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City Tycoon

Planen, Bauen, Verkaufen, Versorgen – das sind die Grundpfeiler beim Städtebau und genau das sind die Aufgaben bei „“. Ziel des Spiels ist es, durch den geschickten Bau und Verkauf von Stadtbezirken und Kraftwerken sowie dem Transport von Rohstoffen durch die Stadt Bürgermeister der entstehenden Metropole zu werden, indem man Geld und Siegpunkte scheffelt.

Bei „“ handelt sich um ein Aufbau-Strategie-Spiel für zwei bis fünf Spieler ab 12 Jahren, welches wie in unserem Test bei voller Besetzung mit fünf Spielern etwa anderthalb Stunden dauert. Das Spiel bringt eine achtseitige Anleitung und ein Beiblatt mit genaueren Beschreibungen zu den verschiedenen Bezirkstypen der Stadt sowie den Auswirkungen der einzelnen Spielplättchen mit.

Weiterhin gibt es diverse Spielutensilien, wie die Landschafts- und Bezirksplättchen, verschiedene Kraftwerke, Besitzmarker, Rohstoffwürfel in drei Farben und Geldmünzen. Aber keine Angst vor so viel Vielfalt, die Anleitung ist ausführlich und gut strukturiert.

Das Spiel ist rundenbasiert aufgebaut: Insgesamt werden vier Runden gespielt, in denen die errichteten Stadtteile immer größer und teurer werden, aber auch mehr Prestige in Form von Geld, Rohstoffen, Punkten oder einer Kombination aus allen bringen – natürlich vorausgesetzt, dass man auf das richtige Pferd setzt.

Jede der Runden ist in fünf Phasen eingeteilt, in der unter anderem die Spielerreihenfolge in Abhängigkeit des Bargeldes festgelegt wird, neue Stadtteile geplant oder errichtet werden und die Erfüllung der Forderungen der gebauten Bezirke gewährleistet wird. Im Anschluss folgt eine Aufräumphase, die wie eine Müllabfuhr durch die gesamte Stadt geht.

So weit, so gut. Interessant ist schon der Anfang des Spiels, denn die Spieler beginnen mit steigendem Startkapital: So beginnt der Startspieler mit 20€ (wir denken uns einfach mal noch sechs Nullen dran) und der fünfte Spieler schon mit 28€.

Dieses unterschiedlich hohe Startkapital gleicht die Tatsache aus, dass jedes weitere errichtete Kraftwerk mehr als das zuvor erbaute kostet. Nachdem die Spielerreihenfolge festgelegt worden ist und das Startkapital zur Verfügung steht, beginnt die Planungsphase.

Dabei werden an jeden Spieler sechs Bezirksplättchen verteilt. Davon wählt er eines aus und gibt die anderen fünf an seinen Nachbarn weiter, bis alle verteilt sind. Es ist hier also wichtig sich anzusehen, welche Stadtteile die Gegenspieler bereits haben und welche Vorteile ihnen durch die Weitergabe von Bezirksplättchen eventuell zugespielt werden.

Im Anschluss erfolgt die Bauphase, bei der sich der Spieler entscheidet, ob er baut oder verkauft. Eigene Kraftwerke zu errichten, ist aber erst einmal überlebensnotwendig in diesem Spiel, denn sie sind die Rohstoffquellen (rote oder blaue Ressourcen) und ohne sie muss man ansonsten die benötigten Ressourcen teuer im Stadtzentrum oder bei den Mitspielern erwerben – und diesen damit das hart erarbeitete Geld in den Rachen schmeißen. Taktisch sinnvoll ist es daher vielleicht, die eigenen Kraftwerke an den „Stadtrand“ zu bauen, um somit die Transportwege bei der Versorgung für die Mitspieler zu verlängern und die eigenen Einnahmen in die Höhe zu treiben.

Alternativ zu den Kraftwerken kann man natürlich auch die ausgewählten Stadtteile bauen. Diese werden dann in der Versorgungsphase unter anderem mit roten und blauen Rohstoffwürfeln beliefert und bringen einem dadurch Geld, Punkte oder gelbe Rohstoffwürfel ein. Mit den gelben Rohstoffwürfeln können wiederum diverse (zum Teil andere) Stadtteile versorgt werden, weshalb auch sie zum Erwerb von Macht und Ruhm verwendet werden können – und sollten. Wenn man knapp bei Kasse ist, kann man aufs Bauen auch verzichten und Geld gewinnen, indem man geplante Stadtteile an die Bank verkauft.

Nach der Bauphase kommt (sobald keine Stadtteile mehr zum Bauen oder Verkaufen verfügbar sind) jeweils die Versorgungsphase, bei der es oberstes Gebot ist, geschickt die verfügbaren und gegebenenfalls eingekauften Ressourcen zu verteilen. Dabei gilt jeweils, dass der Transport durch fremde Stadtteile und der Einkauf von externen Ressourcen nicht unerhebliche Kosten erzeugt.

Es ist also wichtig, wo die eigenen Stadtteile platziert sind. Nachdem am Ende der Runde die Müllabfuhr wieder Ordnung in die Stadt gebracht hat, beginnt eine neue Runde. Auf diese Weise wächst und gedeiht die Stadt über insgesamt vier Runden. Gewonnen hat derjenige Spieler, der am Ende die meisten Punkte erzielt hat.

erlaubt es, verschiedene Arten von Strategien zu fahren: Von der oben angesprochenen Strategie, bei der die erworbenen Kraftwerke an den eigenen Stadtrand gebaut werden, um Transportgebühren zu kassieren, bis hin zu der Strategie, rein auf Cash aus zu sein (10€ ergeben einen Siegpunkt am Ende), ist alles möglich: Monokultur bei den Rohstoffwürfeln, vollständiger Einkauf fremder Ressourcen etc.

Sehr praktisch sind die vielen mitgelieferten Tütchen, um all die Spielplättchen sortiert einpacken zu können. Das spart Zeit und Nerven, wenn man das Spiel erneut hervorholt. Von Vorteil ist auch das kleine Täfelchen, um die dynamische Spielerreihenfolge als visuelle Stütze stets vor sich liegen zu haben, falls man mal die Reihenfolge vergessen hat.

Allerdings haben wir einen Marker vermisst, der anzeigt, welcher Spieler gerade am Zug ist. Gerade wegen der dynamischen Reihenfolge, die ja abhängig vom Bargeldstand der Spieler ist, wäre dies hilfreich – vor allem um den Überblick bei größeren Runden zu behalten. Aber das ist eine Kleinigkeit und hat den Spielspaß keineswegs gemindert!

Uns hat dieses Spiel viel Spaß bereitet! Beim ersten Spiel haben wir etwas mehr als auf der Verpackung angegeben an Zeit gebraucht, wir haben jedoch auch gemerkt, dass die dritte und vierte Runde schon deutlich flüssiger abliefen, als die ersten beiden. Es ist also klar ein Spiel, das man nach dem Motto „learning by doing“ richtig versteht.

Einen erfahrenen Spieler mit an Bord zu haben, kann also von Vorteil sein, um sich die Regeln erklären zu lassen, allerdings hat dieser dann vielleicht schon eine Siegesstrategie parat, um die Newbies abzuziehen. Wir haben in unserem Spiel verschiedene Strategien verfolgt, einige haben sich teils bewährt, andere gingen ein wenig schief. Vielleicht probieren wir beim nächsten Spielen andere Strategien aus, um der zu werden!

sehr empfehlenswert

Verlag: Pegasus

Getestet von Christina Lenz

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