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Mission: Impossible – Phantom Protokoll

Der vierte Teil knüpft nun nahtlos an den Erfolg des ersten Teiles der Saga an.

Dieser US-Agententhriller mit Tom Cruise ist eigentlich eine Hommage an die Fernsehserie Kobra, übernehmen Sie, welche in den siebziger Jahren ausgestrahlt wurde.

Eigentlich ist der deutsche Titel keine Originalübersetzung und auch dieser Satz ist in keinem Teil der Serie gefallen. Trotzdem ist diese Serie, die zwischen 1966 und 1973 produziert wurde, eine der erfolgreichsten Fernsehserien.

Moderner und actionreich, mit hervorragenden Stuntszenen sind die wesentlichen Merkmale von Mission: Impossible Phantom Protokoll. Das liegt vor allem an Brad Bird, der die Regie hierzu führte und allen voran an Tom Cruise, der hier auch die Produktion übernommen hatte. Und dieser Kombination ist es zu verdanken, dass der Film in der gleichen Liga wie James Bond mitspielt.

Dass bei den Geheimdiensten nicht alles rund läuft, wissen wir nicht nur nach dem Desaster vom 11. September. Aber in dem Fall muss man erst einmal den Agenten Ethan Hunt (Tom Cruise) aus einem russischen Gefängnis befreien. Das Problem, ein gewisser „Cobalt” (Michael Nyqvist) ist in den Besitz von Abschusscodes für die Atomwaffen gekommen. Nur er benötigt noch den Atomkoffer, den er sich aus dem Kreml holen muss. Als Hunt und seine Kollegen in diesen eindringen, kommt es zu einer gewaltigen Explosion, wo große Teile des Kremls zerstört werden. Da Hunt sich gerade hier befindet, ist es ein Leichtes, den Amerikanern die Schuld der Explosion in die Schuhe zu schieben.

Diese leugnen, dass es den IMF überhaupt gibt und setzen das Phantomprotokoll in Kraft. Von nun an ist das Team von Hunt auf sich alleine gestellt. Abgesehen davon, dass sie den Soziopath namens Kurt Hendricks jagen, werden sie selber vom russischen Geheimdienst gejagt.

Nun, auch wenn eine Vier im Titel steht, muss man nicht zuvor die anderen Teile gesehen haben. Das Problem der Mission: Impossible Reihe war bisher, dass jeder Teil, auch wenn es keine Serie ist, von einem anderen Regisseur gedreht worden ist. So dass nicht alles wie aus einem Guss wirkt. Entgegen seinen Vorgängern legt Bird ein hohes Tempo an und verlangt seinen Darstellern einiges ab. Wobei er gekonnt hin und wieder das Tempo herausnimmt, ohne dass dabei Langeweile auftritt.

Gekennzeichnet ist der Film durch seine Stunts und die durchaus gelungenen Dialoge, die genau auf den Punkt kommen. Wohl die beeindruckendste Szene ist, als Tom Cruise in luftiger Höhe am 828 Meter hohen Burj-Khalifa-Hochhaus in Dubai klettert. Dabei wurde er gesichert. Aber wie immer hat Tom Cruise viele Stunts selber gemacht.

Und in diesem Teil spielt auch der Humor eine kleine Rolle, denn Simon Pegg („Star Trek – Die Zukunft hat begonnen”, „Paul – Ein Alien auf der Flucht”) spielt den Computerexperten, der durchaus einen fetzigen Spruch auf den Lippen hat. Und auch die beiden Damen im Bunde, Paula Patton („Precious”) und Léa Seydoux („Inglorious Basterds”) sind sehr glaubwürdig und überzeugend. Nur der Bösewicht, Michael Nyqvist („Millenium”-Trilogie) wirkt ein wenig blass und vieles, vor allem warum er einen Atomkrieg anfachen will, bleibt im Dunkeln.

Brad Bird hat hier ein furioses Realfilm-Debüt, denn zuvor hat er „nur“ Animationsfilme gedreht, hingelegt. Spannung, Action und eine durchdachte Handlung, das alles bietet dieser Film. Und wer weiß, vielleicht hat Tom Cruise noch einmal Blut geleckt und dreht einen fünften Teil.

  • Regie Brad Bird
  • Mit Tom Cruise, Jeremy Renner, Simon Pegg
  • Genre Action, Spionage, Thriller

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