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Strindbergs Stern

“ von Jan Wallentin, gelesen von Matthias Brandt.

Spätestens seit der „Millennium-Trilogie“ von Stieg Larsson dürfte es auch dem letzten Buchliebhaber gedämmert haben, dass Schweden literarisch mehr zu bieten hat als „nur“ Astrid Lindgren. Auch Jan Wallentins „“ war eines jener Werke, die sehr wohlwollend von Publikum wie Kritikern aufgenommen wurden. Ob dem Schriftsteller mit seinem Erstlingswerk der ganz große Wurf gelungen ist?

Um das Wesentliche vorweg zu nehmen: Zwar ist die Story unglaublich spannend und brillant erzählt, wirklich neu ist das Ganze jedoch nicht. Die Geschichte um ein geheimnisvolles Artefakt, das den Finder ins Grab bringt, zwielichtige Figuren „magisch“ anzieht und Ansporn zu einer Jagd quer durch Europa ist, klingt erstmal reichlich spektakulär, spannend und unterhaltsam! Aber neu?! Das nun wirklich nicht, die Geschichte hätte genauso gut aus der Feder Dan Browns entspringen können.

Doch genau dieser Punkt macht die eigentliche Stärke des Buches aus. Der Leser oder der Hörer wird buchstäblich an die Story gekettet, ohne jedwede Chance von dieser loszukommen, bevor nicht die letzte CD gehört (oder der letzte Buchstabe ausgelesen) wurde: Die Story beginnt mit einem geheimnisvollen Kreuz, das in einem abgelegenen Ort gefunden wurde. Der „glückliche“ Finder hat jedoch nicht allzu viel Zeit, um Freude an diesem Fund zu haben, denn er wird einige Zeit später tot aufgefunden. Die Geschichte des Artefakts lässt sich bis zu einer Polarexpedition am Ende des vorletzten Jahrhunderts zurückverfolgen, die magischen Fähigkeiten des Kreuzes machen es nicht nur zum Gegenstand der Geschichte sondern auch zum Objekt der Begierde einer Sekte…

Angefangen mit dem unglaublich spannenden Handlungsverlauf und der genialen Story, bis hin zu den sympathischen Charakteren und der atmosphärisch dichten Erzählweise, ist „“ rundum gelungen. Darüber hinaus ist der Sprecher Matthias Brandt auch eine Idealbesetzung für das ohnehin fantastische Debüt von Jan Wallentin: Ihm gelingt es, den Figuren Leben einzuhauchen und der Geschichte einen authentischen Drehmoment zu verleihen, der den Leser unmittelbar in die Story hinein katapultiert. Kurzum: Das Hörbuch ist ein echter Hörgenuss und sehr zu empfehlen! Die Mischung aus Fiktion und Realität in Kombination mit hoher erzählerischer Qualität von Autor und Sprecher sorgt für ein echtes Hörerlebnis.

Geeignet ist das Hörbuch ab einem Alter von ca. 15 Jahren, das dargebotene Preis-Leistungsverhältnis ist sehr gut. „Strinbergs Stern“ dürfte vor allem für Liebhaber von anspruchsvolleren Kriminalromanen und Thrillern ein echter Hingucker sein.

Das Hörbuch ist bei „“ erschienen und auch als Downloadversion (für knapp 18€) verfügbar.

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