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Saphirblau

Dies ist nun der zweite Teil der Trilogie und entspricht auch der Buchvorlage.

Die Geschichte beginnt exakt dort, wo der erste Teil endete – bei dem ersten Kuss zwischen Gwendolyn und Gideon auf dem Beichtstuhl einer Kirche in London. Dass sie während des Kusses in ihre Zeit zurückgesprungen ist, merkt Gwendolyn erst, als sie von einem kleinen Wasserspeier-Dämon namens Xemerius aufgeschreckt wird.

Mit Xemerius freundet sich Gwen bald an. Er, ihre beste Freundin Leslie Hey, das Schulgespenst James August Peregrin Pimplebottom und ihr Großvater (in der Vergangenheit) helfen ihr, „hinter das Geheimnis der Geheimnisse zu kommen“, wie dies um den Chronografen und dem Geheimnis umwitterten Grafen von Saint Germain.

Bis vor kurzem glaubten noch alle, dass Gwendolyns Cousine Charlotte Montrose das Zeitreise-Gen der Familie geerbt hat, woraufhin sie auch jahrelang vorbereitet worden ist. Gwen jedoch nicht. Nun muss sie sich in kürzester Zeit all dies aneignen – was sich als sehr schwierig entpuppt, wenn man gleichzeitig Menuett tanzen, die Geschichte der letzten Jahrhunderte sowie das Halten eines Fächers als auch den Unterschied zwischen Hoheit, Durchlaucht und Erlaucht erlernen soll.

blau3Gwendolyn wird vorbereitet auf verschiedene Missionen, z. B. eine Soiree und einen Ball der Familie Pimplebottom durch den hochnäsigen Giordano, auch „Plusterlippe“ genannt, und Charlotte.

Als ob sie nicht schon genug Probleme hätte, verliebt sich Gwen in Gideon. Der sie einmal wild küsst und dann wieder ignoriert. Das Gefühlschaos ist perfekt.

Doch Gwen beginnt am Sinn ihrer Zeitreisen zu zweifeln. Als sie bei einer ihrer Reisen in die Vergangenheit ihrer Cousine Lucy begegnet, die von einer großen Verschwörung spricht, will Gwen die Wahrheit wissen. Gideon kann sie nicht wirklich vertrauen.

Seine Nähe zum Oberhaupt der Geheimloge, Graf von St. Germain (Peter Simonischek), macht ihn für Gwen verdächtig. Was führt er im Schilde und weshalb verhält er sich seit kurzem so seltsam? Gut, dass Gwen in der Gegenwart ihre beste Freundin Leslie an ihrer Seite weiß und auch in der Vergangenheit Verbündete gefunden hat, denen sie voll und ganz trauen kann – u.a. ihr Großvater (Bastian Trost) in jungen Jahren.

Viele Ereignisse stehen bevor, die man aber in einem Film unterbringen muss, somit geht leider die Tiefe, die die Romanvorlage bietet, etwas verloren. Auch gehen die Macher nicht so auf das Verhältnis von Gwen und ihrem Großvater in jungen Jahren ein. Weiter werden viele Details leider nur angerissen, die im Roman viel intensiver behandelt werden. Und dann ist da noch die Liebesbeziehnung, denn zwischen beiden kommt es immer wieder zu Reibungen und dadurch wird das Vertrauen immer wieder auf die Probe gestellt.

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Das Erscheinen des Fabelwesens Xemerius (gesprochen von Rufus Beck), bringt etwas Humor in die Geschichte. Gwen ist die Einzige, die den Wasserspeier sehen kann. Und dieser bringt in Gwens Leben einiges durcheinander, was dazu führt, dass Gwen sich öfters Ausreden einfallen lassen muss, um die Situationen zu erklären.

Kerstin Gier versteht es, den Spannungsbogen immer größer zu ziehen. An vielen Stellen lässt sich bereits erahnen, wie die Geschichte weitergeht. Jedoch wird nichts verraten.

Kerstin Gier, Pseudonyme Jule Brand und Sophie Bérard ist die Autorin. Ihre Romantriologie wurde allein in Deutschland über zwei Millionen Mal verkauft. Kersitin Gier hatte als Autorin auch gleich einen guten Einstand gehabt, ihr Roman “Männer und andere Katastrophen” (1996) wurde kurz danach verfilmt, in der Hauptrolle Heike Makatsch.

Fazit
Gegenüber dem ersten Teil ist der zweite viel zu langatmig geworden und über viele Details, die im Roman besser erläutert werden, geht der Film einfach hinweg. Somit bleibt der Film hinter den Erwartungen. So kann man hoffen, dass die Macher aus den Fehlern gelernt haben, wenn sie am letzten Teil arbeiten.

  • Regie Felix Fuchssteiner, Katharina Schöde
  • Mit Maria Ehrich, Jannis Niewöhner, Peter Simonischek mehr
  • Genre Fantasy, Abenteuer, Romanze, Familie
  • Nationalität Deutschland
  • Verleiher Concorde Filmverleih GmbH

Bewertung

6.8 Wertung

Gegenüber dem ersten Teil ist der zweite viel zu langatmig geworden und über viele Details, die im Roman besser erläutert werden, geht der Film einfach hinweg. Somit bleibt der Film hinter den Erwartungen. So kann man hoffen, dass die Macher aus den Fehlern gelernt haben, wenn sie am letzten Teil arbeiten.

  • Filminhalt/Drehbuch 7/10
  • Bildqualität/Kamera 8/10
  • Schnitt 7/10
  • Tonqualität 8/10
  • Bonusmaterial 4/10

Weitere Informationen

  • Titel: Saphirblau
  • Kategorie: Filme
  • Verlag: Concorde Filmverleih GmbH

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