Mensch, langweile dich nicht

Schon wieder ein DVD-Wochenende geplant? Wie langweilig! Wie wäre es stattdessen mit einem Spiele-Abend mit der Clique? Wir geben Ihnen Tipps, woran Sie dabei denken sollten, und stellen angesagte Spiele vor.

Noch wenige Sekunden, dann ist die Zeit abgelaufen. Marie gibt alles und versucht das Wort “Mikrowelle” zu erklären. Gar nicht so einfach, denn bei “Tabu” darf man bestimmte Begriffe dazu nicht verwenden. Leider liegt ihr Team, das eigentlich das Wort erraten soll, vor Lachen auf dem Boden. Spiele-Abende machen einfach Spaß – besonders, wenn die Spielauswahl stimmt und die Snacks schmecken.

Die Vorbereitung

Was gibt denn die eigene Spiele-Sammlung so her? Sollte sich hier außer einem verstaubten “Mensch ärgere dich nicht”-Spiel nichts finden, kann man seine Freunde beauftragen, nach lustigen, spannenden oder kuriosen Spielen in der eigenen Sammlung Ausschau zu halten. Am besten eignen sich für eine große Runde Gesellschaftsspiele, bei denen alle gleich gut mitspielen können. So kommt keine Langeweile auf. Besonders schön ist es, wenn für die Gäste Snacks und Getränke bereit stehen – denn nach mehreren Runden Spielspaß freut sich jeder über eine kleine Stärkung. Wie wäre es deshalb mit einer fruchtigen antialkoholischen Bowle und kultiger Verpflegung a la Fingerfood?

Die Spiele-Klassiker

Zu den Klassikern unter den Spielen zählen beispielsweise “Tabu”, “Activity” oder “Phase 10”. Sie können sie mit vielen Freunden spielen und sie bringen jede Menge Spaß und Action.

Tabu: Innerhalb kürzester Zeit müssen Sie möglichst viele Begriffe erklären, ohne bestimmte Worte zu benutzen. Das gegnerische Team passt genau auf, ob Sie sich auch daran halten. Das eigene Team muss aus den oft kuriosen Beschreibungen schlau werden und den richtigen Begriff erraten. Und das sehr schnell, denn die Zeit läuft. Man kann es selbst kaum glauben, was einem alles einfällt, um einen Begriff ohne die “Tabu-Worte” zu erklären.

Activity: Das Spiel läuft ähnlich wie Tabu ab, nur dass hier die Begriffe nicht nur mit Worten umschrieben, sondern auch pantomimisch dargestellt oder mit dem Stift gezeichnet werden müssen. Hier wird im wahrsten Sinne des Wortes mit Händen und Füßen geredet. Es gibt zwei Teams. Jeweils einer aus einem Team erklärt, die anderen aus seinem Team müssen raten. So geht es reihum. Sie können es zu dritt aber auch in großen Gruppen bis zu 16 Personen spielen. Bei Activity ist der Name Programm.

Phase 10 ist ein spannendes Kartenspiel. Alle Phasen – das sind Kombinationen bestimmter Karten – sind verschieden: Karten des gleichen Zahlenwertes, Karten mit aufeinander folgenden Zahlenwerten und Karten einer bestimmten Farbe. Die Kombinationen werden von Durchgang zu Durchgang schwieriger. Denn nur, wer eine Phase erfolgreich auslegen konnte, darf sich im nächsten Durchgang einer neuen Phase zuwenden. Schaffen Sie es nicht, müssen Sie sich an dieser Phase erneut versuchen – so lange, bis es endlich gelingt. Wer zuerst alle 10 Phasen geschafft hat, ist Gewinner. Die Verbindung aus taktischem Geschick und Kartenglück schafft immer neue Spielverläufe. Denn Sie können Ihre Mitspieler zusätzlich durch Aussetz-Karten blockieren oder durch gezieltes Ablegen von Karten manipulieren.

Die Newcomer

Neu auf dem Spiele-Markt ist “Was’n das?”. Bei diesem Kommunikationsspiel haben Sie 20 ganz normale, kleine Gegenstände wie Spielfiguren, Münzen oder Klammern zur Verfügung, um Begriffe darzustellen. Über 1000 Dinge können Sie auf diese Weise Ihren Mitspielern erklären. Hier kann jeder beweisen, wie viel Phantasie in ihm steckt. Auch “Ein solches Ding” gehört zu den Neulingen unter den Kartenspielen und erfordert eine Menge Einfallsreichtum.

Auf den einzelnen Karten, die Sie auf der Hand haben, stehen Adjektive, Nomen oder eine Beschreibung wie beispielsweise “es schwimmt” oder “hat ein Fell”. Hintereinander legen die Spieler ihre Karten an. Jeder, der anlegt, muss sich ausdenken, um was für ein Ding es sich denn eigentlich handeln soll. Denn er kann jederzeit von einem Mitspieler gefragt werden. Legt einer nicht an, sondern will wissen, um was es sich hier handelt, muss der letzte Spieler “das Ding” erklären. Kann er das nicht, muss er Karten aufnehmen.

Treffende Beschreibungen und aberwitzige Definitionen wechseln sich hier ab und in dem Trubel erklärt sich mancher dann um Kopf und Kragen.

Zum Selbermachen:

Twister
Bei Twister ist jede Menge Beweglichkeit gefragt, wenn sich auf der Matte Arme und Beine der Mitspieler verknoten.

Material:
Schere, Stift, Papier/Pappe, Textilfarbe (Rot, Grün, Gelb, Blau), weißes Stück Stoff (Bettlaken) 1,50 x 2 Meter, undurchsichtige Tüte

Und so geht’s:
Mit Textilfarbe jeweils 6 rote, 6 grüne, 6 gelbe und 6 blaue, ca. 30 cm große Kreise reihenweise auf den Stoff malen. Aus Pappe/Papier 16 Karten schneiden (ca. 10 x 15 cm). Immer 4 Karten in der gleichen Farbe bemalen.

Zuerst nehmen Sie die roten Karten: Auf die erste schreiben Sie “rechter Fuß”, auf die zweite “linker Fuß”, auf die dritte “rechte Hand” und auf die vierte “linke Hand”. Das Gleiche machen Sie auch mit den gelben, grünen und blauen Karten. Fertig? Dann werden die Kärtchen gemischt und in die Tüte gelegt. (Tipp: Farbe muss vor Spielbeginn trocken sein.)

Das Spiel ist für bis zu vier Mitspieler geeignet. Ein Spieler zieht die Karten aus der Tüte und sagt, was die Mitspieler zu tun haben. Z.B.: “rechte Hand auf grün”. Nach jedem Zug legt er die Karte zurück in die Tüte, zieht erneut und gibt die nächste Anweisung.

Die Spieler wechseln dementsprechend die Positionen. Sind alle Felder einer Farbe belegt, wird noch einmal gezogen. Gibt es keinen Schiedsrichter, ziehen die Spieler abwechselnd die Karten selbst. Wer das Gleichgewicht verliert, umfällt oder sich anders als mit Händen und Füßen auf der Spielmatte aufstützt, scheidet aus. Sieger ist der Letzte auf der Matte.

Wie bewerten Sie dieses Spiel?

GD Star Rating
loading...

Kommentar schreiben