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Die Henkerstochter und der Teufel von Bamberg

Teil 5 der Henkerstochter-Saga
Der Henker von Schongau, Jakob Kuisl und seine Familie reisen 1668 nach Bamberg, um an der Hochzeit seines Bruders teilzunehmen. Dieser hatte vom Rat die Erlaubnis bekommen, die Tochter des Gerichtsschreibers zu heiraten.

Der Beruf des Henkers galt im Mittelalter als ehr- und rechtlos, obwohl diese im Mittelalter eine solide Ausbildung benötigten, um ihr Werk zu vollenden. Dazu waren auch anatomische Studien notwendig, die die Henker im Gegensatz zu den damaligen Ärzten durchführen konnten. Der Bruder von Jakob war der Henker vom Bamberg und besaß ein durchaus beachtliches Haus.

Aber als Jakob Kuisl nach Bamberg kommt, treibt gerade ein Serienmörder sein Unwesen in der Stadt. Hinzu kommt, dass dieser Mörder die Gliedmaßen von seinen Opfern abtrennt. Schon geht das Gerücht herum, dass ein angeblicher Werwolf in Bamberg der Täter sein soll. Und schnell beschließt der Rat, dass man den Werwolf in den Reihen der Hinzugekommenen suchen muss. Da gerade eine Schauspieltruppe in der Stadt verweilt, wird einer der Schauspieler festgenommen und als Werwolf beschuldigt. Aber da ein Werwolf nie alleine agieren wird, betreibt der Mob eine Art Hexenjagd und so mancher Unschuldige wird dabei getötet. Jakob Kuisl und seine Tochter Magdalena begeben sich auf die Suche nach dem Täter, um endlich dem Spuk Einhalt zu gebieten und geraten dabei selber in Gefahr.

Oliver Pötzsch hat es bisher geschafft, Geschichte und fiktive Erzählung miteinander zu verbinden. Vor allem die plötzlichen Wendungen und die unterschiedlichen Figuren zeichnen die Romane aus. So zeigt der Autor immer wieder auf, wie grausam diese Zeit gewesen war. Besonders konnten die Menschen schnell beeinflusst werden, um mit dem Vorwurf als Hexen oder Werwölfe unliebsame Gegner aus dem Wege zu räumen.

Tatsächlich, wie vom Autor geschildert, wurden im Mittelalter zahlreiche Menschen der Hexerei bezichtigt und hingerichtet. Dies zeigt auch der Auszug aus der Bamberger Halsgerichtsordnung:

“Von Zauberey genugsame Anzeigung

…so jemand sich erbeut, andere Menschen Zauberey zu lernen
oder jemand zu bezaubern drohet
und den bedrohten bald darauf dergleichen geschicht,
auch sonderlich Gemeinschaft und Gesellschaft
mit Zauberern oder Zauberin hat
der mit solchen verdächtigen Dingen, Geberden, Worten und Weisen umgeht,
die Zauberey uff sich tragen
und dieselben Personen desselben sonst auch berüchtigt (sind).
Das gibt ein redlich Anzeigung zu Zauberey
und genugsam Ursach zu peinlicher Frage…”
“…Das ohn redliche Anzeigung niemand peinlich soll befragt werden… außer bei Zaubereyverdacht.”

Der Autor erzählt die Geschichte sehr spannend und er legt auch so manche falsche Spur und fügt zum Schluss die unterschiedlichen Erzählstränge zusammen. „“ ist ein Mittelalterkrimi, der den Hörer von Anfang an fasziniert. Jeder seiner Romane aus dieser Reihe ist in sich abgeschlossen.

 

Weitere Informationen

  • Titel: Die Henkerstochter und der Teufel von Bamberg
  • Kategorie: Hörbücher
  • Verlag: Hörbuch Hamburg

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