Als Hitler das rosa Kaninchen stahl

Der Roman von erschien bereits 1971 in englischer Sprache. Kurz nach Erscheinen des Romans wurde dieser, der auch zahlreiche autobiografische Züge zeigte, im Schulunterricht verwendet.

Anhand des Romans kann man sehr gut die Entstehung des dritten Reichs aufzeigen. Bereits 1974 wurde dieser Roman dann mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet.

Aus diesem Grunde wurde er 1978 vom öffentlich rechtlichen Sender erfolgreich verfilmt. Dabei bildet der Roman den Auftakt einer Trilogie, welche dann mit „Warten bis der Frieden kommt“ und „Eine Art Familientreffen“ fortgesetzt wurde.

Die Erzählung beginnt zu dem Zeitraum der Reichstagswahl 1933, als die NSDAP die Macht in Deutschland ergreift. Anna ist zu diesem Zeitpunkt gerade neun Jahre alt. Sie lebt mit ihren jüdischen Eltern in Berlin. Der Vater ist ein bekannter Journalist, der durch seine offenen und kritischen Äußerungen den Faschisten ein Dorn im Auge ist. Aus Angst vor der Inhaftierung flüchtet die Familie in die Schweiz.

Auf Grund dieser Flucht musste die Familie ihr Hab und Gut in Berlin lassen, welches dann von den Faschisten konfisziert worden ist, darunter auch das rosa Plüschkaninchen von Anna, deshalb auch der Titel „“. Auch wenn die Schweiz neutral war, spürte die Familie schnell die antisemitischen Einstellungen der Deutschen, die hier Urlaub machten.

Die Zeit in der Schweiz wird für die Familie sehr hart, da der Vater der Familie kaum noch Artikel veröffentlichen kann und schnell ist Budget der Familie aufgebraucht. So entschloss sich die Familie, weiter nach Frankreich zu flüchten.

Die Geschichte wird sehr anschaulich und einfühlsam erzählt. Auch heute und gerade jetzt diese geschichtlichen Ereignisse aufzuzeigen, vor allem deren Auswirkungen, ist wichtig. Man spürt förmlich die Angst von Anna, Angst, von der Familie getrennt zu werden. Das Hörbuch sowie das Buch sind für Kinder ab 10 Jahren geeignet.

Das ungekürzte Hörbuch wird von der Schauspielerin und Sprecherin gelesen.

Bereits 2008 hat für Silberfisch die Geschichte der Flucht eines jüdischen Mädchens vor dem Nationalsozialismus eingelesen.

Ihre Interpretation von Anne C. Voorhoeves Roman „Liverpool Street“ wurde von der hr2-Hörbuchbestenliste mit dem 1. Platz ausgezeichnet. In der Jurybegründung hieß es: „Mit großer Einfühlung trägt dieses aufwühlende Kinderschicksal vor.“

Großes Einfühlungsvermögen beweist auch in ihrer neuesten Lesung: Voller Anteilnahme aber mit frischer, lebendiger Stimme begleitet sie die Protagonistin Anna auf ihrer unfreiwilligen Reise durch Europa.

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