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Die Abenteuer der kleinen Giraffe Zarafa

Gelungene Animationsfilme, die dabei noch eine Botschaft transportieren, gibt es wenige. Zarafa ist dies gelungen, denn er ist ein warmherziger Film, der dazu farbenprächtig ist, ohne jedoch kitschig zu wirken. Und in diesem Film stecken Magie und Gefühl.  Rémi Bezançon und Jean-Christophe Lie sind für dieses Meisterwerk verantwortlich.

Die Zeit 1826 führt den Zuschauer nach Afrika. Eine Zeit, in welcher die Europäer kein gutes Bild auf diesem Kontinent hinterlassen haben. Der französische Sklavenhändler Moreno ist wieder auf der Jagd und zwar nach Menschen. Dabei fällt ihm Maki in die Hände. Sein Schicksal wäre, ein Leben lang im Haushalt als Diener zu arbeiten. Aber ein glücklicher Umstand will es, dass er sich die Ketten abstreifen und fliehen kann. Seine Freundin kann er nicht mehr rechtzeitig befreien, denn der Hund ist schon hinter ihm her.

Am Ufer eines Flusses angekommen, trifft Maki auf Giraffen. Mit der jüngsten, welche später den Namen Zarafa bekommt, freundet er sich an. Aber da steht schon der Sklavenhändler da. Die Giraffenmutter stellt sich zwischen den Jungen und den Sklavenhändler. Dabei wird diese erschossen und schon wäre Maki wieder in den Fängen des Sklavenhändlers, wenn nicht da plötzlich der Beduinenprinz Hassan auftauchen und ihn befreien würde.

Eigentlich soll Maki in sein Dorf zurückkehren und Hassan zieht mit Zarafa in seine Heimat los. Aber Maki hat der Giraffenmutter geschworen, immer auf Zarafa aufzupassen und so begibt sich der Junge auf den Weg und verfolgt Hassan mitten durch die Wüste. Hassan bemerkt dies und sein Respekt gegenüber dem Jungen wächst, so dass er absichtlich die Wasserflasche in der Wüste für den Jungen fallen lässt.

Bis zum Ende haben alle drei aber noch zahlreiche Gefahren zu überstehen, denn Zarafa ist als Geschenk für den König in Frankreich gedacht. Hierzu müssen die Abenteurer mit einem Heißluftballon auf die Reise gehen, denn Alexandria wird von den Türken belagert und der französische König soll dem Pascha helfen, was er leider nicht macht.

Und hier gehen die Abenteuer erst richtig los. Die Macher des Films haben hier einen tiefgründigen Stoff von Sklaverei und Menschenjagd in ihrem Film verarbeitet, ohne dabei den pädagogischen Zeigefinger zu erheben. Und dies wurde auch nie krampfhaft gemacht, nein, es gehört einfach zur Geschichte und bietet den Kindern sowie deren Eltern hervorragende Unterhaltung.

Nur die Altersfreigabe von 0 Jahren halten wir persönlich nicht für günstig, denn hier wäre ein Einstieg ab 6 Jahre günstiger, einmal vom Verständnis für das Thema und auf der anderen Seite kann dies bei Jüngeren doch Spuren hinterlassen, vor allem, weil das Ende doch dramatisch und traurig zugleich ist, aber trotzdem Hoffnung gibt.

Von der Grafik ist der Film gelungen, alle Figuren, egal ob dies nur Randfiguren sind, wurden mit einer Tiefe versehen, die man seinesgleichen nur suchen kann. Und der Humor kommt ebenfalls nicht zu kurz, denn wo fliegen schon zwei Kühe auf ein Piratenschiff.

Aber der Film lebt vor allem von der Tiefe der Erzählung der Geschichte, denn diese ist sehr emotional. Und im Ergebnis ist dies schon fast ein Märchen, in welches man voll und ganz hinein taucht. Ein wahres Meisterwerk, welches hoffentlich genügend Zuschauer bekommt, denn dies hat dieser Film verdient, denn hier wird warmherzige Unterhaltung geboten, die auch noch eine Botschaft transportiert. Schade, dass nicht alle Kinderfilme so sind, denn heutzutage mutet die Filmindustrie den Kindern viel zu und viele dieser schrecklichen Animationsfilme kann man dann im Fernsehen sehen.

Das französische Regiegespann Rémi Bezançon und Jean-Christophe Lie haben einen Film geschaffen, der Kinder und Erwachsene gleichermaßen berührt.

  • Verleih: Universum
  • Ab 8.03.2013 im Handel
  • DVD

 

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