The Story of Wikileaks

WikiLeaks war eine der größten Enthüllungsplattformen, die allerhand Dokumente veröffentlicht hat, um das unethische Verhalten von Regierungen und Unternehmen anzuprangern.

Die Idee bestand darin, allen Menschen freien Zugang zu Informationen zu gewähren, so dass sich die Menschen ein eigenes Bild machen konnten. Das Problem war, dass sich dadurch die Macher von Wikileaks zahlreiche Feinde gemacht haben.

Julian Assange, das Gesicht dieser Plattform, hat sich ausgerechnet einen Spruch von George W. Bush: „Seid ihr nicht für uns, seid ihr unsere Feinde“ – als eigenen Leitspruch gewählt. Schließlich traut er keinem, nicht einmal seinen eigenen Mitarbeitern, welchen er sogar bei einer Präsentation ins Wort gefallen war.

Das Problem der Macher dieser Dokumentation war, dass man zahlreiches Material sichten musste, dabei haben diese noch einmal klargestellt, dass Wikileaks selber nie Dokumente gestohlen hätte, sondern Menschen, die damit zu tun hatten, diese der Plattform zur Verfügung gestellt haben. Seit den letzten Jahren, seit man Assange wegen des Verdachts einer Vergewaltigung sucht, ist es um die Plattform still geworden.

So versuchen die Macher, sich neutral mit dem Thema auseinanderzusetzen. Das erste Mal, als die Plattform weltweit Aufmerksamkeit erzielte, war, als sie die Bankenkrise in Island thematisierten, da die Plattform zu dem Zeitraum ihren Sitz dort hatte. Aber das können wir von hier aus nicht beurteilen. Aber durch sein Verhalten entstanden im System Löcher, so dass die Informanten nicht mehr geschützt werden konnten.

we_steal_secrets_07_xp_szn

Dies hat dazu geführt, dass sich Assange selber schon als Popstar gesehen hatte. Wahrscheinlich war dies der größte Fehler des Machers dieser Plattform, so dass der Schutz der Informanten Löcher bekam. Und die Regierungen behandelte Personen, die der Plattform Informationen übergeben haben, dann als Hochverräter.

So sitzt der Amerikaner Manning in Isolationshaft. Und inwieweit Assange ihn besser schützen müsste, wird zwar hier angesprochen, aber man kann kein Urteil fällen.

Die Macher haben großen Aufwand für diese Dokumentation betrieben, dazu wurden Journalisten, Geheimagenten und Mitarbeiter der Plattform befragt. Nur einer kommt persönlich nicht zu Wort, Assange selber. Auf der einen Seite wollte er ein übertriebendes Honorar in Höhe von 1 Millionen Dollar haben und er wollte, dass die Macher die anderen Interviewten ausspionieren.

Auf dieses haben sich die Macher nicht eingelassen, was natürlich zeigt, dass Assange irgendwo abgehoben ist und nicht mehr in der Realität lebt und wahrscheinlich sein Anliegen wahrscheinlich am Anfang ehrlich gemeint war, aber irgendwann sich ihn einverleibt hatte.

Fazit
Die Dokumentation ist sehr gut gemacht und wirft einige Fragen auf, um das Ganze auch zu hinterfragen. Die Plattform hat vieles aufgedeckt, was der mündige Bürger sonst nie erfahren hätte. Sei es der Umgang mit den Menschen, die man wegen Terrorverdachtes ohne ein Gerichtsurteil wegsperrt oder wie das amerikanische Militär einfach aus dem Hubschrauber heraus Menschen tötet. Nur weil es den Verdacht gab, dass sie eine Panzerfaust mit sich führen.

we_steal_secrets_13_xp_szn

Dabei waren dies Journalisten von der Presseagentur von Reuters, die dort niedergeschossen wurden. Reuter selber hatte zu dem Vorfall geschwiegen. Und ganz nebenbei wurden gleich Kinder, die zur Schule gehen wollten, ebenfalls tödlich getroffen. So kann man den Assanges oder Mennings dankbar sein, dass sie solche Details aufdecken.

Aber ganz ehrlich, geändert hat sich nichts. Wir werden abgehört und kurz gibt es eine Empörung und dann wieder ist Ruhe. Es gäbe keinen Terror, wenn die sozialen Ungerechtigkeiten nicht so groß wären.

Aber das Geld wird in die Überwachung gesteckt und gerade Deutschland hatte dieses in seiner Geschichte schon zwei Mal erlebt und was haben wir daraus gelernt. Einfacher wäre es, jedem von uns einen Chip einzupflanzen und auf dem Radar zu kontrollieren, was wir tun und wo wir uns hinbewegen. Wäre wahrscheinlich nicht so kostenintensiv. Daher ist diese Dokumentation sehr empfehlenswert.

  • Regie Alex Gibney
  • Mit Julian Assange, Adrian Lamo, Bradley Manning
  • Genre Dokumentation
  • Verleih Universal

Wie bewerten Sie diesen Film?

GD Star Rating
loading...

Kommentar schreiben