Elysium

Wir schreiben das Jahr 2154. Auf der Erde leben nur noch die Verlierer, Kriminelle und die sogenannte Mittelschicht, die eigentlich nicht mehr existiert. Die Reichen, Einflussreiche und Politiker leben im All, auf der Station . Dieses Szenarium ist nicht mal weit hergeholt. Wir brauchen dabei nur an Brasilien in diesem Jahr zu denken, wo die Menschen auf die Straße gegangen sind, weil die Kosten für Fußball-WM und Olympia extrem gestiegen sind.

Und das Volk hungert und kann nicht optimal ärztlich behandelt werden. Auch Frankreich und Griechenland sind weitere Beispiele und viele werden bestimmt noch folgen. Neil Blomkamp, der mit District 9 seinen Durchbruch erzielt hatte, hat bei diesem faszinierenden Film Regie geführt.

In seinem Film leben die Menschen nur noch in Slums. Die Erde ist verschmutzt. Und die Menschen bekommen nur notwendige ärztliche Behandlung. Dagegen ist auf alles vorhanden. Es gibt Maschinen, die die Menschen sofort heilen können. Sollten Menschen versuchen, von der Erde in diese Welt einzudringen, werden sie getötet.

Matt Damon

Allein bei der Szene, als die Menschen mit kranken Kindern und Frauen besetzt in drei Raumschiffen fliehen und diese in Flammen aufgehen, fallen einem sofort die Bilder von den tausenden Flüchtlingen ein, die aus Afrika über dem Seeweg nach Europa kommen, um hier ein besseres Leben zu führen.

Die Weltraumstation wird hauptsächlich von der Verteidigungsministerin Delacourt (Jodie Foster) beherrscht. Sie ist gnadenlos und nutzt alle Mittel, um ihre Macht zu festigen. Ihre Methoden werden aber nicht mehr vom Rat getragen und ihr wurde nach dem Abschuss der Raumschiffe deutlich gemacht, dass bei einem weiteren Vorkommnis sie ihres Postens enthoben wird.

Dabei arbeitet sie mit John Carlyle (William Fichtner) zusammen, der auf der Erde zusammen mit Polizeicomputern die Menschen kontrolliert. Und er soll ein Computerprogramm schreiben, welches zur Folge hat, dass der Präsident von abgesetzt wird. Aber hinter diesem John ist auch ein Gangsterboss hinterher, weil er an dessen Daten im Gehirn gelangen will, denn jeder Mensch trägt einen Chip im Kopf, auf dem die Daten gespeichert werden.

Alice Braga;Sharlto Copley

Und der vorbestrafte Fabrikarbeiter Max De Costa (Matt Damon) soll helfen, an diese Daten heranzukommen, denn Max ist durch einen Werkunfall verstrahlt und damit zum Tode verurteilt.

Technisch brillant umgesetzt und spannend erzählt, das ist , denn was in dieser Welt schon gang und gebe ist, ist auch schon in unserer heutigen Zeit zu sehen. Die soziale Schere geht immer weiter auseinander. Viele Menschen im unteren Lohnbereich müssen bereits zwei Jobs nachgehen, um zu überleben oder Sozialhilfe beantragen. Der Kontrast im Film, zwischen arm und reich, ist passend.

Die Botschaft, trotz des düsteren Ereignisses, ist klar und deutlich. Aber auch das, was die Schauspieler im Film leisten, ist sehr sehenswert. Sogar Matt Damon zeigt eine gelungene Leistung, von der man positiv überrascht ist.

Matt Damon

Fazit
Der Film hinterlässt tiefe Spuren beim Zuschauer. Ein spannender und kurzweiliger Film, der aber auf Grund einiger brutaler Szenen berechtigt erst ab 16 Jahre ist.

  • Regie Neil Blomkamp
  • Mit Matt Damon, Sharlto Copley, Jodie Foster mehr
  • Genre Sci-Fi , Action , Thriller
  • Verleih Sony

 

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