Der Palast von Eschnapur

Wenn man den Titel liest, denkt man sofort den erfolgreichen Roman “Das indische Grabmal” von Thea von Harbou. Das Spiel aber auch das Buch versetzt Sie in die Zeit der Maharadschas, wo Paläste und andere prunkvolle Gebäude errichtet wurden.

Das komplexe und interessante Spiel stammt aus der Feder von Inka und Markus Brand, die seit 2006 erfolgreich Spiele entwickeln. Dabei entwickeln Sie nicht nur Kinderspiele (Fluss der Drachen (Kosmos)) sondern auch strategische Spiele (Guatemala Café (eggertspiele)) für die ganze Familie. Dabei haben die beiden sympathischen Autoren auch einige Auszeichnungen für ihre Spiele erhalten.

Das Spiel besticht durch sein reichhaltiges Material. Und trotz der relativ komplexen Regeln findet sich der Spieler recht schnell zurecht.

Eine Spielrunde besteht dabei aus neun Phasen. Diese sind aber durch das Spielertableau erkennbar.

Jeder Spieler erhält Gold und seine Bauplatzkarten. Der Palast wird entsprechend der Spieleranzahl aufgebaut. Darunter wird die Siegpunktleiste gelegt. Dabei müssen Sie beachten, dass Sie mit zwei verschiedenen Markern hier agieren müssen. Es gibt Privilegpunkte und Siegpunkte, die Sie bei der Fertigstellung eines Palastteiles erhalten. Die Privilegpunkte können Sie auch gegen Privilegkarten eintauschen. Nach dem Ausspielen dieser Karten werden diese sofort aus dem Spiel genommen. Mit diesen Karten erhalten Sie diverse Privilegien, wie die freie Auswahl eines Bauplatzes.

Im Spiel können Sie nur etwas erreichen, wenn Sie die Beamten am Hofe des Maharadschas bestechen. Wer weiß, wie die beiden Autoren auf diese Idee gekommen sind. Durch diese Bestechungsaktion können Sie aber auch den Gegenspieler am Bauen hintern bzw. auch eine Baustelle blockieren.

Je nachdem, wer den höchsten Betrag auf das Tableau gelegt hat, kann die entsprechende Aktion durchführen. Bei Gleichstand ist der nächste Spieler dran. Haben Sie die Phase für sich entschieden, wird die Goldkarte in die Kasse gelegt, Sie haben ja schließlich einen Beamten bestochen.

Den Palast bauen Sie gemeinsam, indem Sie kleine Holzbausteine auf die entsprechenden Felder legen. Sie müssen aber dazu die passende Bauplatzkarte gespielt haben. Sie können durch strategischen Legen der Baustoffe auch an Gold kommen, denn wenn Sie immer nur Beamte bestechen, haben Sie am Ende vielleicht kein Gold mehr. Wurde ein Palastteil fertig gestellt, wird die Wertung durchgeführt. Dabei müssen Sie beachten, dass es im Spiel zwei verschiedene Wertungen gibt. Dies ist aber kein Problem.

Inhalt:

  • 80 Bausteine
  • 64 Goldkarten
  • 32 Bauplatzkarten
  • 10 Privilegkarten
  • 8 Palastteile
  • 4 Spielertableaus
  • 4 Siegpunktsteine
  • 4 Privilegscheiben
  • 4 Spielreihenfolgemarker
  • 4 50/100-Marker
  • 1 Siegpunkteleiste
  • 1 Baustoppmarker
  • 1 Blockademarker
  • 1 Spielanleitung

Fazit

Inka und Markus Brand haben hier ein sehr anspruchsvolles Spiel entwickelt. Trotz der sehr komplexen Spielanleitung ist man relativ schnell im Spiel. Bauen Sie das Spiel auf und gehen Sie Schritt für Schritt durch. Die Bestechung der Beamten erfolgt fiktiv. Sie legen zwar die Karten auf dem unteren Rand des Tableaus ab, man hätte dies hier aber vielleicht auf dem Rand des Tableaus abbilden können.

Dies ist aber nur unwesentlich, da das Spiel von Anfang an fesselt. Es kann nur der gewinnen, der die Beamten zum richtigen Zeitpunkt besticht und strategisch seine Baustoffe im Palast ablegt. Daher kann das Spiel wirklich nur empfohlen werden.

Angaben

  • Spieler: 2- 4 Personen
  • Alter: ab 10 Jahren
  • Dauer: ca. 60 Minuten
  • Autor: Inka & Markus Brand
  • Grafik: Dennis Lohausen
  • Spieleinteilung: Gelegenheitsspieler, Familienspiel, Vielspieler
  • Schwierigkeitsgrad: 3 (mittelschwer spielbar)

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