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Vater Morgana

Dieser Film rund um das Thema „Vergessen“ wird, trotz dass es sehr ernst ist, leicht und locker erzählt. Christian Ulmen und Michael Gwisdek stellen brillant die doch komplizierte Vater-Sohn Beziehung dar.

Alzheimer ist eine wirklich heimtückische Krankheit. Wenn man nach und nach vergisst und vor allem dann seine engsten Familienmitglieder nicht wiedererkennt oder wenn man um “Matjes” statt um “Zucker” bittet, dass man “Bügelbretter” sagt, wenn man “Scheibenwischer” meint. Und sich somit nach und nach in eine andere Welt begibt, zu der andere keinen Zutritt mehr haben.

Der Vater von Lutz verschwindet schon seit seiner Kindheit immer wieder, ganz plötzlich passiert es, so dass er als Kind daran geglaubt hatte, dass sein Vater als Agent tätig ist. Nein, dafür ist der Vater in verschiedenen Clubs aufgetreten oder hat irgendwo anderen als Trickbetrüger etwas angedreht, was diese nicht brauchten. Leider hat sich so der Vater immer dann aus dem Staub gemacht, als er ihn gebraucht hatte.

Mittlerweile ist Lutz erwachsen und arbeitet bei einer Werttransportfirma. Nach außen scheint er immer noch ein wenig schüchtern, trotzdem ist er mit der Tochter des Chefs zusammen, obwohl dieser dies nicht gut heißt.

Als er Annette (Felicitas Woll) auf einer Betriebsfeier einen Antrag machen will, taucht sein Vater plötzlich aus dem Nichts wieder auf und der Super-Gau lässt somit nicht lange auf sich warten, denn Lutz wollte gerade seiner Annett einen Antrag machen. Seit dieser Begegnung wird alles anders für Lutz, denn der Vater überfällt genau den Transport, den er begleiten muss. Dabei werden Diamanten gestohlen.

Ein übereifriger Polizeibeamter hängt sich so an Lutz ran, dass zum Schluss auch seine Freundin daran glaubt, dass er der Täter ist. Lutz versucht, seinen Vater zur Rede zu stellen und stellt dann in einem Heim fest, dass sein Vater an dieser heimtückischen Krankheit erkrankt ist.

” lebt durch seine brillanten Darsteller. Ulmen, der bereits in “Maria, ihm schmeckt’s nicht!” gezeigt hat, dass in ihm was steckt, ist hier ein hervorragender Gegenpart zu Gwisdek. In der Rolle des Vaters tritt er im Heim als Frank Sinatra Double auf, nur für die Mutter, die bereits verstorben ist, hat er nie gesungen.

Auch kann er sich nicht an deren Tod erinnern. Endemann schafft es, dass man trotz dieser bedrückenden Krankheit wie Alzheimer darüber lachen kann.

Den dazu gehörenden Sicherheitsabstand bietet er dazu auch noch an, denn keiner weiß wie schlimm es schon um Walther steht, der noch auf sein U-Boot wartet, um nach Kuba zu fliehen. Diese Vater-Sohn-Story hat viele bewegende Momente, ohne dass der Film jemals dabei kitschig wirkt.

Insgesamt, ein Film den man unbedingt sehen muss.

  • Komödie/Drama – Deutschland 2010
  • FSK: Ohne Altersbeschränkung – 93 Min. – Verleih: Warner
  • DVD
  • Trailer

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