Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Search in posts
Search in pages

Die Zauberer: Das dunkle Feuer

Bereits zum ersten Hörbuch-Teil der Zauberertrilogie haben wir eine Rezension verfasst und waren begeistert. Zwar wartete dieser kaum mit wirklich neuen Elementen auf und kam eher als eine Mischung aus brutalem „Harry Potter“ und „Herr der Ringe“ daher, dennoch konnte er uns von seinen Qualitäten überzeugen. Das Buch war spannend und mitreißend, nur darauf kommt es an! Nun ist auch der dritte Teil erschienen und natürlich kamen wir nicht umhin, uns auch diesen etwas näher anzuschauen…

Der dritte Teil dieser düsteren und teilweise recht brutalen Trilogie knüpft an die Handlung seines Vorgängers an. Der Zuhörer wird vier Jahre in die Zukunft versetzt und mitten in die Handlung geworfen. Der Kampf gegen den Dunkelelfen Margock wird rekapituliert und auf das Bevorstehende vorbereitet. Granock, Alannah und Aldur sind inzwischen Meister, die entfernten Gestaden, und die dort liegende Möglichkeit, das drohende Unheil zu verhindern, rücken ins Zentrum. Der Kampf wird härter, nicht nur gegen das ultimative und alles verschlingende Böse, sondern es ist auch die Liebe, die unerbittlicher zu wirken scheint…

Das Finale der Trilogie steht den vorangegangenen Teilen in Spannung, Dramatik und Gefühl, in nichts nach. Die Handlung ist mitreißend und unglaublich fesselnd – also im Grunde so, wie wir es uns von „Die letzte Schlacht“ erwartet haben. Nicht nur die charismatischen Charaktere sondern auch die atmosphärische Dichtung der Handlung sind die Garanten für ein packendes Abenteuer. Kritik gibt es insofern nur, als die wesentlichen Elemente der Handlung an die Klassiker des Fantasy-Genres erinnern (Tolkien lässt grüßen) – aber wirklich problematisch ist das nicht. Zumindest nicht insofern, als dass es sich auf den Unterhaltungswert auswirken würde.

Unsere Begeisterung über das Hörerlebnis ist jedoch nicht nur der spannenden Handlung zu verdanken, sondern vor allem auch Johannes Steck. Wie beim ersten Teil gelingt es ihm, die den einzelnen Figuren eine authentische Stimme zu verleihen. Die Eigenarten der Charaktere kommen voll zur Geltung, entwickeln ein Eigenleben und tragen deutlich zur Entfaltung der Story bei. Der Zuhörer ist dadurch nicht auf die Position als Beobachter der Handlung beschränkt, sondern er wird mitten ins Geschehen gezogen. Statt irgendwelchen Chroniken zu lauschen, wird er Teil der Geschichte – zumindest hört und fühlt es sich so an. Den beteiligten Charakteren wird Leben eingehaucht, dadurch wird es möglich, sich mit ihnen zu identifizieren – die ist auch die wesentliche Stärke des Hörbuches.

Das Hörbuch ist, als letzter Teil einer Trilogie, nur dann verständlich, wenn man die vorangegangenen Teile gehört beziehungsweise gelesen hat. Eine Kurzzusammenfassung dürfte hier wohl kaum reichen, denn das Mitreißende an dieser Geschichte ist unmittelbar mit dem Charme und der Art und Weise seiner Vorgänger verbunden. Der Zuhörer konnte spüren, wie sich die Charaktere entwickeln und wie sie von dem Schicksal mitgerissen werden. Um zu wissen, was passiert, muss der Zuhörer verstehen, wo der Ursprung liegt und welchen Verlauf die Geschichte genommen hat. Insofern ist eine gewisse Vorkenntnis unabdingbar, zumal das Mitfühlen und Miterleben deutlich schwieriger wird, wenn man völlig unbedarft in unbekannten Gefilden alleingelassen wird.

Das Hörbuch hat eine Gesamtspieldauer von knapp 8 Stunden, es wird einem also Einiges fürs Geld (knapp 30€) geboten. „“ ist ein Muss für Leser/ Zuhörer der letzten zwei Bände und eine echte Empfehlung für Fans des Fantasy-Genres im Allgemeinen. Geeignet ist dieser Hörgenuss ab einem Alter von ungefähr 14-15 Jahren.

Wie bewerten Sie dieses Hörbuch?

GD Star Rating
loading...

Kommentar schreiben