Computerspiele

Computerpiele bestehen aus Programmlogik, Grafik, Sound – und einer Rahmenhandlung.

Was für eine Hintergrundgeschichte hat das Spiel?

Das ist natürlich bei einem Adventure oder Rollenspiel wichtiger als bei einem Formel-1-Rennspiel. Hier sollte man sich vorstellen – und besser gleich zu Papier bringen – wie das Ganze auf dem Monitor aussehen könnte.

Für Adventures und Rollenspiele braucht man sicher auch ein Story Board, also eine Art Drehbuch, das festhält, wie die Handlung verläuft. Außerdem ist zu überlegen, welche Figuren und Charaktere auftauchen. Skizzen auf Papier helfen auch hier bei der Umsetzung.

Zu den Akteuren eines Spiels gehören:

der oder die (spielergesteuerte(n) Hauptdarsteller (“der Held”) des Spiels (z.B. ein edler Ritter, ein Rennwagen, ein Raumschiff, eine Ameise, alles ist möglich), die Gegner, Konkurrenten, oder Nicht-Spieler-Figuren (NPC = Non Player Characters), die Spielumgebung/ Umweltwelt (z.B. ein Fantasieland, der Weltraum, ein Aquarium etc.) mit ihren Bewohnern und Kreaturen.

Wenn man sich hier grob im Klaren ist und die Rahmenhandlung (Geschichte), Spielewelt, Haupt- und Nebendarsteller vielleicht einmal zu Papier gebracht sind, kann es fast schon losgehen…

Diese Seite soll für alle Fortgeschrittenen in der Spielentwicklung verschiedene Wege aufzeigen, wie sie auf dem Weg ihre Ziele erreichen, vernünftig und ohne zu viel Frustration vorankommen.

Die erste Möglichkeit, sind sogenannte “Spielebaukästen”. Dort sind viele Teile des Spiels schon geschrieben, die Grafikengine steht und es gibt schon Basisfunktionen. Es ist schon fast eine Art erweitertes Leveldesign. Die Möglichkeiten der Gestaltung sind natürlich etwas eingeschränkter, aber die Chance, dass ein fertiges Spiel entsteht auch vielmals höher.

Die aufwendigste Variante ist es, alles vom Reißbrett an selber zu schreiben und zu entwickeln, das ist die maximale Arbeit, aber bietet auch, solange die eigenen Möglichkeiten an Arbeitskraft und Zeit vorhanden sind, die maximale Gestaltungsmöglichkeit für das Projekt.

Die Gefahr des Überschätzens gibt es natürlich auch. Erfahrungen sollten bei kleinen Projekten gesammelt werden. Spiele wie Tetris, Pac Man oder Space Invaders sind einfach gestaltete Projekte, die auch sehr oft kopiert wurden.

Egal wofür Sie sich entscheiden: Am wichtigsten ist es, ein Spiel auch wirklich fertig zu stellen. Ein einfaches Spiel, das es auch wirklich gibt, ist besser als ein Spiel mit grandiosen Ideen und leuchtenden Farben – das nur in Ihrer Phantasie existiert, oder?

Ihr erstes eigenes Projekt wird Ihnen die nötige Sicherheit geben, um später – leider unausweichliche – Frustrationen auszuhalten. Je kleiner es ist, umso eher werden Sie Ihren ersten Erfolg feiern können. Wenn es Ihnen irgendwann zu langweilig ist, hält Sie niemand davon ab, Ihr Spiel auszubauen oder mit einem ambitionierteren Design noch einmal von vorne anzufangen.

Bevor Sie also loslegen, sollte ein Plan aufgestellt werden, z.B. was wann passieren soll oder welchen Regeln das Geschehen folgen soll. So behalten Sie immer den Überblick. Bewährt hat sich das Gerüstprinzip, in dem man mit der Grobdarstellung des Geschehens beginnt. Ein Grundgerüst wie Pac Man ist in 2 bis 4 Stunden erstellt, aber das andere kann schon einige Wochen dauern.

Spielebaukästen

Diese Variante ist der Weg, auf dem jeder am ehesten zu ersten Erfolgen kommen kann. Spielebaukästen gibt es viele, davon auch welche kostenlos im Internet. Dazu eine Menge Anleitungen und Foren. Ein Beispiel: http://www.softgames.de/.

Mit dem 3dGames creator kann man sein eigenes Spiel gestalten. Leider gibt es diese Software zur Zeit nur in Englisch. Mit Hilfe der Constructive Solid Geometry können Objekte und Szenen bearbeitet werden. Wenn man diese Software einsetzt, sollten kleine Kenntnisse der Programmiersprachen vorhanden sein (Herausgeber: bhv). Mehr Infos unter colorarts.de/.

Fremde Engine und andere Hilfsmittel verwenden

Eine weitere gute Methode ist es, eine fremde Engine zu verwenden, sowie auf andere Bibliotheken von anderen Entwicklern zurückzugreifen, damit zwar ein Höchstmaß an eigener Gestaltung möglich ist, die Entwicklung jedoch auf die Kernpunkte des eigentlichen Spiels beschränkt werden können. Auch viele der professionellen Entwickler greifen auf diese Methode zurück um Kosten zu sparen und bewährte Technologie auszureizen. Es gibt im Internet eine Hülle und Fülle von kostenlosen Engines und Bibliotheken, die einem das Leben leichter machen können.

