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Das Buch des Vergebens

Desmond Tutu war nicht nur Weggefährte und Freund von Nelson Mandela, nein auch er hatte einen nicht unerheblichen Anteil daran, dass schwarz und weiß jetzt friedlich miteinander leben.

Als Kind wollte dieser große Mann eigentlich Arzt werden, aber die Ausbildung war so teuer, dass seine Familie ihn nicht unterstützen konnte und er den Traum aufgab. Und so wurde er erst einmal Lehrer und bereits 1957 lernte er dann seine spätere Frau kennen, die er 1955 heiratete. Mit ihr hatte er vier Kinder.

Da die damalige südafrikanische Regierung per Gesetz verbot, dass schwarze Kinder eine bessere Ausbildung als weiße Kinder haben, hat das dazu geführt, dass er seinen Beruf aufgab und eine geistliche Tätigkeit übernahm, dazu folgte dann noch die geistliche Ausbildung. 1961 war er nun endlich Priester.

Von hier an begann ein langer Weg, um die Apartheid zu besiegen. Durch seine Gradlinigkeit und Ausstrahlung war er wie Mandela der Verhaltungsführer mit der damaligen Regierung, um einen friedlichen Übergang zu schaffen. Seit 1995 ist Tutu auch der Vorsitzende der Wahrheits- und Versöhnungskommission in Südafrika, die nach den Prinzipien des Satyagraha von Mahatma Gandhi arbeitete.

Hier hat der große Mann gezeigt, dass man denen verzeihen kann und man auch selber Vergebung empfangen muss, schließlich geht es darum, dass in Südafrika der Frieden wichtiger ist, als die Rache eines einzelnen. Vor allem wenn man weiß, was die Täter getan hatten. Auch weil man gegenüber den nachfolgenden Generationen auch eine Verantwortung hat.

Dabei hat Tutu gesagt: „viele Menschen mussten erleben, Opfer zu sein, sind aber auch schon zum Täter geworden“. Sein Traum ist, dass man aus einer Welt, in der Krisen oder Krieg herrscht, eine bessere Welt zu machen.

Das Buch von Desmond Tutu ist hochinteressant und es regt dazu an, selber mal nachzudenken, denn das Buch hebt die einseitige Betrachtung der Vergebung auf, schließlich ist dies ein viel zu komplizierter Prozess, den man auf sich wirken lassen muss. Schließlich bedeutet vergeben nicht vergessen.

Gelesen wird das Buch von Claus Brockmeyer. Er spielte an verschiedenen Theatern und stand für Fernsehproduktionen wie Der Alte und Die wilden Kerle vor der Kamera. Heute ist er in erster Linie als Sprecher von Dokumentationen, Reportagen sowie Hörbüchern tätig und synchronisiert Figuren in Serien wie Die Tudors und How I Met Your Mother.

  • Buchverlag: Allegria
  • Hörbuch: Hörbuch Hamburg

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