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Ulrich Tukur Die Spieluhr

Eine Novelle
Ulrich Tukur zählt zu den bekanntesten deutschen Schauspielern und hat nun sein zweites Buch veröffentlicht. Die Idee zum Buch entstand bei Dreharbeiten zum Film “Séraphine”. Durch Zufall hat er im französischen Chateau Montgeroult, in einem alten Schloss, einen Jungen getroffen. Im Schloss selber schien die Zeit stehen geblieben zu sein, alte Möbel, Spinnweben und eine riesige Bibliothek. Auf dem Sofa saß ein Junge, sehr blass, so das Tukur annehmen musste, dass dieser einer anderen Zeit entstamme. Durch diese Inspiration entstand diese Novelle, die voller Phantasie und Einfühlungsvermögen steckt, dass man selber das Gefühl hat, in die Geschichte hineinzutauchen.

Doch spielen auch die Dreharbeiten eine Rolle in seiner Geschichte, die aber anderen Personen und ihm selber die Möglichkeit bieten, sich in andere Zeiten zu begeben, indem sie durch Gemälde in eine andere Epoche einsteigen.

Auf der Suche nach dem geeigneten Drehort, verschwindet ein Mitarbeiter urplötzlich und taucht erst zum Ende der Filmaufnahmen wieder auf, ganz verschlissen und völlig durcheinander. Er erzählt dem Autor eine unglaubliche Geschichte, dass er in einer anderen Zeit war. Natürlich wird dieser nicht ernst genommen, bis schließlich der Autor, dem auf der Suche nach der Wahrheit dies ebenfalls passiert ist, nur war er nicht der Autor, sondern der, den er im Film dargestellt hatte, der deutsche Kunstsammler Wilhelm Uhde. Der Schauspieler, der Uhde verkörpert, macht dabei eine seltsame Entdeckung, die ihn in den phantastischen Kosmos von Séraphine katapultiert: in ein Leben hinter den Bildern und Gobelins eines vergessenen Schlosses der Picardie.

Mehr sollte aber an dieser Stelle nicht verraten werden, da sonst der Reiz dieser durchaus mehr als gelungenen Novelle nicht mehr vom Hörer aufgenommen würde. Die Geschichte, die vom Autor selber gelesen wird, lässt die Zeit einfach vergessen, weil sie so geschrieben ist, dass sie die Bilder der Geschichte einfach im Kopf beim Hörer entstehen lässt.

Dabei enthält die Geschichte auch einige Gruselelemente. Auf die Frage warum er die Geschichte Novelle nannte, hat der Autor gesagt, dass er nicht weiß, was eine Novelle ist, und eine Erzählung sowie Roman nicht passt, er sich entschlossen habe, es Novelle zu nennen. Auch wenn er bis heute nicht weiß, was eine Novelle eigentlich ist. Aber dies ist egal, denn seine Geschichte als solche ist nicht nur interessant, sondern auch fesselnd zugleich. Und seine Stimme als Leser ist sehr angenehm und warmherzig.

Verlag

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