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Mein Name ist Nobody und Nobody ist der Größte

Diese Filme sind gleichzeitig eine Zeitreise, eine Zeit, in der man sich im Kino über solche Filme gefreut hat, schließlich wurden in den Kinos der damaligen DDR sogenannte westliche Filme nicht so häufig gespielt.

Vor allem konnte man Regionen sehen, die man als gelernter DDR-Bürger wahrscheinlich nie gesehen hätte, wenn es nicht mutige Menschen gegeben hätte, die 1989 auf die Straße gegangen sind. Sozusagen freut man sich, dass Universum beide Filme noch einmal veröffentlicht. Abgesehen davon, dass ich immer noch ein bekennender Fan von Terence Hill bin.

Terence Hill, der eigentlich Mario Girotti heißt, ist nicht nur als Schauspieler sondern auch als Filmproduzent, Drehbuchautor und Regisseur tätig.

Die eingefleischten Fans von Terence Hill wissen Bescheid, dass dieser sehr gut Deutsch spricht, da er mit seiner Familie sechs Jahre in Deutschland gelebt hat, u. a. in Lommatzsch bei Dresden.

Wahrscheinlich lag es an seinen guten Deutschkenntnissen, dass er in den 60er Jahren an verschiedenen Karl-May-Verfilmungen mitwirkte. Seine außergewöhnlich stahlblauen Augen waren ihm wahrscheinlich zu Beginn seiner Karriere behilflich. Über 30 Jahre hat er mit seinem Freund und Kollegen Bud Spencer zusammengearbeitet.

Mein Name ist Nobody von Sergio Leone ist eine typische Westernkomödie, die vor allem brillant besetzt wurde. Besonders die Kombination Hill und Fonda war ein genialer Schachzug. Jack Beauregard ist ein Revolverheld, der es satt hat, immer wieder von jungen Leuten zum Kampf aufgefordert zu werden.

Nein, der jetzige Wilde Westen ist nicht mehr der Westen, wie er einmal war. Aber dann trifft Jack auf Nobody, ein Schlitzohr, wie er nur im Buche steht.

Und plötzlich wird alles anders, denn Nobody will seinem Vorbild einen glänzenden Abgang präsentieren, um so in die Geschichte einzugehen. Hierzu soll Jack gegen die Wilde Horde kämpfen und zum Schluss mit ihm in einem Duell sterben, natürlich zum Schein. Jack lehnt dies ab, aber Nobody ist so geschickt, dass Jack keine Chance hat, den vorgegebenen Weg nicht zu bestreiten.

Nobady ist der Größte
Nobody ist der Größte müsste eigentlich, wenn man es genau übersetzen würde, „Ein Genie, zwei Freunde und ein Idiot“ heißen. Aber so ein Titel hätte wohl damals keinen ins Kino geholt.

Nobody (Terence Hill) ist mal wieder mit seinem alten Kumpan „Lokomotive“ Bill und dessen Freundin Lucy im Wilden Westen unterwegs. Ihr Ziel ist es, den Major Cabot, der Kommandant des örtlichen Forts ist und der die Indianer um Geld und Land betrügt, eins auszuwischen.

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Und nebenbei sind sie ja auch noch auf das Geld scharf, schließlich macht man dies nicht zum Selbstzweck. Der Colonel Pembroke sollte ins Fort reisen, um die Vorwürfe gegen Cabot zu prüfen. Nur kommt dieser im Fort nicht an, schließlich wird dieser unterwegs von den Leuten von Cabot ermordet. Da Bill dem Ermordeten sehr ähnlich sieht, schlüpft er in dessen Rolle und Lucy begleitet ihn, als angebliche Tochter.

Aber jeder Plan hat bekanntlich einen Haken.

Zwar kommt die Fortsetzung nicht an den ersten Film heran, bietet trotzdem sehr viel Witz und Ironie, die für diese Italowestern üblich waren.

Immer noch und jetzt endlich restauriert, kann man diese Geschichten noch einmal erleben. Neben der doch immer noch guten Geschichte macht die Filmmusik, für welche Ennio Morricone verantwortlich war, diese Filme zu einem wahren Genuss. Und vor allem sind die Filme eine Zeitreise in die eigene Vergangenheit.

Verleih Universum Film

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