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DIAZ

Erinnern Sie sich vielleicht noch an das Jahr 2001, als in Genua der G 8 Gipfel stattfand und die dortige Polizei brutal auf die Demonstranten eingeschlagen hatte.

Eine Szene dabei prägt sich ein, als ein junger Mann, der überhaupt nichts gemacht hat und sich als Journalist ausgewiesen hatte, brutal von der Polizei zusammengeschlagen wird. Und jeder Polizist, der an ihm vorbei geht, tritt und schlägt den Schwerverletzten.

Dies ist keine fiktive Geschichte, nein dies war Realität. Die Welt gerät immer aus den Fugen. Neben Umweltproblemen geht die soziale Schere immer mehr auseinander. Statt hier Abhilfe zu schaffen, werden Banken in Not mit finanziert.

Haben wir nicht das Recht und die Pflicht, gegenteilige Meinungen von Globalisierungsgegnern zuzulassen und auszuhalten?

In Genua wurde der Demonstrant Giulian erschossen. Der Schwarze Block der Demonstranten hat dies zum Anlass genommen, wahlweise Autos anzuzünden und Schaufenster einzuschlagen. Die Polizei, die hier versagt, will einfach nur Rache und beschließt die Schule, in der die Demonstranten wohnen, zu räumen.

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Denn die Szenen des Films, der auf der Berlinale ausgezeichnet wurde, zeigt mit Brutalität, wie die Polizei gegen die Demonstranten vorgegangen ist. Menschen, die friedlich in der Schule geschlafen haben, wurden brutal von der Polizei zusammengeschlagen. Und diese hatten sich nicht gewehrt. So braucht man sich nicht zu wundern, dass sich Dinge immer wieder hochschaukeln. Diejenigen, die in der Schule nicht zusammengeschlagen wurden, werden von der Polizei in eine Kaserne gebracht und gefoltert.

Der Film von Daniele Vicari ist ein politischer Film, der anklagt. Nein, Vicari hat sich die Geschichte nicht ausgedacht, er beruht auf Tatsachen und er wollte nichts verschönen. Und zum Schluss die Vertuschungsaktion.

Von Anfang an werden die Personen wie Schachfiguren gesetzt und dabei weiß man, dass die Bombe tickt. Und dann Schreie, Knüppelschläge, Blut und Wimmern.

Ein Film, der harte Kost ist, aber politisch Interessierte verfolgen werden. Wenn jemand meint, dass diese Szenen des Films übertrieben sind, kann man nur sagen, dass der Film hierbei noch stark untertreibt, denn bei der italienischen Polizei geht es noch härter zu.

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Die Brutalität ist so hart, dass so mancher Horrorfilm dagegen verblasst. Dabei stellt sich die Frage, ob man das als Filmemacher darf. Ja, er soll aufrütteln und das tut dieser Film, denn G8 Gipfel finden ja immer wieder statt. Und solange man die sozialen Probleme nicht behebt, werden immer wieder Spannungen auftreten. Vicaris kann man nur danken, dass er diesen Film gemacht hat, wobei er dabei geschafft hat, selber nicht politisch zu wirken, sondern er lässt nur die Bilder wirken.

Verleih: Universum

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