Tool für Spielentwicklung – Gamemaker

Der Gamemaker wurde über- bzw. neu erarbeitet. Ein Professor aus den Niederlanden hat ein wohl sehr einfaches aber auch effektives Tool erarbeitet. Ursprünglich hatte er diesen nur für seine Kinder entwickelt und bietet diesen aber jetzt auf seiner Webseite an. Dieses Werkzeug ist so umfangreich, dass mit seiner Hilfe ein gesamtes Spiel entwickelt werden kann.

Grundlagenforschung

Hier gibt es eine umfangreiche Beschreibung, wie ein Spiel erstellt werden kann. Dort gibt es (leider nur in englisch) Tools und alles was man zum Programmieren braucht. Ein Besuch der Seite http://www.gamedev.net/ lohnt sich.

Now 3D ist ein Freeware-Raytracer mit grafischem Benutzerinterface. Schnell hat man fotorealistische 3D Grafiken erstellt. Mehr dazu unter: digilander.libero.it/giulios/Eng/Index.htm (WEBCODE 23KT).

Anim8or ist ein ausgewachsenes Modelling-Tool, das über Animations- und Renderfunktionen verfügt. Die Stärken des Tools liegen in der Objekterzeugung. Aber auch die Animation ist möglich. Mehr dazu unter: http://www.anim8or.com/.

Mit 3D Canvas 6.0 kann man wunderschön arbeiten. Das Echtzeitrendering macht Spaß. Es ist ein Tool, das vor allem Einsteiger nutzen können. Die Werkzeuge der kostenlosen Variante sind ausreichend. Mehr dazu unter: http://www.amabilis.com/

Mit Wings 3D kann man schnell und mit wenigen Werkzeugen 3D Modelle erstellen. Die groben Modelle können mit dem Werkzeug xSmoothx in weiche Formen umgewandelt werden. So lassen sich richtig komplexe Modelle erstellen. Mehr dazu unter http://www.wings3d.com/

Alice ist ein Entwicklungstool mit dem ganz einfach verschiedene Level erstellt werden können. Mit ein paar Englischkenntnissen ist das Programm schnell und einfach zu bedienen. Die Software und einen Workshop findet ihr auf der Homepage http://www.alice.org/

Auch Virtools ist solch ein Entwicklungstool, mit dem nach ein wenig Einarbeitungszeit eine Levelentwicklung möglich ist. Mehr dazu gibt es unter http://www.virtools.com/.

Ein ähnliches Programm ist Adventure Maker, das aber nicht kostenfrei ist. Erst nach der Überweisung von ca 30 Dollar ist das Programm verfügbar. Mehr dazu unter http://www.adventuremaker.com/.

Visionaire ist so ein kleiner Favorit von uns. Abgesehen davon, dass die Homepage des Projektes sehr viele Informationen für Einsteiger und Fortgeschrittene hat, ist das Programm sehr gut geeignet, einfache und schöne Level selbst zu entwerfen. Mit der Demo kann man erst mal sich selber testen. Die Vollversion gibt es schon ab 30,00 Euro.

Unter www.gamasutra.com findet man alle Aspekte, die bei der Spielentwicklung beachtet werden sollen. Die Seite ist sehr umfangreich und wendet sich an fortgeschrittene Spielentwickler.

1000 freie 3D Modelle

Warum aufwendige 3D Modelle selbst erstellen? Da lacht das Herz jedes 3D Fans, was man sonst nur für bare Münze bekommt, ist hier kostenlos erhältlich. Unter Free Stuff bekommt man fast alles, was man braucht. Mehr dazu unter http://www.3dcafestore.com

3D-Tutorials ohne Ende

Wie erstelle ich am besten eine realistisch wirkende 3D-Landschaft mit Bryce? Wie setze ich wirkungsvolle Beleuchtungen in 3D-Szene? Diese und noch viele andere Fragen beantwortet die kostenfreie Seite http://www.computerarts.co.uk/

3D-Community

Die Community der 3D-Künstler und derer, die sich dafür halten, trifft sich auf http://www.renderosity.com/. Die Folge ist ein komplett geschnürtes Kraftpaket für alle 3D-Lebenslagen.

Kostenlose Tutorials und Modelle

Die eigentliche Spezialität dieser überwiegend kommerziellen Webseite sind jedoch die vielen englischsprachigen Onlinetutorials (3D Studio Max, Softimage, usw.), die kostenlos angeboten werden. Zudem kann man auch im Bereich 3D Free3D auch jede Menge 3D- Modelle herunterladen.

Unter 3dgamestudio.net/ gibt es ein Softwarepaket zur Erstellung von 3D-Spielen ohne Programmierkenntnisse. Unter 3dgaming.de findet man eine Website mit dem Spielentwicklungskit “Q3Radiant”.