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Sauschwer – Wer wiegt, gewinnt!

Das Spielprinzip ist einfach verständlich und bedarf keines langen Studiums der Anleitung.

Zu Beginn des Spiels wird die Waage in der Mitte des Spieltisches aufgebaut und auf einer beliebigen Seite das Holzschweinchen Helmut platziert, dessen Position im Spielverlauf stets die schwerere der beiden Seiten markiert. Es werden an jeden Mitspieler 3 Karten mit der Schätzaufgabe nach oben als Handkarten ausgeteilt. Alle nicht verteilten Karten bilden dann den Nachziehstapel.

Zudem bekommt jeder Spieler einen Schweinebackenmarker, der analog zur Waage eine rote und violette Seite besitzt. Zu Spielbeginn wird zunächst die oberste Karte des Nachziehstapels auf die Seite der Waage gelegt, auf der Helmut sitzt. Angefangen mit dem schwersten Mitspieler muss nun jeder Spieler eine beliebige Karte aus seinen Handkarten auf die Seite der Waage legen, auf der Helmut nicht sitzt.

Anschließend muss der Spieler die Gesamtgewichte jeder Seite miteinander vergleichen und Helmut entsprechend umsetzen, bevor durch Nachziehen einer Karte aus dem Nachziehstapel der Zug beendet wird.

So geht es reihum bis eine der folgenden Umstände eintritt:

1. Es sind insgesamt 8 Karten an der Waage platziert oder

2. Ein Spieler zweifelt Helmuts Position (also die Entscheidung des letzten Spielers) an. Dazu ruft er laut „Stopp“. Sollten mehrere Spieler anzweifeln, dann gilt derjenige als Anzweifler, der als erstes „Stopp“ gerufen hat.

Je nach eingetretenem Zustand gibt es abweichende Spielausgänge. Ist Punkt 1 eingetreten, so müssen die Spieler mit ihrem zunächst abgedeckten Schweinebackenmarker anzeigen, welche Seite der Waage sie als schwerer einschätzen.

SauSchwer_Material_Box

Haben alle ihre Wahl getroffen, werden die Marker aufgedeckt und anschließend die Gewichte der Waagenseiten ausgewertet. Dazu werden die auf den Rückseiten der Karten notierten Gewichte für jede Seite aufaddiert. Die Spieler, die auf die richtige Seite getippt haben, bekommen pro Spieler, der falsch liegt, einen Punkt. Spieler, die falsch getippt haben, erhalten wiederum keine Punkte.

Ist Punkt 2 eingetreten, so zeigen die Spieler wie schon bei 1. mit ihrem Marker, welche Seite der Waage sie als schwerer einschätzen. Der Spieler, der vor dem Anzweifeln als Letzter am Zug war, muss die Seite wählen, auf der er Helmut platziert hat.

Der Anzweifler muss die entgegengesetzte wählen. Alle übrigen Spieler können sich frei für eine Seite entscheiden. Haben alle ihre Entscheidung getroffen, so werden wieder die Gesamtgewichte der Waagenseiten bestimmt. Hat der Anzweifler richtig angezweifelt, dann bekommt er für jeden Spieler, der falsch liegt, einen Punkt sowie einen Bonuspunkt. Hat er hingegen zu Unrecht angezweifelt, so erhält er lediglich einen Minuspunkt.

Die Punktevergabe für die übrigen Mitspieler bleibt davon unbeeinflusst, d.h. alle Spieler, die auf die richtige Seite getippt haben, erhalten für jeden Spieler, der falsch liegt, einen Punkt; Die Spieler, die falsch getippt haben, bekommen keine Punkte für diese Runde.

Im Pappkarton befinden sich 188 Spielkarten, die auf der Vorderseite einen Gegenstand benennen, dessen Gewicht auf der Rückseite vermerkt ist. Weiterhin eine Waage bestehend aus einem Waagebalken mit zwei Seiten (rot und violett) und einem Hölzchen. Sowie acht Schweinebackenmarker, die die Farbgebung der Waage aufgreifen.

Zu guter Letzt ein schwergewichtiges Schwein namens Helmut, das als stabile Holzfigur ausgeführt ist. Alle Spielmaterialien wirken gut verarbeitet.

Die Spielanleitung ist als Booklet ausgeführt und gibt den grundsätzlichen Spielablauf verständlich wieder. Mit vier Seiten ist die Anleitung auch angenehm kurz gehalten. Das Geschriebene ist sinnvoll strukturiert und wird durch zahlreiche Abbildungen unterstützt. Das Spielprinzip ist einfach verständlich und sicher auch für Kinder unter 10 Jahren nachvollziehbar.

Das Spiel spielt sich zu jeder Zeit sehr flüssig und macht auch nach mehreren Runden noch eine Menge Spaß. Das liegt vor allem daran, dass teilweise sehr exotische Gegenstände gewichtsmäßig eingeschätzt werden müssen, wie z.B. der Betstuhl des Springer Gründers oder die Kohlenhydrate in 100kg Bananen.

Insgesamt sind genügend Gegenstände vorhanden, sodass auch nach zahlreichen Durchläufen keine Langeweile aufkommt. Um das Spiel zu individualisieren, könnten noch einige unbeschriebene Kärtchen beigelegt werden, sodass man auch eigene Gegenstände ins Spiel bringen kann.

Allgemeine Informationen

  • Autoren: Andrea Meyer & Martin Schlegel
  • Produzent: Zoch GmbH
  • Spieltyp: „gewichtiges Schätzspiel“
  • Altersempfehlung: ab 10 Jahren
  • Mitspieler: 2 bis 8
  • Dauer eines Durchgangs: 20 bis 30 Minuten

Getestet und geschrieben von Christian Gundlach.

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