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Die Paläste von Carrara

Die Region von Carrara ist reich dank des Marmorvorkommens, welches man bereits im Mittelalter genutzt hat. Gerade die Region der Toskana besticht durch die vielen Bauten, die mit Marmor verkleidet wurden.

Marmor aus Carrara garantiert zwar immer Qualität am Bau, aber nicht alles, was da schneeweiß strahlt, hat absolute Premiumgüte. Man sieht’s vor allem am Preis, der dafür am Marmormarkt erhoben wird. Guter Marmor ist teuer! Wer allerdings bereit ist, mehr für den Carrara-Stein zu bezahlen, erwirbt nicht nur mehr Baustoff-Qualität, sondern darf diesen auch in entsprechenden Lagen investieren und einsetzen.

Die beiden Autoren und haben wieder einmal ein perfekt ausbalanciertes Brettspiel entwickelt, von welchem auch die Jury Spiel des Jahres begeistert war, so dass das Spiel auch für den Kritikerpreis Kennerspiel des Jahres nominiert war.

Wobei man hier gleich darauf hinweisen muss, dass die Autoren immer Wert darauf legen, dass ihre Spiele auch von Gelegenheitsspielern gespielt werden können. Und so spielt sich das Spiel „“ relativ flott und besticht durch die verständlichen Regeln.

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, eigentlich gelernter Betriebswirt und Informatiker, arbeitet seit 1989 hauptberuflich als Spielentwickler. Er hat damit Hobby und Beruf zusammengeführt.

Hierzu hatte er die Punktleiste am Rande des Spielfeldes abgebildet, wo man die Spielfigur entsprechend weitergerückt hat, um die Siegpunkte entsprechend zu markieren. Diese Form wird heutzutage auch von vielen anderen Spielen genutzt.

Mit arbeitet regelmäßig zusammen. hatte 1995 einen eigenen Spielverlag gegründet, der aber schon nach kurzer Zeit wieder geschlossen worden ist.

Das Kuriose in der Zusammenarbeit mit ist, dass die Verständigung in aller Regel per Mail oder Telefon abläuft und selten wird das Spiel von beiden zusammen gespielt. Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen ist dies eine fruchtbare Zusammenarbeit, die hoffentlich noch eine ganze Weile so funktionieren wird.

Das Spiel
Dieses Strategie- und Taktikspiel besticht nicht nur durch die Spielqualität, nein im Spiel befindet sich auch noch eine Erweiterung, die man nach der dritten oder vierten Runde benutzen kann. Gerade die Erweiterung bringt dann noch mehr Schwung in das eigentliche Spiel.

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Die Spieler schlüpfen in die Rolle eines Familienoberhauptes und versuchen, beim König Pluspunkte zu sammeln. Je nachdem, wie man vorankommt, bekommt man Punkte oder gar Goldmünzen, welche man sofort wieder zum Erwerb des kostbaren Marmors verwendet.

Nachdem das Spielmaterial entsprechend der gut beschriebenen Spielanleitung vorbereitet wurde, kann es losgehen. Wichtig dabei ist das Spielertableau, auf welchem man die entsprechenden Bauten zu jeder Stadt errichten kann und das Rondell/Drehscheibe, auf welchem sich die Rohstoffe befinden.

Da dieses immer weiter gedreht wird, ändern sich auch die Rohstoffpreise. Das kann dazu führen, dass bestimmte Marmorsorten einmal auch nichts kosten.

Insgesamt stehen sechs verschiedene Marmorsorten dem Spieler zur Verfügung. Es gibt Städte, die den Bau nur mit einer Sorte erlauben, was sehr kostspielig ist. Dafür gibt es hier aber die besten Belohnungen.

Die Rohstoffe, wenn diese von der Drehscheibe entfernt wurden, werden immer aus einem Stoffbeutel gezogen, so dass man keinen Einfluss hat, welcher Rohstoff wohin gelegt wird. Es müssen insgesamt auf allen Segmenten der Drehscheibe 11 Rohstoffe liegen.

Was man errichten kann, hängt davon ab, was sich auf der Auslage des Spielfeldes befindet. Und auch davon, wie viele Rohstoffe man besitzt und was die jeweilige Stadt, wo man bauen will, an Rohstoffen verlangt. Hat man sich für ein Gebäude entschieden, wandert der Marmor wieder in den Rohstoffbeutel. Und der nächste Spieler ist am Zug.

Aber irgendwann wird das Geld knapp und man muss in die Wertung gehen. Wobei man nur sechs Mal werten darf. Nicht jede Stadt bringt Geld, sondern auch Siegpunkte. Und dann hängt dies auch davon ab, welche Gebäude man ausliegen hat, denn diese werden zusammengezählt und bei der Berechnung mit berücksichtigt.

Hört sich kompliziert an, ist es aber bei weitem nicht, denn jeder Spielzug wurde gut ausbalanciert und ist dank des gut beschrifteten Spielplanes selbsterklärend.

Pro Zug hat der Spieler die Möglichkeit, entweder Baumaterialien zu kaufen, Gebäude zu bauen oder zu werten. Alles drei in einem Spielzug ist nicht möglich.

Sobald alles verbaut wurde oder ein Spieler die entsprechenden Siegbedingungen erfüllt hat, endet das Spiel.

Fazit
Wie bereits erwähnt, wurde das Spiel gut ausbalanciert. Die Spielanleitung ist stimmig und wurde zudem durch grafische Darstellungen noch entsprechend untermauert. Das unterhaltsame und kurzweilige Spiel richtet sich nicht nur an sogenannte Vielspieler, nein es ist auch ein perfektes Familienspiel.

 

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