Schöne neue Welt

Vor 50 Jahren erschien der Roman von Aldous Huxley. Huxley, der bereits im ersten Weltkrieg als Journalist arbeitete, wurde durch die beiden Weltkriege in seiner Arbeit beeinflusst.

Aber auch der Vater, der ebenfalls Autor war, hat auf die Entwicklung seines Sohnes hingewirkt. Huxley hat die Entmenschlichung in seinen Werken kritisiert, die besonders auch durch die Wissenschaft vorangetrieben wurde.

Seine Werke, vor allem „“ zählt zu den Klassikern der Literatur.

In einem Labor der Regierung werden Menschen gezüchtet. Hierbei kann man ganz gezielt die Entwicklung beeinflussen und diese frühzeitig konditionieren. Dabei wird darauf geachtet, dass die Oberkaste anzahlmäßig überschaubar ist und man lieber Arbeitsmenschen züchtet, denn Kinder werden nicht mehr durch die Frau geboren, sondern in einer Art Maschine.

Die Menschen in dieser Epoche werden durch Substanzen glücklich gemacht, so dass sie sich nicht gegen die Führung auflehnen. Durch dieses Vorgehen hat man Kriege und Kriminalität so gut wie ausgerottet, wenn es da nicht noch das Reservat der Wilden gäbe, Menschen, die noch so leben, wie es Menschen halt so tun. Bernard, der gerne Lenina besitzen möchte, hat dies kennengelernt. Da er auf Ruhm und Anerkennung aus ist, sieht er hier eine Möglichkeit für sich, dass er dabei etwas verändert.

Das Werk von Aldous Huxley, obwohl 50 Jahre alt, ist aktueller, als man denkt, schließlich sind wir Menschen es, die Gene manipulieren, um so das Perfekte zu züchten. So ist man heutzutage fähig, festzustellen, ob ein Gendefekt vorliegt oder nicht und so könnte man diese befruchteten Eizellen gleich aussondieren.

Somit ist der maßgeschneiderte Mensch nicht weit weg. Aber auch Lebensmittel werden so verändert, dass man das Perfekte hat. Dieses wird schon gemacht. Die Auswirkungen sind bisher nicht absehbar.

Also sind die Fiktionen des Autors, wo Menschen nach Fähigkeiten, Vorlieben oder Konsumeigenschaften gezüchtet werden, nicht einmal weit hergeholt. Vor allem die Gesellschaftsform, die totalitär in seinem Werk ist, zeigt auf, wohin dies führt. Und unsere Geschichte beweist, welche Folgen diese Gesellschaftsform mit sich führt.

Der Autor geht in seiner Geschichte sehr ausführlich vor, wobei er nie eine Figur besonders hervorhebt, so dass man eventuell für eine Figur Sympathie empfindet, schließlich beschreibt er eine düstere Zukunft und diese kann man ja nicht für gut heißen. Die einzige Kritik, die man geben kann, ist, dass sein Werk aus heutiger Sicht etwas unstrukturiert kommt, aber das liegt an der damaligen Erzählweise.

Das Werk stellt an Leser und Hörer aber dennoch Forderungen, denn nur einfach mal hören ist nicht drin, denn die Texte sind zum Teil sehr philosophisch und man muss sich richtig hineindenken. Wer dies kann, wird richtig belohnt. Vor allem regt das Werk zur Diskussion an, denn so eine Welt, wie hier beschrieben, möchte wohl keiner haben.

  • Verlag: der Hörverlag

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