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Belfort

Als ich das erste Mal dieses Spiel in die Hand genommen habe, fiel mir sofort die schwere Packung auf. Die Gestaltung des Kartons selbst war jedoch zunächst ein wenig „nichts“- sagend.

Einzig die Rückseite offenbarte, dass es sich hierbei um ein Spiel handelt, in dem offensichtlich Rohstoffe und Güter vorkommen. Ein so genanntes Worker Placement Spiel.

Worum geht es?
ist eine Industrie- und Garnisonsstadt in Ostfrankreich. Die Aufgabe hierbei, so viele Siegpunkte wie möglich zu erhalten durch den Bau von Gebäuden. Dabei besteht die Spielfläche aus einem Pentagon, das wiederum aus 5 Teilen zusammengesetzt wird. Dem Spieler stehen Zwerge, Elben und Gnome zur Verfügung, die beim Bau helfen.

Zum Errichten der Bauwerke gibt es drei Rohstoffe (Holz, Stein und Eisen) sowie Münzen als Zahlungsmittel. Nach einem festen Kalender werden die Stadtteile gewertet und derjenige mit den meisten Bauwerken (Vorherschaft) bekommt entsprechend Punkte gutgeschrieben.

Zum Spiel selbst:
Nach dem Öffnen fiel sofort die gute und stabile Verarbeitung der Spielfläche und des Zubehörs auf. Weniger schön war dabei, dass in einem Klebemarathon auf über 100 Elben-, Zwerge- und Gnome-Steinen ein kleiner Sticker aufgeklebt werden musste. Somit sollten Käufer diese Zeit vor dem ersten Spiel einplanen.

Beim Betrachten der einzelnen Spielfiguren fällt auf, dass die Zwerge irgendwie eher wie nordische Kampfwikinger als wie kleine Arbeiter aussehen. Nunja, der Symbolcharakter bleibt jedoch gewahrt.

Spiel aufgebaut und Spielanleitung her, los geht’s. Dachte ich. Beim Lesen der sehr guten Spielanleitung, welche hin und wieder einen kleinen Witz nicht vermissen lässt, stellte sich heraus, dass dieses Spiel doch recht komplex ist. Bei den ersten Spielversuchen sollte man die Anleitung also nicht zu weit weg legen.

Wie üblich macht es sich bei solchen Spielen am besten, wenn man jemanden dabei hat, der dieses Spiel bereits kennt. Da ich leider so jemanden nicht bei der Hand hatte, dauerte das erste Spiel auch glatt 180 Minuten.

Belfort1

Im Spielverlauf entdeckt man dann hier und da noch Ausnahmen und Möglichkeiten, die Strategie der anderen Mitspieler komplett auf den Kopf zu stellen.

Das „normale“ Spiel dauert ca. 90 bis 120 Minuten, da das Besteuerungssystem den erfolgreichen Spieler erheblich ausbremst und somit das Spiel in die Länge zieht.

Die Altersgrenze von 12 Jahren würde ich auf jeden Fall ernst nehmen, da sonst die Mitspieler aufgrund der komplexen Regeln schnell die Lust verlieren werden.

Dieses Spiel enthält lediglich beim Aufbau Zufallselemente, so dass durchweg die richtige Strategie entscheidet.

Alles in allem ein gutes bis sehr gutes Spiel, dem ich 4 von 5 Würfeln gebe.

  • Verlag Pegasus
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren

 

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