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2084 – Noras Welt

Jostein Gaarder ist ein norwegischer Schriftsteller, der vor allem durch Sofies Welt weltberühmt geworden war und wieder einmal spielt ein Mädchen in seinem Roman die Hauptrolle. Der Clou an der Geschichte ist, dass Nora in ihren Träumen in eine andere Zeit reisen kann.

Dies ist auch der Grund, warum die Mutter die Tochter zum Psychiater bringt, weil dies ja nicht normal ist. Aber dieser bescheinigt Nora nur eine lebhafte Phantasie.

Sie gibt bei diesem an, dass sie hauptsächlich Angst vor der globalen Klimaveränderung der Welt hat. Und diese Angst darf man haben und so rät ihr der Arzt, dass sie doch eine Umweltorganisation gründen soll. Dass ein16-jähriges Mädchen sich schon über die Situation Gedanken macht, ist außergewöhnlich, denn Mädchen in dem Alter denken da doch eher an Freunde, Partys und Spaß haben. So ist Nora aber nicht. Durch ihre Traumreisen in die Zukunft, weiß sie, dass viele Arten von der Erde verschwunden sind.

Die Arabische Welt liegt nur noch unter einem Sandmeer und deshalb flüchten die Menschen von dort in den Norden. Ein Junge, dem sie im Traum begegnet, hat ihr gesagt, dass das Öl, was man mal gefunden hatte, ein Fluch war. Aber Nora hatte schon als Kind in ihrer Zeit mitbekommen, dass sich die Welt verändert. Denn statt Schnee gab es einen Silvester nur Eis, so dass die Rentiere nicht an die Blätter rangekommen sind und verstarben. Auch andere Tiere lagen tot da, weil sie keinen Schutz hatten, den ihnen der Schnee sonst geboten hätte.

Die Idee, einen Jugendroman über den Klimawandel zu schreiben, ist sehr gut, denn dieser soll die jungen Leser anregen, sich Gedanken zu machen, um diesen Klimawandel zu stoppen. Schließlich reden unsere Politiker, wenn sie sich auf einem Gipfel treffen. Passieren tut schließlich nichts.

Sonst würde ja auch die Industrie in Deutschland nicht von Umlagen befreit werden, weil diese so viel Energie benötigen. Man begründet dies mit Wettbewerbsfähigkeit. Jostein Gaarder sagt in seinem Buch, dass dies die Gier des Menschen ist, die den Klimawandel beschleunigt. Und im Jahre 2084 kam es durch das viele CO2, das wir Menschen zuvor ausgestoßen haben, zu einer Übersäuerung der Welt. Fische gibt es nur noch im Internet, aber nicht in den Meeren.

Jostein Gaarder schafft es, all diese Probleme richtig zu sortieren und entsprechend anzuordnen. Auch wenn man hier und da das Gefühl hat, dass der Text zu belehrend ist, bleibt die Geschichte spannend. Vor allem zeigt der Autor, dass jeder Einzelne etwas tun kann und wir gegenüber unseren Nachfahren eine Verpflichtung haben, ihnen eine intakte Welt zu übergeben.

Rosalie Thomass, Schauspielerin, liest diese Geschichte. Und dies macht sie sehr gut und besonders einfühlsam.

  • Ungekürzte Lesung
  • Gelesen von Rosalie Thomass
  • Originalverlag: Carl Hanser
  • Übersetzt von Gabriele Haefs
  • Ab 12 Jahren
  • 1 MP3-CD, Laufzeit: 283 Minuten
  • Verlag

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