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Die Wölfe

Das dreiteilige Doku-Drama von Christoph (Buch) und Friedemann Fromm, welches vom ZDF gesendet wurde, bietet Geschichte zum Nacherleben. Dabei haben die Macher eine Mischung aus Dokumentation und Spielfilm gewählt, um so dieses Zeitalter besser darzustellen, was sich aber nahtlos in das Ganze einfügt.

Während der Geschichte werden sechs Berliner durch ihr Leben begleitet, wobei auch mehrere historische Ereignisse, wie Währungsreform, Luftbrücke, Mauerbau und Grenzöffnung eine sehr wesentliche Rolle spielen. Eine Herausforderung für die Macher war die Wahl der Schauspieler, welche ja auch in diesem Alterungsprozess zusammenpassen mussten.

Egal, ob die Jungschauspieler, die die Generation der Kinder darstellten oder die schon gestandenen Schauspieler, wie Barbara Auer, Axel Prahl, u.a., sie haben ihre Sache großartig umgesetzt.

Nach Kriegsende schwören sich sechs junge Menschen ewige Treue und nichts könnte sie trennen, nicht einmal der Tod. Dabei nannten sie sich . Sie lebten allesamt in Berlin, welche im Osten und welche im Westen der Stadt. Die Mauer stand 1948 noch nicht. Hier ging es hauptsächlich ums Überleben und Durchsetzen gegenüber anderen Jugendbanden. Das Leben auf der Straße war ein einziger Kampf. Die vier Jungs und die zwei Mädchen lebten in den Trümmern der Stadt Berlin.

Aber Jungs und Mädchen zusammen geht nicht lange gut. Es beginnt ein förmlicher Wettstreit zwischen Jakob und Bernd. Dabei spielt auch Lotte mit beiden Jungs. Die Geschichte läuft weiter, so dass die jungen Menschen die Teilung der Stadt erleben.

Zwar organisiert Bernd die Flucht für Lotte und Jakob, aber ihr Bruder wird erschossen. Jakob wird angeschossen, bleibt so im Osten der Stadt und wird von der Staatssicherheit überzeugt, für sie zu arbeiten. Somit verliert er den Kontakt zu den alten Freunden.

Der Zuschauer wird von Anfang an von der Geschichte gefesselt. Das Einblenden der Dokumentationen wurde so geschickt gemacht, dass der Zuschauer fast keinen Unterschied feststellen kann. Diese deutsch-deutsche Geschichte wird sehr emotional und lebendig transportiert.

Die Macher des Films geben daher einen guten Einblick, wie sich Menschen, die vorher miteinander verbunden waren, nachher durch die Teilung der deutschen Staaten ganz unterschiedliche Lebensläufe absolviert haben.

Die Vorlage zum Film lieferte Rob Alef, der nicht nur als Schriftsteller sondern auch als freier Rechtshistoriker arbeitet. Vor den Wölfen hatte Alef die Romane Bang Bang stirbt und Das magische Jahr veröffentlicht.

Verleih: Universum Film

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