Dunkle Halunken

Terry Pratchett, der Mann, der sich eine Welt einfielen ließ, die flach ist und auf dem Rücken von vier Elefanten und einer Schildkröte ruht. Wir kennen die Geschichten von seiner Scheibenwelt. Laut Angaben eines statistischen Amtes in Großbritannien sind 1 Prozent der Bücher Scheibenweltromane, die hier veröffentlicht werden. Für seine Werke erhielt er mehrfache Auszeichnungen.

Nun spielt London, Ende des 19. Jahrhunderts, die Hauptrolle in seinem neuen Werk, in dem hilflose Schönheiten vor dunklen Feinden zittern, Schriftsteller sich als Detektive versuchen und mörderische Barbiere ihre Opfer nach allen Regeln der Kunst erledigen. Hier kann nur einer aufräumen – und das ist ausgerechnet der eigentlich nichtsnutzige Straßenjunge Dodger.

Dodger lebt auf der Straße und schlägt sich hier durch und dabei rettet er einer Unbekannte das Leben. Von der Schönheit angetan, versucht er mehr über die Frau herauszufinden und vor allem, warum man versucht hatte, sie zu ermorden. So entschließt er sich, die Täter zur Strecke zu bringen. Als erstes muss der Barbier Sweeney dran glauben, wofür er aber in London zum Helden wird. Ja, aber wenn man in Bereiche vorstößt, kann es die anderen aus den Löchern herauslocken.

Nun wird unser Straßenjunge selber gejagt. Die Geschichte ist zwar interessant, aber man hat das Gefühl, dass die Geschichte sehr langgezogen ist. Nur Kaminski, der das Buch liest, kann dies überdecken. Was bei dem Leser bzw. auch Hörer zu Problemen führt, ist, aus welcher Perspektive gerade die Geschichte geschildert wird.

Das ist schade. Ansonsten wird geschickt Historisches und Fiktion verwebt. Dabei entsteht dem Hörer ein London vor Augen, wie es zum Zeitraum des 19 Jahrhunderts war.

Herausgekommen ist ein Werk, was viel Spaß macht, auch wenn es nicht perfekt ist.

  • Verlag: Osterwold

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