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Keiner kommt davon

eine Geschichte vom Überleben
Wir schreiben das Jahr 1349. Isabel und ihre Familie leben in einem Dorf. Die Welt scheint in Ordnung zu sein, als in der Stadt die ersten Fälle der Pest aufgetreten. Durch die Flüchtlinge kommt auch die Pest in das Dorf von Isabel.

Der erste, der aus dem Dorf flieht, ist der Priester. Ringsherum sterben die Menschen wie die Fliegen, auch geliebte Menschen werden nicht verschont. Irrwitzig, ein Kreuz vor der Tür soll vor der Pest schützen und ein Eimer Urin soll behilflich sein, dass die Pest nicht in das Haus gelangt. Dafür wird das verendete Vieh, welches auch an der Pest verstorben ist, dort liegen gelassen, so dass die Schweine das tote Vieh fressen. Und die Menschen essen die Schweine.

Damit ist ersichtlich, dass der Teufelskreis nicht durchbrochen werden kann.

Die Pest schleicht sich langsam in jede Familie ein, man legt sich Abends hin und morgens hat man die tödliche Krankheit. Schwarze Beulen, Blut, was die Menschen spucken und dann folgt unweigerlich der Tod. Für Nächstenliebe ist in dieser Zeit keine Zeit. In der Kirche halten die Menschen Abstand, weil sie Angst haben, sich anzustecken.

Vom Leben keine Spur und Spaß haben gibt es überhaupt nicht. Da ist der erste Kuss für das junge Mädchen schon eine Abwechslung. Nur sie hat noch menschliche Züge, so bringt sie ihren Freund, dessen Familie an der Pest erkrankt ist, essen und trinken.

Die Kirche hat die Pest als Strafe Gottes bezeichnet.

Diese Geschichte bewegt und gibt einen Einblick in eine Zeit, in der man nicht leben möchte. Schließlich war die Hygiene eine der Ursachen, dass diese Krankheit sich so schnell ausbreiten konnte. Das Leid war so groß, dass man sogar Babys sterben ließ, weil man das Haus, in dem Leute an Pest erkrankt waren, nicht betrat. Auch viele Priester und Mönche sind verstorben, weil sie am Anfang den Verstorbenen die Sterbesakramente gegeben haben.

Alles wird sehr realistisch erzählt, erzählt von Opfern und von Menschen, die sich in dieser Zeit bereicherten.

Ein wirklich gelungenes Hörbuch über eine der dunkelsten Epochen der Menschheit.

Die Autorin
Sally Nicholls, 1983 geboren, studierte Philosophie und Literatur. In einem Schreibseminar verfasste sie ihren Debütroman mit nur 23 Jahren. Bis heute wurde ihr Erstlingswerk »Wie man unsterblich wird« mit mehreren Literaturpreisen ausgezeichnet (u.a. dem Waterstone Children s Book Prize und dem Luchs des Jahres 2009 der ZEIT) und in 16 Sprachen übersetzt. Sally Nicholls lebt in London.

  • übersetzt aus dem Englischen von Beate Schäfer
  • Autorin Sally Nicholls
  • Verlag

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