangenen vier Jahrzehnten über 70 Kommissare/Teams ermittelt.

Die E sind Auftrags- bzw. Co-Produktionen der Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland (ARD) und des Österreichischen Rundfunks (ORF).

Von 1990 bis 2001 beteiligte sich auch das Schweizer Fernsehen (SFDRS) an der Reihe.

Was wäre der ohne seine eindringliche Vorspannmusik? Klaus Doldinger hat sie geschrieben. 1970. Ganz spontan, als ihm der 30 Sekunden kurze Vorfilm in einem Münchner Schneideraum vorgeführt wurde.

Der Startschuss für die DVD-Veröffentlichung fällt im Dezember 2009 mit einer ersten Welle von Einzeltiteln sowie gebündelten Städte- und Kommissarboxen. Mit den Einzel-DVDs kann jeder Fan gezielt seine Lieblings-Folgen erwerben und sich damit seine eigene -Sammlung selbst zusammenstellen.

Die Kommissar-Boxen, die vier -Folgen enthalten werden, sollen vor allem Fans eines speziellen Ermittler-Teams ansprechen, während die Städte-Boxen mit drei Einzel-Folgen vor allem den regionalen Bezug herstellen.

Die erste Welle umfasst zunächst 10 Einzelepisoden, darunter natürlich die Debütfolge „Taxi nach Leipzig“ von 1970 oder die kontrovers diskutierte Folge „Manila“ aus dem Jahr 1998.

Darüber hinaus werden vier Kommissarboxen um die Ermittler Horst Schimanski, Lena Odenthal, Paul Stoever/Peter Brockmöller und Max Ballauf/Freddy Schenk sowie zwei Städte-Boxen mit den Fällen verschiedener Ermittler in München und Leipzig erscheinen.

Weitere DVDs sind für das nächste Jahr noch geplant.

Der Film

Frank Thiel hatte sich wegen seines Vaters von Hamburg nach Münster versetzen lassen. Auf der anderen Seite sollte es auch ein Neuanfang sein, denn er wurde gerade erst geschieden. Sein Vater lebt noch in der Welt der 60er Jahre.

Auf dem Hof baut er sein eigenes Haschisch an und dreht sich einen Joint und lässt sich von einem Verkehrspolizisten bei der Verkehrskontrolle Feuer geben. Von seinem Sohn wollte er jahrelang nichts wissen, aber irgendwie haben die beiden wieder den Kontakt gesucht. Frisch in Münster angekommen und mit dem Rad durch die Stadt unterwegs wird er gleich in seinen ersten Fall reingezogen.

Ein Passant beobachtet, wie jemand auf den Balkon klettert. Hierbei lernt Thiel eine junge Frau kennen, die ihre Mutter vermisst. Bei der Suche findet Thiel vermeintliche Blutspuren in der Garage, aber er vertröstet die junge Frau. Kaum zu  Hause angekommen informiert er die naltechnik.

Und hier stößt er mit dem Rechtsmediziner Professor Karl-Friedrich Boerne zusammen, aus Versehen schlägt er ihm dabei einen Zahn aus. Nachdem sich seine Kollegin, Nadeshda Krusenstern, sich bei ihm gemeldet hat, stellt sich Boerne () bei ihm als Rechtsmediziner vor und übernimmt gleich die Untersuchung der Blutprobe. Zu dem Zeitpunkt wussten die beiden noch nicht, dass dies der Beginn einer langen Freundschaft wird.

Thiel ist kein Mann großer Worte und er versucht auch jegliche Aufregung zu vermeiden. Mit seinen Entscheidungen liegt er dabei aber immer richtig.

Karl-Friedrich Boerne ist das ganze Gegenteil, er plaudert gerne und hat dabei immer einen frechen Spruch parat. Seine Assistentin nennt er immer Alberich, nach dem Zwerg aus der Nibelungensage. Aufgrund seines Verhaltens erleidet er auch ab und zu mal Schiffbruch. Beide Figuren ergänzen sich vortrefflich und es macht einfach Spaß, den beiden zuzuschauen.

Im Fall wird festgestellt, dass der PKW der Mutter verschwunden ist, der später durch die beiden Helden in der Stadt entdeckt wird. Ein junger Mann hat den PKW gefahren, nur befand sich im Kofferraum die Leiche der verschwundenen Mutter. Im Laufe der Ermittlungen stellt sich heraus, dass der Liebhaber der Tochter, ein alter Mann, der ihr Vater sein könnte und die Mutter einen Streit hatten.

In der Zwischenzeit wurde im Moor eine weitere Leiche gefunden.  Der Rechtsmediziner Boerne ist beim Fund schon ganz aufgeregt, da einem Rechtsmediziner die Untersuchung einer Moorleiche selten passiert.

Ob beide Fälle miteinander zutun haben, kann hier natürlich noch nicht verraten werden.

Axel Prahl und sind zwei grandiose Schauspieler. Der Film kommt dabei ohne Action aus und ist trotzdem oder gerade deswegen sehr sehenswert. Was faszinierend ist, ist, dass man aufgrund des Zusammenspiels beider Helden auch herzhaft lachen kann, was für ein eher untypisch ist.

  • (2002)
  • Mit Axel Prahl als Frank Thiel und als Prof. Karl-Friedrich Boerne
  • Buch: Jan Hinter und Stefan Cantz
  • Regie: Peter F. Bringmann

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