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Hier kommt Lola

Die Romanvorlage zum Film schrieb Isabel Abedi, eine der bekanntesten Kinder- und Jugendbuchautorinnen in Deutschland. Über das Werbetexten ist Frau Abedi dann zum Schreiben gekommen.

Abends am eigenen Schreibtisch schrieb sie Geschichten für Kinder und träumte davon, eines Tages davon leben zu können. Dieser Traum hat sich erfüllt. Inzwischen ist Isabel Abedi Kinderbuchautorin aus Leidenschaft. Ihre Bücher, mit denen sie in verschiedenen Verlagen vertreten ist, wurden zum Teil bereits in mehrere Sprachen übersetzt und mit Preisen ausgezeichnet.

, Whisper oder Lucian sind nur eine kleine Auswahl der zahlreichen Titel. Der Film „“ wurde erst vor kurzem mit dem Medienpreis „Der Weiße Elefant“ ausgezeichnet. Die Regisseurin Franziska Buch hat die Geschichte der neunjährigen Lola filmerisch umgesetzt. Sie und ihre Eltern sind von einer ländlichen Region in die Großstadt Hamburg umgezogen. Ihr Papa, den sie liebevoll “Papai” nennt, kommt aus Brasilien.

Die Familie kam von einer Schulveranstaltung und an ihrer Hauswand stand „Neger gehören in ….“ Dies nahmen sie zum Anlass, eine neue Existenz in Hamburg aufzubauen.

Der “Papai”, Fabio (Fernando Spengler) möchte nun mit der Familie ein brasilianisches Restaurant eröffnen, so dass er nicht immer die Zeit für das Kind hat, wie gewohnt. Die Mutter Viktualia (Julia Jentsch) arbeitet als Krankenschwester.

Und Lola muss nun in eine neue Schule und wünscht sich nichts sehnsüchtiger als eine richtige feste Freundin. Nur die Mädchen in der Großstadt haben etwas anderes zu tun, die eine, von der sie dachte, das könnte sie sein, macht sich über ihr Zimmer lustig und als die Tante von Lola, die noch ein Kleinkind ist, eine der Spielfiguren verschluckt, ist alles aus. Da ist auch noch Flo (Felina Czycykowski), die neben Lola in der Schule sitzt. Flo wird von allen gemieden, da sie nach Fisch riecht. Aber das Warum hinterfragt keiner der Kinder, auch Lola nicht.

Auf einem Schulfest lassen alle Kinder einen Ballon mit einem Brief in die Luft steigen. Alle anderen Mitschüler berichten jeden Tag davon, von wenn sie Post erhalten haben, nur Lola hat noch keine Antwort. Dies bemerkt auch Flo. Und eines Tages erhält Lola einen Brief, der in einer Flasche steckt und bemerkt, dass sie sich mit dem Mädchen, der sie auch dann geschrieben hat, sofort versteht. Eines Tages will Lola dieses unbekannte Mädchen aufsuchen, die ebenfalls in Hamburg lebt, nur wohnt diese nicht unter der angegebenen Adresse.

In der Zwischenzeit hat Lolas Vater Penelope (Nora Tschirner), die Mutter von Flo, als Kellnerin seines neuen Restaurants angestellt. Das passt Lola nicht. Da Flo unwissentlich Lola einen Frosch gezeigt hat, war alles aus, denn Lola kann keine Frösche sehen. Nun stehen die Zeichen nicht so gut.

“ ist eine gelungen Kinderbuchverfilmung, die mit Klassikern von Erich Kästner entsprechend mithalten kann. Hierbei bietet der Film wichtige Elemente, die in einen Kinderfilm, vor allem hier die Zielgruppe der Mädchen, gehören. Freundschaft, Einsamkeit und die Suche nach dem Sinn. Natürlich kommt hierbei der Humor nie zu kurz.

Vor allem wirkt dies nie aufgesetzt, denn die jungen Schauspieler liefern eine glaubwürdige Arbeit ab. So hat Ausversehen Lola die Klinke vom Bad abgezogen und hat aber die Tür geschlossen. Nur der Vater saß noch in der Wanne und kam nicht mehr heraus. Der Vater hatte aber einen wichtigen Termin einzuhalten und nach Schulschluss hat Lola erst den Fehler bemerkt.

Das Ganze wird noch mit einer frechen Filmmusik unterlegt. Alles in allem, auch wenn vieles vorhersehbar ist, ein gelungener Kinderfilm. Den Kinderdarstellern merkt man die Spielfreude an. Gerade Mädchen im Grundschulalter werden hier angesprochen, denn die Probleme, Wünsche und Sorgen sind hier ähnlich.

  • Darsteller: Felina Czycykowski, Julia Jentsch, Nora Tschirner, Axel Prahl, Margarita Broich, Karoline Chmelensky, u.a.
  • Regisseurin: Franziska Buch
  • Genre Komödie, Abenteuerfilm
  • Verleih: Constantin Film

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