AARGH! TECT

Bereits der Titel lässt erahnen, dass es sich um ein besonderes Spiel handelt.
Die Abbildung auf der Verpackung – ein Comic , der sich mit einer auf den Kopf schlägt und offensichtlich von einigen Schlägen bereits in Mitleidenschaft gezogen wurde, schreckt fast ab.

Aber wer mutig ist und das Spiel spielt, wird mit viel Spaß und keinen Beulen belohnt.  Denn die tatsächlich im Spiel enthaltenen n sind aufblasbar und können keine Verletzungen verursachen. Außer zwei aufblasbaren n sind noch 2 Sätze verschieden farbige und geformte Holzteile (Bauklötze) enthalten (Baumaterial), 2 Pappsteinplatten, 2 Übersetzungshilfen sowie 24 Projektkarten aus etwas dünnerer Pappe. Insgesamt macht das Spielmaterial einen hochwertigen Eindruck.

Gespielt wird in 2 Mannschaften. Jeweils ein Spieler einer Mannschaft ist der Architekt (AARGH!TECT), die übrigen Spieler sind Arbeiter. Die Architekten erhalten die n. Sie ziehen die Projektkarten, auf denen unterschiedliche Gebäude aus den Bausteinen abgebildet sind. Ziel ist es nun, als erster das auf der Projektkarte abgebildete Gebäude mit den Bausteinen fertig zu stellen. Die Anweisungen erfolgen gemäß der vom Spiel vorgegebenen Gestik und  Steinzeitsprache (Übersetzungshilfen).

Ein Beispiel. Der Architekt möchte, dass einer von seinen Spielern den gelben Baustein nimmt. Für den gelben Baustein  muss er mit dem Kopf hin- und herwackeln und dabei sagen „Ugungu“  Nach und nach müssen die Arbeiter nach diesen Anweisungen die Bausteine verbauen. Da insgesamt nur 12 Befehle existieren, ist der Bau nicht immer problemlos. Hier kommt die ins Spiel. Haben die Arbeiter richtig gebaut, schlägt der Architekt ganz leicht mit seiner einmal auf den Kopf des Arbeiters, hat der Arbeiter falsch gebaut, schlägt er zweimal auch ganz leicht auf den Kopf des Arbeiters. Möchte der Architekt, dass seine letzte Anweisung ignoriert wird, schlägt er sich selbst auf den Kopf.

Sobald ein Gebäude fertig gestellt ist, ruft der Architekt AARGH!TECT und die Mannschaft  erhält, wenn das Gebäude dem auf der Projektkarte entspricht, die angegebenen Punkte.

Beim Spielen geht es turbulent zu, da die Mannschaften wetteifern und die Architekten eigentlich unverständliche Laute von sich geben und komische Verrenkungen vollführen. Natürlich wird im Eifer des Gefechts schon einmal eine falsch eingesetzt. Auch wenn es so direkt nicht in der Spielanleitung steht, sollte dies zum Punktabzug führen. (Die Verfasser haben wohl nicht damit gerechnet, dass die Versuchung für die Architekten groß ist, sich gegenseitig oder auch schon mal die gegnerische Mannschaft zu attackieren.)
Die Spielanleitung ist sehr gut verständlich. Beachtenswert ist der Hinweis, dass die durch die Mannschaften gemeinsam vorzunehmende Bewertung der Bauwerke fair und großzügig vorzunehmen ist.

Für alle, die lebhafte Spiele mit Pantomime-Elementen mögen, ist AARGH!TECT ein wirklich empfehlenswertes Spiel.

  • Verlag: Heidelberger Spieleverlag
  • Spieler: 2 – 8
  • Alter: nach Angabe des Anbieters ab 8
  • Autor: Walter Obert
  • Dauer: 30– 60 Minuten, abhängig davon, wie viele Karten ausgespielt werden
  • Schwierigkeitsgrad: einfach bis mittel

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