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Zero Dark Thirty

Über 10 Jahre hält der meistgesuchte Terrorist der Geschichte die Welt in Atem. Geheimagentin Maya Lambert (Jessica Chastain) und ein kampferprobtes Eliteteam von CIA-Agenten und Navy SEALs operieren verdeckt in allen Winkeln der Erde. Sie alle haben nur ein Ziel vor Augen: Osama bin Laden aufzuspüren und auszuschalten.

” vereint erneut das Oscar®-Gewinner-Team von “Tödliches Kommando – The Hurt Locker”: Regisseurin Kathryn Bigelow und Drehbuchautor Mark Boal inszenierten diesen dramatischen Action-Thriller über die spektakulärste Verbrecherjagd nach dem weltweit gefährlichsten Mann.

Der Film beängstigt gleich zu Beginn. Der Bildschirm bleibt pechschwarz und man hört nur die Notrufe aus dem World Trade Center zu 9/11. Schreie, Hilferufe von Menschen, die jeden Augenblick sterben werden.

Der Schnitt ist radikal, denn geht es zwei Jahre weiter. Man schaut in eine Halle, in welcher ein Mensch an Seilen gefesselt ist und von einem Amerikaner gefoltert wird. Angeblich soll dieser Araber die Attentäter von 9/11 finanziert haben.

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Egal mit welchen Mitteln versuchen die Amerikaner, ihn dazu zu bewegen, Namen zu nennen. Die Folterungen, die man hier zeigt, verstoßen gegen jede Regel von Übereinkommen, an welche sich die Amerikaner nie halten. Mit dabei eine junge Frau, Maya, die bei der CIA arbeitet. Ihr Ziel ist klar, sie will Osama bin Laden.

Der Film, der sich auf die Erzählungen von Kathryn Bigelows beruft, arbeitet wie ein Protokoll die Ereignisse ab und hat in den USA zu hälftigen Diskussionen geführt. Gerade in puncto Folterungen hat man auch in diesem Film wieder Öl ins Feuer geschüttet, denn diese sind für die Menschen in der arabischen Welt eine Provokation. Schließlich weiß man, dass erpresste Geständnisse nichts wert sind. Aber das interessiert die Amerikaner überhaupt nicht.

Die Folterungen waren schließlich erfolgreich, aber es hat noch Jahre gedauert, bis man Osama bin Laden gefunden hatte. Auf der anderen Seite muss man aufpassen, dass Folterungen durch die filmische Darstellung nicht als die „normalste Sache“ der Welt gesehen werden, was sie bekanntlich nicht sind. Man meidet im Film den kritischen Umgang mit Folter, auch wenn man im Film im Hintergrund die Rede von Barack Obama hört, wie er sich gegen Folter ausspricht.

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Die andere Seite ist, dass die CIA im Film im Mittelpunkt steht und der Zuschauer miterlebt, wie welche Entscheidungen hier getroffen werden. Der Film wirkt erzähltechnisch gut, hinterlässt aber als solches doch etwas Bauchschmerzen. Die Frage bleibt, wie wird einmal die Geschichte darüber urteilen, was Menschen hier angerichtet haben, denn ab wann soll man sich in die Geschicke anderer Länder einmischen. Dabei bemerkt man immer wieder, dass die Menschen aus den Fehlern ihrer Geschichte nie gelernt haben.

  • Verleih: Universal

 

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