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Zaytoun

Geborene Feinde – Echte Freunde
Der israelische Regisseur Eran Riklis stellt immer das Problem seines Landes mit seinen Nachbarn dar, vor allem das Problem von Palästina und Israel.

Diese Spannungen zwischen diesen beiden Völkern gehen weit in die Geschichte zurück. Und man kann vermuten, dass kaum einer beider Parteien den eigentlichen Ursprung noch kennt. Geschichtlich gesehen, liegt der Bereich von Palästina im Gebiet des heutigen Israel, Golan, Gazastreifen, Westjordanland und Jordanien.

Das Erstaunliche dabei ist, dass diese Region für die Christen, den Islam sowie das Judentum eine wichtige Rolle spielt, denn kaum eine andere Region dieser Welt ist so geprägt wie diese.

Auf der einen Seite steht der palästinensische Flüchtlingsjunge Fahed (Abdallah El Akal), der irgendwann mal nach Beirut gekommen ist. Der Junge, der auf der einen Seite mit seinen Freunden Fußball spielt und auf der anderen Seite in seinen jungen Jahren zum Elitekämpfer ausgebildet wird.

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Und bei dieser Ausbildung schießt Fahed in die Luft und kurz darauf stürzt eine F 16 ab. Zwischen seinem Schuss und dem Absturz besteht aber kein kausaler Zusammenhang.

Abgestürzt ist der israelische Soldat Yoni (Stephen Dorff), der von den Palästinensern festgenommen wird. Fahed hat in der Zwischenzeit ein Erlebnis geprägt. Bei einem Bombenangriff wird sein Vater getötet. Seine Mutter ist bereits seit einigen Jahren tot. Und dann stirbt sein bester Freund, als dieser über die Straße geht, wird der Junge von einem Israeli erschossen.

Somit hilft Fahed, den verhassten Soldaten zu bewachen und in einem Moment, als die Bewacher nicht hinschauen, schießt der Junge dem Soldaten ins Bein. In der Nacht schleicht sich der Junge in das Gefängnis mit seinem Freund und da entreißt ihm der Soldat die Waffe und bedroht seinen Freund. Dadurch zwingt er ihn, ihn freizulassen. Von da beginnt eine Flucht zweier unterschiedlich geprägter Menschen.

Ein Junge, der voller Hass ist, weil er seine Heimat und seine Familie verloren hat. Beide versuchen, nach Israel zu gelangen.

Das Bild, was die Macher über das besetzte Gebiet aufzeichnen, kommt der Realität sehr nahe. Die Menschen, die hier leben, kämpfen jeden Tag um das Überleben und dieses Leben prägt die jungen Menschen, die den Hass schon mit der Muttermilch bekommen.

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Riklis schafft es, dass sich dieses Bild im wahrsten Sinne festbrennt. So wird mitten auf der Straße einfach eine Frau erschossen, die man zuvor als Hure bezeichnet hatte. Auch die Flucht wird sehr real dargestellt, vor allem als der Junge plötzlich beim Spielen mitten im Minenfeld steht.

Diese Gefahr, die einen in diesem Land auf Schritt und Tritt verfolgt, ist sehr deutlich dargestellt. Und nach und nach werden aus Feinden Freunde. Warum kann das nicht für alle gelten, denn dieses Land steckt voller Geschichte, die man nur im Frieden erleben kann.

Auch wenn der Film hier und da einige kleine Schwächen hat, ist der gesamte Film sehr interessant und einprägsam. Vor allem lohnt sich der Film zum Einsatz in der Schule, über den man dann im Anschluss diskutieren kann.

“ ist das arabische Wort für Olive.

  • Regie Eran Riklis
  • Mit Stephen Dorff, Abdallah El Akal, Alice Taglioni, u.a.
  • Genre Drama, Kriegsfilm
  • Nationalität Frankreich, Großbritannien, Israel
  • Verleih

 

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