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Civilization

Es ist äußerst selten, dass man aus einem erfolgreichen Computerspiel ein Brettspiel entwickelt. Sid Meiers gehört zu den erfolgreichsten Globalstrategie-Computerspielen, die wiederum andere Spiele extrem beeinflussten. Man schätzt, dass von dieser Reihe über 8 Millionen Exemplare verkauft wurde. Das erste Mal erschien der Titel 1991.

Dabei beeinflusste dieses Spiel auch weitere Titel, wie zum Beispiel Alpha Centauri oder Call to Power. Egal wie, die Macher sind sich bei dem Konzept des Spiels immer treu geblieben, so dass man auf verschiedenen Wegen sein Ziel der Weltherrschaft mit unterschiedlichen Mitteln erreichen konnte. Sei es militärisch oder über die bekannte Diplomatie und die eigene Kultur, die man entwickeln musste, so dass sich Nachbarregionen nach einem entsprechenden Zeitraum ihnen einfach angeschlossen haben.

Insgesamt begibt sich der Spieler auf eine Zeitreise von 8000 Jahren Menschheitsgeschichte. Die Reise führt den Spieler von der Antike bis in die nahe Zukunft. Der Spieler ist eine Art Anführer, der seinen ganz individuellen Führungsstil einbringen kann. Es ist zwar kein Spiel über die Menschheitsgeschichte, aber es kann einiges über sie erzählen.

In dieser Zeit müssen die Spieler Zeit in die Entwicklung der dazu passenden Technologien stecken. Egal, ob man mit der Viehhaltung oder Steinmetzkunst beginnt, all diese Entwicklungen haben wiederum Auswirkungen auf die Entwicklung seiner eigenen Gesellschaft. So kann ohne die Erfindung des Rades kein Streitwagen gebaut werden.

: Das Brettspiel, gestaltet von Kevin Wilson, ist inspiriert von der legendären Videospielserie von Sid Meier. Die Spieler führen eine ganze Zivilisation über alle Zeitalter, und setzen Technik, Wirtschaft, Kultur und Militär ihrer Völker ein, sowie die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben. Es gibt vier verschiedene Pfade zum Sieg und jeder ist mit Herausforderungen gespickt.

In : Das Brettspiel nehmen 2-4 Spieler die Rolle von berühmten Führern historischer Zivilisationen ein, jeder mit seinen eigenen Fähigkeiten. Die Spieler erkunden ein modulares Spielbrett, errichten Städte und Gebäude, schlagen Schlachten und erforschen mächtige Technik.

Das Brettspiel beginnt nach der Vorbereitungsphase und gliedert sich jeweils in fünf Runden:

  • Startphase
  • Handel
  • Stadt-Management
  • Bewegung
  • Erforschung

So wie im Computerspiel, auch im Brettspiel entscheidet der Spieler, mit welcher Zivilisation er spielen will. Im Brettspiel wird dieses ausgelost. Jede der Zivilisationen hat Vor- und Nachteile, die aber trotzdem ausgewogen sind und keine entsprechenden Vor- oder Nachteile bringen, man muss diese Besonderheiten aber im Spiel geschickt einsetzen, um so im weiteren Verlauf Nutzen daraus zu ziehen.

Durch Städtebau kommt man an Ressourcen, denn die umliegenden Felder werden hierbei aufgedeckt. Diese müssen dann aber entsprechend abgebaut werden. Außerdem verlangt die Bevölkerung, wenn sie sich entwickelt, nach bestimmten Produkten. So ist es halt wichtig, dass man im Spiel auch Handelsbeziehungen eingeht. Das gibt auch entsprechende Punkte. So wie das große Vorbild, muss man auch eine Regierungsform wählen. Am Anfang ist dies der Despotismus, wobei es bei einigen Völkern eine Ausnahme gibt. So starten die Römer bereits mit der Republik. Im Lauf des Spiels kann man auch eine andere Regierungsform wählen.

Im Stadt-Management hat der Spieler mehrere Möglichkeiten. So kann man eine Figur, eine Kampfeinheit, ein Gebäude oder ein Weltwunder bauen.

Weiterhin kann man sich während der Management-Phase auch den Künsten widmen, welche wiederum Siegpunkte bringen. Hat man dabei eine bestimmte Punktzahl erreicht, kommt eine Persönlichkeit der Geschichte ins Spiel, die wiederum auch zusätzliche Ressourcen bietet.

Auf dem Spielfeld werden die jeweiligen Einheiten von Runde zu Runde versetzt. Dabei können sich diese maximal zwei Felder weit bewegen. Trifft dabei eine Kampfeinheit auf eine andere, findet der Kampf statt, welche mittels Karten entschieden wird. Die Forschung und Entwicklung spielt in diesem Spiel eine große Rolle, schließlich will man ja, dass sich sein Volk weiterentwickelt und nicht in der „Steinzeit“ stehen bleibt. Aber Forschung kostet.

Fazit
Das vorliegende Brettspiel kommt dem Computerspiel sehr nahe, nur die Animationen fehlen noch. Auch wenn es am Anfang alles relativ kompliziert klingt, hat man schnell den Ablauf verinnerlicht. Vor allem, weil die Spielanleitung, trotz der Menge an Text, viele Beispiele grafisch erläutert hat. Nur ein Problem besteht, dass Spielmaterial ist so reichlich, dass man es gar nicht wieder verpackt bekommt.

Das Spiel ist so umfangreich, dass Spielzeiten von 3 Stunden keine Seltenheit sind.

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