PARKED – GESTRANDET

Dieser Film hinterlässt Spuren, denn nicht umsonst wurde dieses Meisterwerk mehrfach ausgezeichnet. Fred (Colm Meaney) ist Uhrmacher. Aber irgendwie schafft er es nicht, einen Job zu bekommen, denn wenn man arbeitslos ist, kann man sich keine Wohnung leisten und ohne Wohnung gibt es keine Sozialhilfe.

So lebt er im Winter im Auto auf dem Parkplatz. Jeden Morgen geht er sich waschen, denn auf sein Äußeres legt er viel Wert. Auch sein Auto ist perfekt eingerichtet. Im Kofferraum befindet sich ein Wasserkanister, Taschen und in der Hutablage steht ein kleiner Blumentopf, den er jeden Tag gießt.

Und gerade hier liegen die Stärken des Films, die kleinen Momentaufnahmen sind die, die den Film sehr liebenswert machen. Auf dem Parkplatz begegnet Fred dem Junkie Cathal (Colin Morgan). Im Laufe der Zeit haben die beiden eine Art Vater-Sohn-Verhältnis aufgebaut. Nur Irgendwann kommt es zum großen Knall, denn der Junge lässt bei dem Dealer immer anschreiben, was dieser sich nicht lange gefallen lässt. Und Fred hat eine Frau kennengelernt, zu der er sich hingezogen fühlt.

Der Regisseur Darragh Byrne, der Kameramann John Conroy und die Hauptdarsteller haben hier ein Meisterwerk abgeliefert, das vor allem von der Darstellung beider Hauptdarsteller lebt.

PARKED - GESTRANDET2

Colin Morgan hatte die Royal Scottish Academy of Music and Drama absolviert. Über das Theater kam Morgan dann zum Film, u.a. hatte er Rollen bei Doctor Who oder Merlin. Dies hier ist seine erste große Charakterrolle und wird hoffentlich nicht seine letzte Rolle gewesen sein, denn der junge Mann ist ein brillanter Schauspieler.

Meaney ist ein alter Hase im Filmgeschäft. Alles begann mit Dr. Quinn oder Raumschiff Enterprise: Das Nächste Jahrhundert und Star Trek: Deep Space Nine. Aber in anderen Filmen, wie The Snapper, hat er gezeigt, dass er ein Charakterdarsteller ist.

Der Film ist auf der anderen Seite eine Mahnung an die Bürokratie, die sich in vielen Fällen gegen den Menschen stellt und nicht für ihn da ist.

Gut, das Ende geht einem wirklich an die Nieren, denn hier verlässt der Film das ruhige und setzt auf Dramatik. Auch wenn der Film in Irland spielt, können Fred und Cathal auch Peter und Paul sein.

Der Film ist eine Kritik an unserer Gesellschaft und die Bürokratie.

  • Studio: Dualfilm
  • FSK 12 Jahre (16 Jahre wären besser)

 

Wie bewerten Sie diesen Film?

GD Star Rating
loading...

Kommentar schreiben