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Der ganz große Traum

Schon einmal kurz vorweg genommen, „“ ist einer der besten Filme für die ganze Familie, die in diesem Jahr veröffentlicht wurde und ein wenig an den Film „Der Club der toten Dichter“ erinnert. Deutschland hat gerade Frankreich besiegt und das Kaiserreich ausgerufen. Man ist stolz auf die typisch deutschen Tugenden, wie Disziplin und Ordnung, was man den Schülern in der Schule beibrachte. Aber dies hatte einen ganz anderen Grund, man brauchte gut ausgebildete Soldaten.

So ist es auch im altehrwürdigen “Katharineum”, einem Braunschweiger Gymnasium, an dem nur Jungs unterrichtet werden. Der Direktor von Merfeld (Burghart Klaußner) möchte die Schule verändern und hat es geschafft, dass neben den zahlreichen verwöhnten Jungs aus reichen Familien, ein Junge dabei ist, dessen Mutter hart für das Schulgeld in der Fabrik arbeiten muss.

Und dann hat der Direktor noch die Idee, Englisch als Fremdsprache auf dem Gymnasium einzuführen und holt aus diesem Grunde den Lehrer Konrad Koch (Daniel Brühl) an das Gymnasium. Koch hatte in England studiert und nie seinen Wehrdienst absolviert, was bei den Kollegen Bosch (Thomas Thieme), der in Geschichte lieber die Schlachten nachspielt, und Sportlehrer Jessen (Jürgen Tonkel), der im Sportunterricht den Kindern Exerzieren beibringt, nicht gut ankommt.

Koch, der jung und dynamisch ist, hat somit von Anfang an Probleme, nicht nur beim Lehrkörper sondern auch bei den Eltern der Jungs. Aber auch die Schüler blocken am Anfang, so bezeichnen sie die Engländer als minderwertig und vieles mehr. Klar, wenn man dies falsch gelehrt bekommt, braucht man sich dabei nicht wundern.

Aber Koch gibt nicht auf und packt einen Ball in der Sporthalle aus und bringt den Jungs so die englischen Begriffe bei. Noch mehr, er infiziert die Jungs mit dem Fußballvirus, welches von den Eltern und der Schulleitung nicht gern gesehen wird. Als sie in der Schule nicht mehr spielen dürfen, weichen sie in den Stadtpark aus.

Aber die Herren geben nicht auf und lassen die Jungs deswegen von der Polizei einfangen.

Koch ist ein idealistischer Pädagoge, von denen es heute auch noch zu wenige gibt, der den Jungs helfen will, erwachsen zu werden mit einem eigenen Willen und dass sie Spaß am Lernen haben. Er will Schranken überwinden und Fußball bietet so viele Möglichkeiten, denn nicht nur der Sieg zählt, nein das Fairplay und der Gemeinschaftssinn, welcher sogar Klassenschichten überwindet, denn Joost wurde vorher nur gehänselt und hier wird er zum ersten Mal akzeptiert.

Der Regiedebütant Sebastian Grobler Lust hat es geschafft, alle Figuren des Films perfekt zu besetzen und einen perfekten Film rund um die Geschichte des Fußballs abzuliefern, wobei man sich dabei an die historischen Fakten gehalten hat. Kurios dabei, das Fußballspielen war in Bayern sogar bis 1925 verboten, denn viele sahen darin eine nichtdeutsche Art.

Was bei dem Film auch nicht zu kurz kommt, ist der Humor und so manche kleine Anspielung, die den Film auflockert. Wichtig dabei ist auch die Botschaft des Films, denn Koch hätte es nie geschafft, wenn nicht seine Schüler dann hinter ihm gestanden hätten.

Daniel Brühl spielt diesen Lehrer perfekt, denn er ist jung und möchte die Schule verändern und dies bringt er hervorragend herüber. Der Film macht einfach nur Spaß und man sieht ihn garantiert nicht nur einmal.

 

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